Theater und Orchester Heidelberg

Konzert | Phil. Konzert

6. Philharmonisches Konzert

Sergej Rachmaninow Konzert für Klavier und Orchester Nr. 3 d-Moll op. 30
Johann Sebastian Bach Suite Nr. 1 G-Dur BWV 1007
Jean Sibelius Symphonie Nr. 5 Es-Dur op. 82

Die Erste Symphonie war ein Flop, das Zweite Klavierkonzert ein Triumph: Sergej Rachmaninow, der stets von Selbstzweifeln geplagt war, komponierte in der schwelgerischen Klangsprache der russischen Romantik. Und die will er in das 20. Jahrhundert retten – denn inzwischen waren längst ungewohnte Töne der klassischen Moderne auf dem Vormarsch. Kurz vor seiner ersten Amerikatournee im Herbst 1909 komponierte Rachmaninow sein Drittes Klavierkonzert. »Ich schufte wie ein Zwangsarbeiter«, äußerte er sich. In New York wollte er das Werk unbedingt aufführen – sozusagen als Visitenkarte für die Neue Welt. Im Januar 1910 präsentierte er als Pianist sein Werk in der berühmten Carnegie Hall – der begeisterte Gustav Mahler ist der Dirigent. Eine monumentale Struktur weist das Werk auf: eine »Klavier-Symphonie«, nicht zuletzt durch die reiche Orchestrierung. Und Arthur Rubinstein bemerkt: ein »Elefantenkonzert«! Szenenwechsel – Jean Sibelius liebt die Natur: »Heute sah ich 16 Schwäne. Einer der größten Augenblicke meines Lebens«, schrieb der Komponist im Weltkriegsjahr  1914 – und ein »Schwanenthema« durchzieht seine 5. Symphonie. Die Uraufführung an Sibelius’ 50. Geburtstag geriet denn auch triumphal – das war die Geburt des finnischen Volkshelden Sibelius.

Für den erkrankten Aziz Shokhakimov übernimmt dankenswerterweise Mihkel Kütson kurzfristig die musikalische Leitung des Konzerts.

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