Theater und Orchester Heidelberg
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Im
Fokus

Wir wünschen Ihnen einen schönen Sommer! Wir sind in den Theaterferien. Ab 5. September sind wir voller Elan und Spielfreude wieder für Sie da!
Noch
bis zur Eröffnung der neuen Saison mit der Tanzpremiere »The Inhabitants« von Iván Pérez
Der Vorverkauf für das Barock-Fest Winter in Schwetzingen läuft! 10 % Frühbucherrabatt bis 30. September 2018 >
Theater und Orchester Heidelberg international unterwegs
Gleich zum Start der neuen Spielzeit 2018|19 geht es nach Brasilien, Kuba und Mexiko!

Öffnungszeiten der Theaterkasse in den Theaterferien

Bitte beachten Sie, dass die Theaterkasse während der Theaterferien vom 5. bis 26. August geschlossen bleibt. Ab 27. August sind die Mitarbeiter*innen der Theaterkasse wieder für Sie da.

Auch außerhalb der Kassenöffnungszeiten können Sie Ihre Karten für Konzerte und Musiktheater jederzeit online über den Webshop kaufen.

Öffnungszeiten der Theaterkasse in den Theaterferien +

Ulrike Schumann und Thomas Böckstiegel, das neue Leitungsteam der Oper, im Gespräch über Heidelberg, ihre Pläne – und Träume – für das Musiktheater.

Gespraech_Opernleitung_O_0055_SBUlrike Schumann: Thomas, kennst du die Liedzeile »Ich habʼ mein Herz in Heidelberg verloren«?
Thomas Böckstiegel: Natürlich. Ich muss gleich ein bisschen schmunzeln, wenn ich an meinen ersten Spaziergang an einem sonnigen Nachmittag durch Heidelberg denke und ahne – vielleicht auch für mich, das werden wir sehen –, dass dieser »Verlust« nur schwer abwendbar ist.
Ulrike Schumann: Mir begegnet diese Zeile erstaunlich oft. Besonders berührend: Eva Fox-Gál, die in York lebende Tochter des jüdischen und von den Nazis vertriebenen Komponisten Hans Gál, schrieb mir, dass trotz des Leids, das ihre Familie ertragen hatte, der Kontakt nach Deutschland und Österreich nie abriss. »Und in Heidelberg verlor ich sprichwörtlich mein Herz.« Aber bevor man sein Herz verliert, muss man ankommen. Du verlässt zum ersten Mal deine Heimat Nordrhein-Westfalen! Wie ist das für dich?

Thomas Böckstiegel: Ich bin in Heidelberg und im Team um Holger Schultze mit offenen Armen und großer Neugierde auf unsere künstlerische Arbeit empfangen worden. An diesem Ort ein spannendes Musiktheaterprogramm auf die Beine zu stellen und das Publikum mit dem, was uns am Herzen liegt, mitzunehmen, darauf freue ich mich! Ich bin in Solingen aufgewachsen. Meiner Leidenschaft für Oper und Musicals frönte ich eher im heimischen »Elfenbeinturm«, bevor ich im Ruhrgebiet mit seiner großen Theaterdichte während des Studiums in Bochum meine erste künstlerische Heimat fand. Deine Heimat liegt ja auch nicht gerade um die Ecke.
Ulrike Schumann: Von hier aus gesehen liegt Dresden kurz vor Sibirien! Aber ich stelle doch einige Parallelitäten fest: der Bezug zur Historie, die Altstadt mit ihren Touristen, die Bedeutung einer vielfältigen Kultur. Und natürlich der Fluss! Ich fühle mich überall dort zu Hause, wo es einen Fluss und ein paar Hügel gibt.
Thomas Böckstiegel: Deswegen hast du auch längere Zeit im Rheinland zugebracht?
Ulrike Schumann: Ich habe in Leipzig Dramaturgie studiert und in Berlin und Wien erste praktische Erfahrungen gesammelt. Dann bekam ich meine erste Stelle im viel kleineren Bonn. Aber ich war sofort angekommen und bin 13 Jahre geblieben, auch, weil ich an der Bonner Oper immer gefördert wurde. An diese Erfahrungen konnte ich in den fünf Jahren als Leitende Musiktheaterdramaturgin am Theater Osnabrück anknüpfen. Wo hat dich das Theater hingeführt?
Thomas Böckstiegel: Meine ersten Schritte im Berufsleben habe ich zunächst in der Dramaturgie, dann im künstlerischen Management der RuhrTriennale mit den bedeutenden Intendanten Gerard Mortier und Jürgen Flimm gehen dürfen. Interessant im Nachhinein ist die Selbstverständlichkeit, mit der ich die besonderen Spielorte dort wahrnahm, dann aber nach vier Jahren große Sehnsucht nach dem magischen Ort »Theater« mit Guckkastenbühne hatte. So folgten Engagements in Dortmund, an das Aalto-Musiktheater Essen und zuletzt an die Wuppertaler Bühnen, einstige Heimat der Tanztheaterlegende Pina Bausch, wo ich für das künstlerische Management des Opernhauses zuständig war. Und jetzt sind wir beide am Theater Heidelberg. Ulrike, wie sieht dein Traumtheater aus?

