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Foto Annemone Taake
Konzert | Phil. Konzert

1. Philharmonisches Konzert

Mi 30.09.2015, 20.00 Uhr
  • Mit Einführung
    19.15 Uhr
  • Werke von Johannes Brahms und Dmitri Schostakowitsch

  • Beginn: 20.00 Uhr
  • Stadthalle

Programm

Johannes Brahms Konzert für Violine und Orchester D-Dur op. 77
Dmitri Schostakowitsch Symphonie Nr. 10 e-Moll op. 93

Im Sommerurlaub in Pörtschach am Wörthersee schrieb Johannes Brahms 1877|78 den größten Teil seines Violinkonzerts. Als Pianist konnte er kaum Geige spielen – also holte er sich Rat beim größten Geiger seiner Zeit, Joseph Joachim. Und der sparte nicht mit Anmerkungen: »Ändern! Leichter!«, schrieb er über extrem schwierige Doppelgriff-Passagen. Entstanden ist eine äußerst komplexe Komposition mit höchsten technischen Anforderungen. Brahms’ Violinkonzert kehrt der Idee des Virtuosenkonzerts den Rücken und bewegt sich stattdessen in Richtung Symphonie. »Ein Konzert, wo sich das Orchester mit dem Spieler ganz und gar verschmilzt«, bemerkt dann auch anerkennend Brahms’ Freundin Clara Schumann. Als Reaktion auf seine Oper Lady Macbeth von Mzensk wird Schostakowitsch im Jahr 1936 vorgeworfen, »Chaos statt Musik« zu schreiben. Prompt erhält er 1948 eine zweite Verwarnung von Seiten der Politgremien. »Aus Sicht des Volkes« sei seine 8. Symphonie »kein musikalisches Werk, sondern eine Komposition, die mit Musik überhaupt nichts zu tun habe«. Schostakowitsch schreibt daraufhin nur noch politisch unanfechtbare Musik – bis zu Stalins Tod. Erst mit der 10. Symphonie, im Dezember 1953 in Leningrad uraufgeführt, widersetzt sich Schostakowitsch als erster Komponist der Sowjetunion den Forderungen von 1948. Ein Werk entsteht, das von der Befreiung des menschlichen Geistes und dem Recht des Künstlers auf Unabhängigkeit zeugt. Für Schostakowitsch nichts weniger als ein »Beitrag für den Frieden der Welt«.

Gewählter Termin

Mi 30.09.2015, 20.00 Uhr

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