Theater und Orchester Heidelberg
Foto Sebastian Bühler

Junges Theater |

Heidi

nach dem Roman von Johanna Spyri

6+
Bühnenfassung von Karin Eppler

Das Waisenkind Heidi hat die ersten Lebensjahre bei ihrer Tante Dete verbracht, doch diese will sich ab sofort nicht mehr um das Mädchen kümmern. Also bringt sie Heidi zum Alm-Öhi. Bei ihm soll sie in Zukunft wohnen, denn schließlich ist er ihr Großvater! Und so bleibt Heidi beim Alm-Öhi in den Bergen. Für sie ist alles neu und gierig saugt sie die Schönheit der Berge, Bäume und Wiesen auf. Am allerschönsten ist es, wenn sie im Sommer mit dem Geißenpeter die Ziegen hüten darf. Doch so schnell wie sie in die Berge gekommen ist, muss Heidi schon wieder ihre Sachen packen. Sie wird nach Frankfurt geholt, denn die Familie Sesemann braucht eine Spielgefährtin für die kranke Tochter des Hauses. Und obwohl Klara und Heidi gute Freundinnen werden, ist Heidi nicht glücklich – ihre Sehnsucht nach dem Großvater, Peter und den Bergen wird immer größer. Die Schweizerin Johanna Spyri hat mit ihrer Heidi ein fröhliches und vor allem freiheitsliebendes Mädchen erschaffen, das neugierig und offen auf jeden Menschen zugeht. Heidi ist vielleicht genau deswegen eine der bekanntesten Mädchenfiguren der Weltliteratur.

Für Kindergruppen ab 6 Jahren bietet das Service Center Schloss Heidelberg eine einstündige themenbezogene Führung im Anschluss an die »Heidi«-Vorstellungen an. Hierbei werden Elemente des Theaterstückes mit der Schlossgeschichte verbunden.

Preis 3€ pro Kind | 3 Begleitpersonen frei
Kontakt und Buchung Service Center Schloss Heidelberg unter Tel. 06221|65888-0 oder service@schloss-heidelberg.com.

Ich bin Heidi, ich bin Peter – wer bist du?

Eine spielerische Untersuchung von Geschlechterbildern

Johanna Spyri erschuf mit Heidi eine Figur, die auch viele Jahre nach Erscheinen des Romans noch aktuell ist. Warum eigentlich? Weil Heidi kein typisches Mädchen ist? Was ist aber ein typisches Mädchen? Und wie sieht es mit Peter und Klara, Heidis Freunden, aus? In spielpraktischen
Workshops von vier Unterrichtsstunden untersuchen Literaturvermittlerin Evelyn Gangl und Theaterpädagogin Constanze Wohninsland mit Grundschulklassen die Geschlechterbilder aus dem Roman, der Umsetzung im Theater und weiteren Medien.

Für dritte und vierte Klassen, die eine Vorstellung von »Heidi« besuchen.

Die kostenfreien Workshops werden gefördert vom Kinder- und Jugendliteratursommer Baden-Württemberg 2018.

Leitung Evelyn Gangl, Constanze Wohninsland
Anmeldung und Information Constanze Wohninsland constanze.wohninsland@heidelberg.de 06221 | 5835 510

Besetzung

Bilder


Pressestimmen

  • »Mit viel Liebe zum Detail« habe Regisseurin Karin Eppler die Geschichte des Waisenmädchens Heidi inszeniert und zeige, dass der Klassiker heute »kaum etwas an Aktualität eingebüßt« habe, meint Ingeborg Salomon in der Rhein-Neckar-Zeitung (12.06.2018). In »liebevoller« Ausstattung und mit »pfiffiger lautmalerischer Ausgestaltung« sei hier aber vor allem die »großartige Ensembleleistung« zu nennen: Laila Richter verkörpere die Titelheldin »mit viel Temperament und Körpereinsatz«, Lea Wittig entwickele die Figur der Klara überaus »glaubhaft«, Marcel Schubbe bei seinen Rollenwechseln zwischen Peter und Fräulein Rottenmeier zuzusehen sei »ein großes Vergnügen«, Massoud Baygan die Idealbesetzung des Alm-Öhi und auch Silvia Rhode und Stefan Wunder zeigten ihre »bemerkenswerte Wandlungsfähigkeit«.

     

    Regisseurin Karin Eppler zeige in »stimmig angerichteter Kulisse« nicht nur das »reine Rührstück« zwischen Alpenidyll und der Metropole Frankfurt, sondern baue spielerisch auch Themen wie »Erziehungsgrundsätze, Bildungsanforderungen, Gegensätze von Stadt und Land, Zuwendung und Strenge, Freiheit und Zwänge, Vorurteile und deren Überwindung« ein, bemerkt Eckhard Britsch im Mannheimer Morgen (12.06.2018). »Sehr plastisch« seien alle Figuren angelegt, die das Ensemble – auch mit den Rollenwechseln – schön ausfülle. »Glücklich und zufrieden« sei das Premierenpublikum am Ende gewesen.

     

    »Unbedingt« tauge dieser Klassiker noch fürs Theater, schreibt Mirko Weber in der Stuttgarter Zeitung (27.6.2018), würden doch hier Fragen verhandelt, die Grundschüler auch heute angingen, so die Frage nach Geschlechterbildern. Im Englischen Bau werde der Zuschauer »aufs Beste unterhalten, ohne belehrt zu werden«. Entscheidenden Anteil daran hätten neben einem Bühnenbild voll »liebevoller« Details und einigen »gewitzten Musikstücken« die Darsteller, allen voran Laila Richter als Heidi, die die »Balance zwischen kindlichem Überschwang und Charme in der Anpassung« genau wahre und Massoud Baygan als Alm-Öhi wie »aus dem Bilderbuch«. Der Lohn für alle Beteiligten: »Muchsmäuschenstille während der ganzen Aufführung, viel Gelächter und Erkenntnisgewinn. Kurzum: ein echtes Vergnügen.«

Partner und Sponsoren

  • themenbezogene Gruppenführungen durch das Heidelberger Schloss mit freundlicher Unterstützung des Service Center Schloss Heidelberg

  • »Ich bin Heidi, ich bin Peter – wer bist du?« mit freundlicher Unterstützung des Kinder- und Jugendliteratursommers Baden-Württemberg 2018