Theater und Orchester Heidelberg
Foto Bart Hess

Tanz

Khôra

von Nanine Linning

    Uraufführung

    Fr 07.04.2017, 19.30 Uhr, ca. 1 Stunde und 20 Minuten 18.45 Uhr Einführung Marguerre-Saal+

Geheimnisvoll erscheint der Ursprung allen Werdens. Unsichtbar birgt er einen Zustand, der bereits alles Potential des Kommenden enthält, selbiges indes noch nicht offenbarend, kaum konturierend. Platon imaginierte diesen Ort, als er über die Entstehung der Welt nachdachte. Jenen prä-schöpferischen Zustand − ein ursprüngliches Chaos, aus dem mithilfe der Elemente Feuer, Wasser, Erde, Luft und Äther die Welt in der Vielfalt ihrer Formen entsteht − nannte er Khôra.

Nanine Linnings Stück ergründet diesen unendlichen Raum der Möglichkeiten und erweckt ihn auf faszinierende Weise zum Leben. Dabei wird die Annäherung an den Ursprung der Schöpfung auch zu einer Reise zu den Wurzeln der eigenen Kreation.

Im synästhetischen Universum von Khôra ist nichts wie erwartet. Ein sich beständig veränderndes Bühnenbild und hypnotisierende Projektionen ziehen den Zuschauer in ihren Bann. Leuchtend rote, essbare Kostüme kreieren einen perkussiven Sound. Sinnliche Choreografien entwickeln eine eigene Bewegungssprache im Spiel mit dem Wesen der Elemente, verströmen einen eigenen Duft. Kleine Kostproben ausgegeben von der Tänzerin im opulenten Wasserfallkleid erzeugen ihrerseits einen faszinierenden Wasserfall-Effekt.

Die Vorstellung mündet in einer Feier des Lebens. Fünf kopfüber hängende Tänzer reichen dem Publikum Sekt, der exklusiv für das Stück kreiert wurde. Die limitierte Anzahl von Vouchern für diese Performance und ein Glas Khôra-Sekt ist an der Theaterkasse erwerbbar.

Für Bühnenbild, Kostüme und Video kooperierte Nanine Linning erneut mit dem Designer Bart Hess. Für die musikalische Umsetzung zeichnet ihr langjähriger künstlerischer Partner Michiel Jansen verantwortlich. Um auch die Sinne Geruch und Geschmack ansprechen zu können, arbeitete die Choreografin mit dem Food Designer Remco Vellinga zusammmen.

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Khôra

Trailer von Juliane Noß

Pressestimmen

  • »Phantastisch, kosmisch, phänomenal« − Linnings Arbeit sei ein »Werk tänzerischer Schöpfungsenergie«, zeigt sich Björn Hayer in der Deutschen Bühne (online, 13.11.2016) begeistert. Mit »tänzerischer Verve« würde der titelgebende Raum in einer »großartigen, multimedialen Inszenierung« erschlossen.

     

    Das »sich Einlassen auf Sinneserfahrungen«, stehe im Mittelpunkt der Choreografie, die vor allem durch die Ausstattung von Bart Hess geprägt werde, schreibt Isabelle von Neumann-Cosel in der Rhein-Neckar-Zeitung (14.11.2016). Neben »wirbelnden Lichtprojektionen« prunkten vor allem seine Kostüme mit »ungewöhnlichen Materialien und überraschenden Effekten«. »Organisch und harmonisch« entwickelten sich die Bewegungen der Tänzer in »wiegenden, wogenden Gruppen« und mit »positiver emotionaler Kraft«. In seinen besten Momenten entwickele der Tanz eine Sogwirkung als »endloser Reigen«.

     

    Mit einem »Erlebnis für alle fünf Sinne« scheine sich die Choreografin »selbst zu übertreffen«, der Abend sei Gegenprogramm zum »brav erzählten Handlungsballett« wie auch »aufregende Alternative zum abstrakten Tanz in nüchternen Trikots«, so Angela Reinhardt in der Eßlinger Zeitung (16.11.2016). Das Bewegungsvokabular bleibe stets in Linnings »stark körperhaftem, erdverbundenem Stil«, werde aber jeweils angepasst an die thematisierten Elemente. Ergänzt werde der Tanz durch eine »genial erdachte Mischung aus Musik, Geräuschen, Kostümen, Projektionen und Licht«. »Grenzenlos« zeige sich die Fantasie der Heidelberger Tanzchefin: »man wünscht manch nüchternem Bewegungsanalytiker unter den Choreografen einen kleinen Hauch dieser bildermächtigen Inspiration«.

     

    Hier würde in der Inszenierung eines »Spiels der Elemente« ein Abend tatsächlich die Bezeichnung »Gesamtkunstwerk« verdienen, so Hartmut Regitz in der Zeitschrift Tanz (12/2016). »Starke Bilder« würde die Choreografie bieten, von Linning auf »assoziative Art« entwickelt: zunächst »skulptural gerundet«, dann eckig und schließlich »kraftvoll drängend, ja nachgerade exzessiv«.

Partner und Sponsoren

  • Die Ausstattung wurde ermöglicht durch die Unterstützung der Produktionspaten:
    Beatrice und Dr. Stephan Bingel | Christa Fleischer | Susanne und Michael Green | Brigitte und Dr. Wolfgang Gutermann | Dr. Wilhelm Herzog | Dr. Irene Lockwald | Margit und Wolf Meng | Gisela Treiber

     

  • Wir danken Herrn Wolfgang Marguerre für die großzügige Unterstützung der Tanzsparte des Theaters und Orchesters Heidelberg

  • Organisation der Produktionspatenschaften

  • Offizieller Fitness- und Gesundheitspartner