Theater und Orchester Heidelberg
Foto Annemone Taake

Junges Theater

Die besseren Wälder

von Martin Baltscheit

13+
    PremiereSa 22.04.2017, 17.00 Uhr, 1 Stunde 15 Minuten Zwinger³+

Eine Wolfsfamilie ist auf dem Weg in die besseren Wälder. Dort soll es viele Schafe geben, besseres Wetter, klares Wasser und warme Höhlen. Als plötzlich Schüsse fallen, bleibt das Wolfskind als einziger Überlebender zurück und wird schließlich von Wanja und Frauke, einem Schafspaar, gefunden. Sie hatten sich schon lange ein Kind gewünscht, aber nie eins bekommen. Daher beschließen sie, den kleinen Wolf aufzunehmen und als Schaf aufzuziehen. Und was der kleine Wolf Ferdinand für ein tolles Schaf wird! Mit dem weißen Pullover passt er sehr gut in die Herde und er darf in der Weihnachtsmesse für alle das »Schafe Maria« singen. Er ist ein Vorzeigeschaf. Eines Tages lernt Ferdinand das abenteuerlustige Schaf Melanie kennen. Es ist für beide Liebe auf den ersten Blick. Gemeinsam trauen sie sich über den Zaun zu klettern und die andere Seite zu erkunden. Melanie ist von dieser Freiheit begeistert. Plötzlich steht eine hungrige Wölfin vor ihnen und wundert sich: das eine Schaf riecht schmackhaft, aber das andere? In eine Tierparabel gepackt, erzählt Martin Baltscheit humorvoll und anrührend von Fremdheit, Vorurteilen, Identität und Integration. Für sein Stück Die besseren Wälder erhielt Baltscheit 2010 den Deutschen Jugendtheaterpreis.

Besetzung

Bilder


Pressestimmen

  • Hier würden Themen verhandelt, die den »Jugendlichen in der Pubertät auf den Nägeln brennen: die Suche nach der eigenen Identität und der starke Wunsch, in einer Gruppe dazuzugehören, aber auch Fremdheit und Vorurteile« bemerkt Ingeborg Salomon in der Rhein-Neckar-Zeitung (24.04.2017). Dem Regisseur Manuel Moser sei es gelungen, »eine schwierige Thematik mit leichter Hand und viel Sinn für Humor zu inszenieren«. Lob gibt es auch für Darsteller: Marcel Schubbe mit »großer Wandlungsfähigkeit«, »urkomisch« Massoud Baygan und Lea Wittig mit einem »Kabinettstückchen«: die Yoga-Übungen der Mutter.
    Der Autor habe sich bei der Premiere »ebenso angetan« über die Inszenierung gezeigt wie das »begeistert applaudierende Publikum« und auch die Kritikerin meint: »unbedingt zu empfehlen«.