Theater und Orchester Heidelberg
Foto Annemone Taake

Schauspiel

Der blaue Würfel

von David Gieselmann

    Uraufführung

    Zum letzten Mal!Mo 19.06.2017, 19.30 Uhr 18.45 Uhr Einführung Marguerre-Saal+

Wohin driftet unsere Gesellschaft? Wie wird sich das Leben, etwa in Heidelberg, in den nächsten Jahrzehnten verändern? Nicht klassische »science fiction«, sondern eine Art »social science fiction«, ist es, was der renommierte Autor David Gieselmann in seiner neuen Komödie unternimmt: ein spekulativer Blick in unsere nicht allzu ferne Zukunft. Ohne die gebotene Zurückhaltung, dafür mit Frechheit und kritischem Witz. Das neue Stück von David Gieselmann ist eine Auftragsarbeit des Theaters und Orchesters Heidelberg.

David Gieselmann, geboren 1972 in Köln, studierte von 1994 bis 1998 Szenisches Schreiben in Berlin und inszenierte zu der Zeit erste eigene Stücke. 1999 wurde er zur »International Residency of Playwrights« ans Londoner Royal Court Theatre eingeladen. In der Folge spezialisierte sich David Gieselmann auf Komödien, ein kritisches Unterhaltungstheater auf der Höhe der Zeit. Seit einigen Jahren verbindet ihn eine Zusammenarbeit mit dem Regisseur Christian Brey. Beim Heidelberger Stückemarkt 2015 war ihre Uraufführung Container Paris zu sehen. Bereits 2013 war David Gieselmann mit dem JugendStückePreis beim Heidelberger Stückemarkt ausgezeichnet worden.

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Der blaue Würfel

Trailer von Thiemo Hehl

Pressestimmen

  • Thomas Rothschild wünscht dem Text in der Nachtkritik (24.04.2017) viele weitere Umsetzungen; der blaue Würfel habe »nach der Uraufführung noch nicht ausgedient«. Der »komödiantische Grundton« von Christian Breys rasanter Inszenierung, in der er die Darsteller »überdreht« agieren lasse, sich bei Gestik, Mimik und Kostüm »für die jeweils schrillste Möglichkeit« entscheide, »mache Spaß«.

     

    Eine »schräge Satire auf eine schöne neue Welt« sah Stefan Benz und wertet es als Signal, dass Heidelberg hier »neue Dramatik wieder prominent« präsentiere. Im Darmstädter Echo (26.04.2017) berichtet er weiter, Regisseur Christian Brey spiele hier »lustig mit Pop-Zitaten«, »gehe auf im Klamauk, setze auf Klimbim«. Der »Schnellsprech mit gelegentlichen Musicaleinlagen« sei eine echte Herausforderung, die das Ensemble »bravourös« meistere. Wie die Darsteller ihre »Witzfiguren« behaupteten, sei »keine kleine Leistung«: »Die Schauspieler sind es denn auch, die in der Konfusion dieses Würfel-Spiels erst die Komik herbeizaubern«.

     

    Die Ausstattung habe »aus dem Vollen schöpfen« können und eine »schöne Zuckerbäcker-Scheußlichkeit« auf die Bühne gestellt, die Kostüme seien zwischen »dem Outfit der Teletubbies und den Kreationen eines Harald Glööckler angesiedelt«, berichtet Volker Oesterreich in der Rhein-Neckar-Zeitung (25.04.2016). Optisch mache der Abend also »was her«, und »auch darstellerisch«:  Regisseur Christian Brey treibe als »Mann vom Fach, der sich aufs Überdrehte versteht«, das Ensemble zum »Pollesch-Tempo an«.