Theater und Orchester Heidelberg
Foto Sebastian Bühler

Musiktheater

Don Giovanni

Dramma giocoso in zwei Akten von Wolfgang Amadeus Mozart

    Do 07.12.2017, 19.30–23.10 Uhr, eine Pause 18.45 Uhr Einführung Marguerre-Saal+

Libretto von Lorenzo da Ponte
In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln

Er ist der europäische Archetypus eines Frauenhelden: Don Juan. Über Jahrhunderte hinweg verführt er in den diversen Bearbeitungen dieses spanischen Stoffes Tausende von Frauen und treibt sein todbringendes Unwesen. Doch in der heute bekanntesten Umsetzung, der Oper Don Giovanni, scheint ihm nichts mehr zu gelingen. Zunächst missglückt das Stelldichein mit Donna Anna, dann vereitelt ihm seine ehemalige Geliebte Donna Elvira weitere Eroberungen, und zu guter Letzt vereinen sich Adel und Bauern in seltener Einträchtigkeit, um Rache zu nehmen. Ein Weg, der in die Hölle führt. Aber was ist dran an diesem Don Giovanni, der doch zuvor scheinbar immer so erfolgreich war?
Nach Così fan tutte und Le nozze di Figaro folgt nun die Neuproduktion des dritten von Wolfgang Amadeus Mozart (1756–91) auf ein Libretto von Lorenzo da Ponte (1749–1838) komponierten Werkes. E. T. A. Hoffmann (1776–1822) bezeichnete es als »Oper aller Opern« und seine romantisierende Interpretation sollte prägend sein für Generationen. Unsterblich ist Don Giovanni jedoch vor allem durch die feinsinnig psychologisierende Musik Mozarts geworden, die alle menschlichen Leidenschaften und Abgründe aufgreift.

Termine

Fr 12 Januar
19.30–23.10 Uhr > Marguerre-Saal | 18.45 Uhr Einführung

Don Giovanni

Dramma giocoso in zwei Akten von Wolfgang Amadeus Mozart

Do 1 Februar
Unterwegs
19.00–22.40 Uhr > Theater Winterthur

Don Giovanni

Dramma giocoso in zwei Akten von Wolfgang Amadeus Mozart

Weitere Termine
Fr 2 Februar
Unterwegs
19.00–22.40 Uhr > Theater Winterthur

Don Giovanni

Dramma giocoso in zwei Akten von Wolfgang Amadeus Mozart

Sa 3 Februar
Unterwegs
19.00–22.40 Uhr > Theater Winterthur

Don Giovanni

Dramma giocoso in zwei Akten von Wolfgang Amadeus Mozart

Mo 5 März
19.30–23.10 Uhr > Marguerre-Saal

Don Giovanni

Dramma giocoso in zwei Akten von Wolfgang Amadeus Mozart

So 18 März
19.00–22.40 Uhr > Marguerre-Saal

Don Giovanni

Dramma giocoso in zwei Akten von Wolfgang Amadeus Mozart

Sa 31 März
19.30–23.10 Uhr > Marguerre-Saal

Don Giovanni

Dramma giocoso in zwei Akten von Wolfgang Amadeus Mozart

Termine ausblenden
Änderungen vorbehalten

Besetzung

Bilder


Videos

Don Giovanni

Trailer von Thiemo Hehl

Pressestimmen

  • Begeistert über einen »denkwürdigen Abend« zeigt sich Detlef Brandenburg in Die deutsche Bühne (Online-Magazin, 22.10.2017). Regisseur Lorenzo Fioroni inszeniere nicht nur Mozarts Oper, sondern gleichzeitig »den Diskurs über dieses Stück«, er gebe dem Publikum zwar »harte Denknüsse zu knacken«, aber dekliniere sein Konzept auch mit »differenzierter, präziser Personenführung« und mit einem genau »auf Text und Musik gezirkeltem Witz« durch, dass es »ein Vergnügen« sei. Es gehöre zur »Überzeugungskraft« dieses Abends, dass Fioronis Arbeit »nicht nur als szenische Behauptung gegenüber einer unverdrossen weiterspielenden Musik« firmiere, sondern durch GMD Elias Grandy »kongenial mitgetragen« werde. Was dieser an »struktureller Vielschichtigkeit aus der Partitur« heraushole, in» straffen Tempi und größtmöglicher dynamischer Differenzierung, das ist atemberaubend«, so der Rezensent. Und was die Sänger »stimmlich und darstellerisch« leisteten, sei in »Überzeugungskraft und Vitalität überragend«.

     

    Eine »stringente, pulsierende und explosive Mozart-Musik« hätten Elias Grandy und das Philharmonische Orchester Heidelberg präsentiert, passend zu einer überbordenden Inszenierung voll mit »Weltgeschehen, Stilmitteln und Spielelementen«, einer »ambitionierten Sicht« des Regieteams um Lorenzo Fioroni, die »übliche Erwartungen« dekonstruiere, berichtet Eckhard Britsch im Mannheimer Morgen (23.10.2017). Dem Rezensenten gefiel das Sängerensemble: Ipča Ramanović mit »gepflegtem Kavalierbariton und agiler Bühnenpräsenz« in der Titelrolle, James Homann, der Leporello »über den reinen Spielbass hinaus bemerkenswert verkörpert«, »exzellent in Gesang und Spiel« Shahar Lavis Zerlina, »mit dramatischer Sopran-Geste gesungen« Irina Simmes‘ Donna Anna, Hye-Sung Na mit »anrührenden Zügen« für Donna Elvira, Namwon Huhs Don Ottavio mit »feinem Tenor«, Zachary Wilson mit »sensibel« gestaltetem Masetto, »wie immer eine Bank« schließlich Wilfried Staber als Komtur.

     

    Als »so packend, so rasant und explosiv« wie GMD Elias Grandy die Ouvertüre dirigierte, habe sich der gesamte Opernabend erwiesen, berichtet Rainer Köhl in der Rhein-Neckar-Zeitung (23.10.2017) über eine Premiere, an deren Ende sich »viele Buhs und emphatische Bravi« die Waage gehalten hätten. Hier werde »Theater gespielt, lustvoll krachend« und mit »Ironie und Lust an Übertreibung«; Regisseur Lorenzo Fioroni habe eine »hoch spannende Inszenierung« vorgelegt, ein »echtes Bühnen-Spektakel, aber mit Sinn«. »Sehens- und hörenswert« sei Ipča Ramanović in der Titelrolle, und nicht nur als »Akkordeonvirtuose«; besonderes Lob spendet der Rezensent den Sängerinnen: Shahar Lavi als Zerlina mit »warmer, farbenreicher Stimme und selbstbewusster Darstellung«, Irina Simmes »sang eine Donna Anna von frischer Leuchtkraft und Intensität, welcher die Donna Elvira von Hye-Sung Na nicht nachstand mit wunderschön durchglühten Tönen«.