Theater und Orchester Heidelberg
Foto Florian Merdes

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Sonntagsfrühstück Nr. 2: Genderhysterie oder überfällige Gerechtigkeit?

Nach einem erfolgreichen Startschuss im Februar geht die neue Diskussionsreihe in eine zweite Runde: Genderhysterie oder überfällige Gerechtigkeit? Diese Frage ist spätestens seit Oktober 2017, als Millionen Frauen unter dem Hashtag #MeToo von ihren Erfahrungen mit sexueller Belästigung und Sexismus berichteten, wieder virulent geworden. Sind Frauen überempfindlich, wenn sie jede unerwünschte Umarmung und jedes misslungene Kompliment mit einem sexuellen Übergriff von männlicher Seite gleichsetzen? Oder richtet die Masse an Tweets, in denen von Belästigungen und sogar Straftaten berichtet wurde, endlich die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit auf einen lange (nur allzu gerne) übersehenen gesellschaftlichen Missstand? Ist es wirklich allein die Böswilligkeit oder – bestenfalls – Bequemlichkeit der Männer, die Frauen zu Unterlegenen macht? Oder ist nicht vielmehr eine patriarchale Gesellschaftsordnung, die Menschen jeden Geschlechts sozialen Konstruktionen unterwirft, die Ursache für die Benachteiligung von Frauen, etwa in der Arbeitswelt?
Und lassen sich nicht doch Unterschiede zwischen Männern und Frauen feststellen? Wie beeinflussen Hormone unser Gehirn und bedingen unter Umständen sogar ›typisch weibliches‹ und ›typisch männliches‹ Verhalten? Und wie finden diese Fragen Niederschlag im Theater?

Diese und viele andere Fragen stehen beim Sonntagsfrühstück Nr. 2 am 3. Juni 2018 im Zentrum. Mitglieder des Heidelberger Ensembles stellen politische und gesellschaftliche Texte vor und danach kann in kleinem und persönlichem Rahmen hemmungslos losdiskutiert werden.
Der Kern unserer Demokratie ist das Miteinander-Reden. Hören wir nicht auf, es zu üben!

Statt Eintritt bitten wir um einen kulinarischen Beitrag für das Buffet, die Getränke gehen aufs Haus.

Anmeldung unter antonia.leitgeb@heidelberg.de