Pelz_1400x392
Foto Bernhard Mikeska
Schauspiel

In Deinem Pelz

Sa 26.11.2016, 14.00 Uhr

  • Uraufführung
  • Premiere
  • Schauspielprojekt im ehemaligen Gefängnis »Fauler Pelz«

  • Beginn: 14.00 Uhr
  • Dauer: jeder Zuschauer erlebt die Installation über eine Dauer von ca. 60 Minuten
  • Gefängnis »Fauler Pelz«

Was bedeutet eingesperrt sein? Wird der Mensch denn frei geboren? Wer das glaubt, irrt gewaltig. Erst wird er gefangengehalten von älteren, stärkeren Exemplaren der Gattung und an der Ausübung seines freien Willens gehindert – indem er um acht ins Bett muss. Bereits in Kindergarten und Schule wird er mit Seinesungleichen zusammengepfercht, ob er nun will oder nicht. Das Programm setzt sich nahtlos fort in Kasernen, Hörsälen und an Arbeitsplätzen. Mit In Deinem Pelz entwerfen Bernhard Mikeska und Alexandra Althoff einen Abend über das Eingesperrtsein für den »Faulen Pelz«, das historische Amtsgefängnis in der Heidelberger Altstadt. Die einst fortschrittliche Haftanstalt wurde 1847|48 erbaut. Nach fast 170 Jahren ist der nun nicht mehr zeitgemäße Knast, in dem einst knapp 80 Männer und Frauen auf ihren Prozess warteten, endgültig geschlossen.

An drei Marathon-Wochenenden wird das Publikum in den »Faulen Pelz« geführt: Einlass alle 5 Minuten für je einen Zuschauer, rund um die Uhr, zweiunddreißig Stunden lang. Acht Schauspielerinnen und Schauspieler wechseln im Schichtbetrieb einander ab – von Samstag 14 Uhr bis Sonntag 23 Uhr. Einzeln betritt der Zuschauer die Installation und erlebt eine subjektive Reise ins Innere. Er wird an eine Grenze geführt, an der es fraglich wird, ob er nur Beobachter oder schon Teil der Inszenierung ist. In den 8 ½ Quadratmeter großen Zellen sind Erinnerungen eingefangen, schon bald verschieben sich die Grenzen von Fiktion und Wirklichkeit.

RAUM+ZEIT sind die Dramaturgin Alexandra Althoff und der Regisseur Bernhard Mikeska. Seit ihrem ersten gemeinsamen Projekt 2009 im Bockenheimer Depot des Schauspiels Frankfurt arbeiten sie regelmäßig zusammen, unter anderem am Residenztheater München, am Düsseldorfer Schauspielhaus und für das Kunstfest Weimar. Bernhard Mikeska studierte Physik in Heidelberg und Hamburg. Nach der Promotion in theoretischer Physik über komplexe Systeme wechselte er ans Theater. Die Installationen von Alexandra Althoff und Bernhard Mikeska betreiben ein aufregendes Spiel mit der Logik eines konsistenten Raum-Zeit-Kontinuums und der inneren Welt der Wahrnehmung.

Eintritt 16 € | ermäßigt 9,50 €
Nachttarif (1 Uhr bis 6 Uhr) 7 € | ermäßigt 5 €

Gewählter Termin

Sa 26.11.2016, 14.00 Uhr, Premiere

Bilder


Eingang Fauler Pelz; Foto Heinz Holzmann
Barbara Martin (Schließerin, Statisterie); Foto Heinz Holzmann
Christina Rubruck; Foto Heinz Holzmann
Maria Magdalena Wardzinska; Foto Heinz Holzmann
Andreas Seifert; Foto Holz Heinzmann
Anne Schäfer; Foto Heinz Holzmann
Claudia Renner; Foto Heinz Holzmann
Maria Magdalena Wardzinska; Foto Heinz Holzmann
Hendrik Richter; Foto Heinz Holzmann
Nanette Waidmann; Foto Heinz Holzmann
Olaf Weißenberg; Foto Heinz Holzmann
Doris Warzecha (Schließerin, Statisterie); Foto Heinz Holzmann
Angela Vollertsen (Schließerin, Statisterie); Foto Heinz Holzmann
Karolina Muszol (Schließerin, Statisterie); Foto Heinz Holzmann
Beate Kögel (Schließerin, Statisterie); Foto Heinz Holzmann
Hang Mei Le (Schließerin, Statisterie); Foto Heinz Holzmann
Heidi Oßwald (Schließerin, Statisterie); Foto Heinz Holzmann
Ensemble Schließerinnen (Statisterie); Foto Heinz Holzmann

Videos

In Deinem Pelz

Trailer von Thiemo Hehl

Pressestimmen

  • Für SWR2 besuchte Annette Lennartz eine Probe zu In deinem Pelz und sprach mit Bernhard Mikeska und Alexandra Althoff. Ihren Beitrag, gesendet am 25.11.2016 in Kultur Regional, können Sie im Online-Angebot von SWR2 nachhören.

     

    Für SWR4 war Eberhard Reuß bei einer Probe im ehemaligen Gefängnis vor Ort. Seinen Vorbericht, gesendet am 25.11.2016, können Sie hier nachhören.

     

    »Die Aura des beklemmenden Orts mit seinen quietschenden Türen, klappernden Schlüsseln und befremdlichen Ritualen« habe seine Wirkung nicht verfehlt, so Volker Oesterreich in der Rhein-Neckar-Zeitung (26.11.2016). »Das besondere Theatererlebnis« schaffe aber vor allem »tiefere Einsichten ins eigene Ich«.

Partner und Sponsoren