Ulrike Schumann: Mein Traum-Musiktheater ist eines, das barrierefrei für alle Menschen, egal welchen Alters, funktioniert, Neugier weckt und wachhält, ein Musiktheater, das im besten Sinne herausfordert – nämlich die Lust, sich auf Ungewöhnliches und Neues genauso einzulassen wie sich am Bekannten zu erfreuen.
Thomas Böckstiegel: Diesen Traum teilen wir, liebe Ulrike. Im Theater sollen sich alle sozialen Schichten, alle Altersgruppen und Nationalitäten spiegeln können. Unser Ensemble vereint Sängerinnen und Sänger aus neun Nationen. Mit ihnen zusammen möchte ich zeigen, wie facettenreich Oper sein kann, und den guten Ruf unseres Theaters weit über die Grenzen der Stadt hinaustragen.
Ulrike Schumann: Was ist dein Lieblings-Opern-Zitat?
Thomas Böckstiegel: Aus der »Fledermaus«, immer mit einem Augenzwinkern: »Glücklich ist, wer vergisst, was doch nicht zu ändern ist.« Und deines?
Ulrike Schumann: Hoffnungslos romantisch, »Elektra«: »Ob ich nicht höre? Ob ich die Musik nicht höre? Sie kommt doch aus mir!«

Neustart im Musiktheater. Ulrike Schumann und Thomas Böckstiegel im Gespräch über Heidelberg, ihre Pläne − und Träume − für das Musiktheater. +

Der Vorverkauf für »Ronja Räubertochter« im Alten Saal läuft!

Ab 4. November zeigen wir Astrid Lindgrens Welterfolg und letztes großes Werk für alle ab 6 Jahren im Alten Saal. Die spannende, aber auch anrührende Geschichte von zwei Kindern, die sich gegen die Feindschaft der Eltern durchsetzen und ihren eigenen Weg finden, inszeniert Regisseurin Yvonne Kespohl, die bereits mit »Pippi Langstrumpf« eine Geschichte von Lindgren erfolgreich auf die Bühne des Alten Saals brachte.

Ab sofort sind Karten für »Ronja Räubertochter« an der Theaterkasse, Theaterstraße 10, unter 06221 58 20 000 oder tickets@theater.heidelberg.de sowie über den Webshop erhältlich. Bei Buchungen bis 30. September erhalten Sie einen Frühbucherrabatt von 10 %.

Bei Buchungen für Schulgruppen nutzen Sie bitte unser Bestellformular.

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Ronja Räubertochter kommt in den Alten Saal

Iván Pérez, künstlerischer Leiter des neuen Dance Theatre Heidelberg (DTH) im Gespräch mit der Tanzdramaturgin Jenny Mahla.

Gespraech_Tanzleitung_O_11_SB_Jenny Mahla: Iván, du hast lange Zeit beim renommierten Nederlands Dans Theater (NDT) selbst getanzt, wann und wie begann dein Weg als Choreograf?
Iván Pérez: Ja, siebeneinhalb Jahre habe ich mit dem NDT getanzt. Die Idee auch selbst zu choreografieren hatte ich eigentlich seit Kindheitstagen. Ich war elf Jahre alt, als ich mein erstes Solo kreierte. Es hat sich für mich recht natürlich angefühlt, dieses Interesse auch beruflich zu meinem Weg zu machen. Glücklicherweise konnte ich mit jemandem wie Jiří Kylián zusammenarbeiten und von ihm lernen. Er war damals künstlerischer Direktor am NDT und hat als visionäre Führungskraft die jüngeren Generationen gefördert und inspiriert.

