Theater und Orchester Heidelberg
Elim Chan; Foto Lau Kwok Kei

Konzert

2. Philharmonisches Konzert

Modest Mussorgsky Eine Nacht auf dem kahlen Berge
Max Bruch Violinkonzert Nr. 1 g-Moll
Nikolai Rimski-Korsakow Scheherazade

Der Erfolg lässt Max Bruch verzweifeln. Sein erstes Violinkonzert erlebt im Jahre 1868 eine umjubelte Uraufführung und eine rasante Verbreitung in ganz Europa. Das erfreut ihn – zunächst. Denn schon bald muss der Komponist feststellen, dass die große Popularität des Werkes seine übrigen Kompositionen weit überstrahlt. Und irgendwann will Max Bruch sogar die Aufführung des Werks verbieten lassen, um seinen beiden anderen Violinkonzerten das Podium zu überlassen. Dennoch verbindet man bis heute mit dem Namen des Komponisten vor allem das g-Moll-Violinkonzert mit seiner ausdrucksstarken Melodik und der romantischen Klangschönheit. Wie seine Komponistenkollegen des »Mächtigen Häufleins« ist Nikolai Rimski-Korsakow ein Genie darin, die russische Seele eindrucksvoll in Musik zu fassen. Seine raffiniert schillernde symphonische Dichtung Scheherazade entführt in die magische Welt der Märchen aus 1001 Nacht, in der eine Prinzessin durch Erzählen einer unendlichen Geschichte ihr eigenes Leben rettet – vom Komponisten mit orientalischem Zauber und impressionistischer Farbenpracht geschildert.

Pressestimmen

  • »Magische Klänge und große Gefühle« titelt die Rhein-Neckar-Zeitung (27.10.2017) und Simon Scherer berichtet in seiner Rezension von einem »absoluten Verwöhn-Programm«. Eliam Chan habe »mit enormer Anteilnahme am musikalischen Geschehen ihre vor Aufbruchsstimmung nur so brodelnde Unruhe fantastisch an das Orchester« weitergereicht. Die »gut aufgelegte Philharmoniker« hätten bei Mussorgsky mit »farbenfrohem Sound« und »scharf punktierten Bläsersoli keine Wünsche« offengelassen; bei Bruchs Violinkonzert einen »träumerischen Orchesterteppich« für die Solistin gelegt, die mit »inbrünstiger Klangnatur« überzeugt habe. Die »beste Leistung« des Abends hätten die Orchestermusiker bei Rimski-Korsakow gezeigt − jedes musikalische »Kleinod« habe hier seine »Aura wunderbar entfalten« können.

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