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Schauspiel

CONVERSION_2. Nach Afghanistan

Fr 08.05.2015, 19.30 Uhr

  • Uraufführung
  • Premiere
  • Eine Zusammenarbeit mit der costa compagnie im Rahmen von CONVERSION. Eine deutsch-amerikanische Chogeographie

  • In deutscher und englischer Sprache mit deutschen Untertiteln

  • Beginn: 19.30 Uhr
  • Dauer: 2 Stunden und 15 Minuten, eine Pause
  • Marguerre-Saal

»Every day we leave the house, we are aware that we may die.«

Im Dezember 2014 endete der internationale Militäreinsatz in Afghanistan nach genau dreizehn Jahren. Kurz davor reisen drei Künstler der costa compagnie an den Hindukusch, um mit den Menschen vor Ort über den Abzug der Truppen zu sprechen. Sie sammeln Wort, Ton und Bild und fragen sowohl Afghaninnen und Afghanen, als auch Bundeswehr- und US-Soldaten nach ihren Erfahrungen und Gefühlen anhand der komplexen Situation. In Kabul und Mazar-e-Sharif; in Wohnungen, Büros, Rosengärten und Isaf-Stützpunkten erfahren sie von dem unbändigen Willen das Land wieder aufzubauen. Hören von Sicherheit und Willkür, Freiheitsrechten und Chaos, Gastfreundschaft und Taliban.
Aus diesem nach Heidelberg gebrachten Material entsteht nun die Tanz-Performance CONVERSION_2. Der Alte Saal, das Foyer und vor allem die Marguerre-Saal-Bühne werden zu Spiegeln der Recherche. Hier setzen sich zeitgenössischer Tanz, essayistische und dokumentarische Texte, Video-Tableaus und eine eindringliche Soundkomposition zu einer außergewöhnlichen Form des Botenberichts zusammen. Die costa compagnie erschließt auf diese Weise zusammen mit dem Ensemble des Theaters neue Formen des dokumentarischen und choreographischen Arbeitens. Gemeinsam präsentieren sie ein sinnliches Porträt des historischen Ereignisses und fokussieren dabei folgende Fragen: Welche Spuren hinterlässt der Einsatz in Afghanistan und in den rückkehrenden Soldaten? Was bleibt im Alltag und in der Erinnerung der Afghaninnen und Afghanen? Können wir uns einer afghanischen Perspektive annähern? Wo treffen globale, militärische Strategien auf individuelle Lebenswege? Eine künstlerische Annäherung an die Gegenwart.

Bereits ab 18.50 Uhr lädt CONVERSION_2 zur Begehung einer Installation auf dem Theaterplatz, in den Foyers, im Alten Saal und im Marguerre-Saal ein.

Gewählter Termin

Fr 08.05.2015, 19.30 Uhr, Premiere

Bilder

Maria Walser (Tänzerin) und Jascha Viehstädt (Choreograf und Tänzer); Foto Annemone Taake
Frank Koenen (Tänzer), Videobild eines Zeugen, Hans Fleischmann (Performer); Foto Annemone Taake
Nanette Waidmann (Performerin), Hauke Heumann (Performer); Foto Annemone Taake
Hans Fleischmann (Performer) , Anika Marquardt und Lani Tran-Duc (Kostüm- und Bühnenbildnerinnen), Florian Mania (Performer), Videobild einer Zeugin, Akemi Nagao (Tänzerin); Foto Annemone Taake
Hans Fleischmann (Performer), Jascha Viehstädt (Choreograf und Tänzer), Frank Koenen (Tänzer) ; Foto Annemone Taake
Florian Mania (Performer), Hans Fleischmann (Performer), Hauke Heumann (Performer); Foto Annemone Taake
Maria Walser (Tänzerin), Akemi Nagao (Tänzerin), Frank Koenen (Tänzer) ; Foto Annemone Taake
Maria Walser (Tänzerin); Foto Annemone Taake
Florian Mania (Performer), Akemi Nagao (Tänzerin), ), Jascha Viehstädt (Choreograf und Tänzer), Nanette Waidmann (Performerin), Frank Koenen (Tänzer), Hauke Heumann (Performer); Foto Annemone Taake
Nanette Waidmann (Performerin), Maria Walser (Tänzerin), Hans Fleischmann (Performer), Florian Mania (Performer), Akemi Nagao (Tänzerin), Jascha Viehstädt (Choreograf und Tänzer), Hauke Heumann (Performer), Frank Koenen (Tänzer); Foto Annemone Taake
Florian Mania im Videobild (Performer), Videobild eines Zeugen, Tanzensemble; Foto Annemone Taake
Tanzensemble: Jascha Viehstädt (Choreograf und Tänzer), Akemi Nagao (Tänzerin), Frank Koenen (Tänzer), Maria Walser (Tänzerin); Foto Annemone Taake

Videos

CONVERSION_2

Trailer der costa compagnie

Pressestimmen

  • »Dinge zu hinterfragen, um aus gewohnten Mustern herauszukommen« versuchten Theater und costa compagnie in CONVERSION_2, schreibt Arndt Krödel in der Rhein-Neckar-Zeitung (11.05.2015). Eine »Tanz-Performance als subjektiv wahrgenommene Momentaufnahme Afghanistans« hätten die Performer aus ihrer Recherche in Afghanistan entwickelt: »Es gelingen packende Bilder und eindringliche Momente, vor allem im Tanz, für die dem Hamburg-Heidelberger Ensemble Lob gebührt.«

     

    Einen »bemerkenswerten Theaterabend« sah Martin Vögele und schreibt im Mannheimer Morgen (11.05.2015), die costa compagnie versuche nicht, »als Welterklärer aufzutreten« sondern sie dokumentiere »mit künstlerischen Mitteln wirkungsmächtig das Kaleidoskop einer heterogenen afghanischen Gegenwart auf dem Weg in eine ungewisse Zukunft. Eine bemerkenswerte Leistung.«