Theater und Orchester Heidelberg
Foto Annemone Taake

Junges Theater

Blutrote Schuhe

von Charles Way
aus dem Englischen von Uwe Dethier

10+

Franvera lebt mit ihren Eltern in einem Land weit weg und doch ganz nah. Sie liebt es zu tanzen – sie putzt sich sogar tänzelnd die Zähne. Die Dorfbewohner fragen sich, wie sie sich in diesen Zeiten nur so ausgelassen bewegen kann? Doch eines Tages steht Franvera plötzlich still. Ihre beste Freundin Anna darf keinen Kontakt mehr mit ihr haben. Anna soll sich nicht mit Leuten »ihrer Art« abgeben. Das macht Franvera wütend. Bei einem Fest bekommt Franvera von ihren Eltern rote Tanzschuhe geschenkt. Rote Schuhe besitzt im Dorf keiner, entweder sind die Schuhe braun oder schwarz. Es ist ein Donner zu hören, aber kein Unwetter in Sicht. Was bedeutet das? Anna weiß es: Sie warnt vor Soldaten, die Franveras Familie aus dem Dorf treiben wollen. Franvera hat zwei Stunden, um die wichtigsten Dinge einzupacken. Charles Way erzählt, wie Krieg und Flucht ein Mädchen, das nichts lieber möchte, als Tänzerin zu werden, traumatisieren. Er verwebt Franveras Geschichte mit Motiven aus Hans Christian Andersens Märchen Die roten Schuhe und schafft damit eine kraftvolle, poetische Geschichte unserer Zeit.

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Blutrote Schuhe

Trailer von Andreas Weinmann

Pressestimmen

  • Natascha Kalmbach habe »Erwachsenen und Kindern gleichermaßen eine bewegende Aufführung« bereitet, schreibt Christina Altmann im Mannheimer Morgen (20.09.2016). Ihre »eindringliche Regie« erspare dem Zuschauer nichts, »ergreifend sensibel« sei die Zeichnung der Hauptfigur durch Lea Wittig, unterstützt durch Bühne und Musik. Fazit der Kritikerin: »Eine Inszenierung, die unter die Haut geht und angesichts der aktuellen Flüchtlingslage zum Nachdenken und Nachempfinden anregt.«

     

    Die Inszenierung von Natascha Kalmbach biete »viel Gesprächsstoff«, das Premierenpublikum habe sich »nach 80 packenden Minuten beeindruckt und begeistert« gezeigt, so Ingeborg Salomon in der Rhein-Neckar-Zeitung (19.09.2016). Die »brillante Hauptdarstellerin« Lea Wittig habe ihre Rolle mit »solcher Intensität« gespielt, dass die »jungen Premierenbesucher mucksmäuschenstill sind«. Lobend erwähnt die Kritikerin neben den weiteren Ensemblemitgliedern auch die Choreografie Francesca Imodas, die Bühnenmusiker Lömsch Lehmann und Laurent Leroi, die »für den richtigen Ton sorgten« und die durch Live-Projektionen »stimmungsvoll gezauberten Hintergrundbilder«.

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