Theater und Orchester Heidelberg
Foto Annemone Taake

Konzert

3. Philharmonisches Konzert

Giuseppe Verdi Messa da Requiem

Giuseppe Verdis großbesetztes Requiem gehört zu den beeindruckendsten Werken der Kirchenmusik. Mit dem Requiem-Stoff beschäftigte sich Verdi, nachdem 1873 der Dichter Alessandro Manzoni verstorben war. Verdi offeriert der Stadt Mailand die Komposition einer Totenmesse für Manzoni – aufgeführt werden soll sie ein Jahr nach dessen Tod. Dankend nimmt die Stadt das Angebot an. Ähnlich wie Gioachino Rossini in seinem Stabat mater kombiniert auch Verdi traditionelle Elemente der Kirchenmusik, etwa Fugen und doppelchörige Passagen, mit dezidiert opernhaften Formen. Text und Abfolge entsprechen der römisch-katholischen Liturgie des Totengottesdienstes – dennoch wurde das Werk für konzertante Aufführungen geschrieben und besitzt als »Oper im Kirchengewand« eine besondere Stellung im Kanon der Kirchenmusik. Prägen politische Intrigen und Schicksalsschläge die Libretti der Opern Verdis, steht im Requiem der Mensch und sein unausweichliches Todesschicksal im Vordergrund.

Pressestimmen

  • »Eine Klangwand, wie man sie selten erlebt«, hätten die rund 250 Beteiligten in der Stadthalle aufgebaut, zeigt sich Matthias Roth in der Rhein-Neckar-Zeitung (17.11.2017) beeindruckt. »Etwas ganz Körperliches« besitze die Musik bei einer solchen Nähe von Publikum und Musikern, sie zeige sich hier als etwas, das das Publikum »direkt angeht, uns zu Tränen rührt oder Schauer über den Rücken jagt«. Die »Ernsthaftigkeit« mit der die »entscheidenen Stellen« dargeboten worden seien, habe die »opernhaften Effekte über das Theatralische weit hinaus ins zumindest Spirituelle« gehoben. »Bemerkenswert differenziert, ja geradezu zart« habe der Chor die »gewaltigen Klangmassen« gestaltet, ohnehin sei Verdis Requiem primär ein »Fest der Stimmen«. Hye-Sung Na habe ihrer Partie mit »glockenreinem Sopran Leuchtkraft« verliehen, »lyrische Größe« habe der Mezzosopran von Anna Peshes. Ein »höchst bewegendes ›Hostias‹« habe Tenor Angus Wood gestaltet und besonders gefiel dem Rezensenten Anton Keremditchiev, der neben »ausgezeichneter Artikulation« seinen »bemerkenswert farbenreichen Bassbariton höchst beweglich und ausdrucksstark eingesetzt« habe.
    GMD Elias Grandys Verdi-Dirigat sei »tiefer, ernster, vielleicht substanzieller« als es bei einer Verdi-Oper gewesen wäre, vermutet der Rezensent, Grandy habe dabei auf »jedes Detail« geachtet und »Nuancen gewichtet« − Chor wie Orchester seien ihm dabei mit »größter Aufmerksamkeit« gefolgt.

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