Jenny Mahla: Nun bist du selbst Direktor einer Company, was bedeutet dieser Neubeginn in Heidelberg für dich?
Iván Pérez: Es ist tatsächlich ein großer Neustart. In den letzten Jahren habe ich international freischaffend mit verschiedensten Ensembles gearbeitet. Das war unheimlich aufregend und bereichernd, denn es fand sich meist ein völlig neues Team für die Produktion vor Ort. Doch nun bin ich an einem Punkt in meinem Leben, an dem ich mich vor allem auf die Kontinuität mit der Company, einen gemeinsamen Fokus und eine kollektive Perspektive hier in Heidelberg freue. Zudem ist es eine großartige Chance, Teil dieses besonderen Hauses zu werden und eine neue künstlerische Vision in die Tanzstadt zu bringen.

Jenny Mahla: Mit dir kommen einige neue Tänzerinnen und Tänzer ans Theater. Wer sind sie und woher kommen sie?
Iván Pérez: Es gibt zwei bekannte Gesichter – Arno Brys und Axier Iriarte waren letzte Spielzeit schon am Haus, doch die meisten der insgesamt zehn Tänzer*innen sind neu in der Stadt, ja. Sie kommen aus den verschiedensten Ländern – Spanien, Frankreich, Belgien, Großbritannien, Irland, Australien oder Taiwan. Es sind vor allem Menschen, mit denen ich bereits in den letzten Jahren eng zusammengearbeitet habe. Es gibt also mit vielen bereits eine professionelle und persönliche Ebene des Vertrauens, welche für meine Arbeitsweise entscheidend ist. Doch natürlich kennen sich nicht alle untereinander. Es wird auch ein spannender Prozess, sich als Company gemeinsam aufzubauen und neu auszurichten.

Jenny Mahla: Wie wird sich diese künstlerische Ausrichtung gestalten? Was hast du vor?
Iván Pérez: Ich habe in der Vergangenheit viel aus der Zusammenarbeit mit anderen Künstlern sowie Kunstformen geschöpft und werde diesen Einfluss weiterhin suchen. Der interdisziplinäre Austausch ist für mich ein Weg, um den Tanz selbst in einen größeren gesellschaftlichen Kontext zu stellen und zu zeigen, welche Rolle die Themen und auch Formen dieser Kunst für unsere soziale Realität spielen können. Dafür ein Bewusstsein zu schaffen und neue Räume zur Reflexion zu eröffnen, ist mir ein Anliegen. Das wird sich in den Arbeiten selbst wiederfinden, aber auch im Rahmenprogramm und den Austauschformaten, die wir dem Publikum anbieten. Ein konkretes inhaltliches Thema, beispielsweise für meine erste Neukreation hier in Heidelberg, ist die Millennium-Generation, also die zwischen 1980 und 2000 Geborenen, zu denen die gesamte Company gehört. Langfristig möchte ich diese Idee ausbauen und einen generationsübergreifenden Dialog etablieren. Außerdem plane ich, mit meiner Arbeit hinaus in die Stadt zu gehen, an öffentliche Orte und besondere Gebäude, denn das gibt uns die Möglichkeit, unsere neue Umgebung auch künstlerisch kennenzulernen, neue Wege zu erkunden und vor allem mit den Menschen der Stadt unmittelbar in Kontakt zu kommen.

Neustart im TanzIván Pérez, künstlerischer Leiter des neuen Dance Theatre Heidelberg (DTH) im Gespräch mit der Tanzdramaturgin Jenny Mahla. +
Blick vom »1. Rang Mitte« auf den Neustart im Tanz und auf die internationalen Gastspiele und Koproduktionen. Das Rhein-Neckar-Fernsehen sprach mit Iván Pérez, dem Leiter des neuen Dance Theatre Heidelberg und mit Intendant Holger Schultze. >
Der Vorverkauf für die neue Spielzeit hat begonnen! Ab sofort können Sie Karten für September und Oktober sowie für die Feiertagsvorstellungen und die meisten Konzerte der kommenden Saison buchen. >

Utopisten vor! Mein Stadtteil neu gedacht

Utopisten vor! Ab Oktober 2018 startet das Junge Theater eine Theater-AG an der Waldparkschule im Boxberg. Fünftklässler*innen erkunden mit theatralen Mitteln ihren Stadtteil, um anschließend eine Utopie zu entwerfen: Wie würden sie den Boxberg verändern? Was fehlt? Was wäre zu schön, um wahr zu sein? Ziel ist eine Präsentation im öffentlichen Raum, unterstützt durch das Amt für Stadtplanung der Stadt Heidelberg.

Das Projekt »Utopisten vor! Mein Stadtteil neu gedacht« wird gefördert durch »Zur Bühne«, das Förderprogramm des Deutschen Bühnenvereins im Rahmen von »Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung«.

Kombilogo

 

Utopisten vor! Mein Stadtteil neu gedacht. Neue Theater-AG an der Waldparkschule im Boxberg +

Seit 2012 bietet das Theater und Orchester Heidelberg einen besonderen Service an: den Theaterbus. Dieser bringt Sie aus dem Umland ins Heidelberger Theater – ganz entspannt und ohne lästige Parkplatzsuche.

Die Karten können Sie entweder bei Ihrer Gemeinde oder direkt beim Theater und Orchester Heidelberg, Service für Besuchergruppen, bestellen und bekommen sie zusammen mit der Rechnung bequem nach Hause geschickt.

Auf der Fahrt erwartet Sie eine Einführung in das jeweilige Stück, die unsere Dramaturgen exklusiv für Sie im Vorfeld auf CD eingesprochen haben.
Die Abfahrtszeiten werden Ihnen vor der jeweiligen Vorstellung mitgeteilt.

Informationen zu den Routen und Terminen finden Sie unter Service/Theaterbusse.

Foto Annemone Taake

Foto Annemone Taake

Mit dem Theaterbus entspannt ins Theater und Orchester Heidelberg +

Das Jugendtanzprojekt »Trans Lucent« von Gary Joplin wurde als eine von sechs Produktionen zum diesjährigen Tanztreffen der Jugend nach Berlin eingeladen! Damit haben die Projektbeteiligten die Gelegenheit, die Erfolgsproduktion im Herbst im Haus der Berliner Festspiele aufzuführen, wenn das Festival vom 21. bis 28. September 2018 zum fünften Mal in der Hauptstadt stattfindet.

Das Tanztreffen der Jugend ist eine der bedeutendsten Werkschauen zeitgenössischen Jugendtanzes auf Bundesebene. Als gemeinsam geförderte Initiative des Bundesministeriums für Bildung und Forschung und der Berliner Festspiele, besteht das Festival seit 2014. Die Aufführungen werden flankiert von einem Workshop-Programm und Diskussionsforen. Junge Nachwuchstalente aus dem Bereich Tanz erhalten dadurch die Chance, im Austausch mit Gleichaltrigen und erfahrenen Künstlerinnen und Künstlern ihre Talente zu entwickeln. Die Berliner Festspiele übernehmen die Kosten für Reise, Unterkunft und Verpflegung. Darüber hinaus wird jede Aufführung aufgezeichnet und archiviert.

In »Trans Lucent« begeben sich 18 junge Menschen im Alter von 16 bis 25 Jahren mit den Choreografen Gary Joplin und Wiebke Hofmann auf eine Reise zu ihren Wurzeln. Zum Klang live gespielter japanischer Taiko-Trommeln wird auf rituell anmutende Weise den Ahnenlinien nachgespürt. Geschichten von Kriegserlebnissen, besonderen Momenten des Lebens oder erstaunlichen Begebenheiten werden erzählt und werfen Fragen über Identität, Herkunft und Gemeinschaft auf. »Trans Lucent« feierte seine vielumjubelte Premiere auf der diesjährigen Tanzbiennale Heidelberg, das Gastspiel in Berlin findet am 24. September 2018 statt.

Die Einladung nach Berlin ist eine große Ehre für alle Beteiligten, die an dem anspruchsvollen Jugendtanzstück mit seinem insgesamt viermonatigen Probenprozess mitgewirkt haben.

Tanzensemble; Foto Sebastian Bühler

Tanzensemble; Foto Sebastian Bühler

»Trans Lucent« eingeladen zum 5. Tanztreffen der Jugend! +
Jetzt liegt das neue Spielzeitheft 2018|19 im Haus aus − und hier kann man einen ersten Blick hineinwerfen. +

Das Theater Heidelberg sucht zur Erweiterung des Extra-Chores sehr gute Sängerinnen und Sänger, die Lust haben, bei spannenden Musiktheaterproduktionen gemeinsam mit einem professionellen Ensemble auf der Bühne zu stehen.

Der Extra-Chor ist an zwei bis vier Produktionen pro Spielzeit beteiligt und fester Bestandteil unseres Hauses. Voraussetzungen sind Notenkenntnisse, Begeisterung für die Bühne und Gesangserfahrungen.
Geleitet wird der Extra-Chor von Chordirektorin Ines Kaun. Interessierte sind herzlich eingeladen, sich unter ines.kaun@heidelberg.de bei ihr zu melden.

Sängerinnen und Sänger gesucht! +
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