Theater und Orchester Heidelberg
Foto Diana Küster

Pussy Riots

von Magz Barrawasser und Florian Heller in der Regie von Magz Barrawasser, Schauspiel Essen

    UraufführungGastspiel

    So 22.04.2018, 18.30–20.00 Uhr Zwinger 3+

Am Morgen des 21. Februar 2012 stürmen fünf junge Frauen in die Christ-Erlöser-Kathedrale in Moskau und verrichten ein Gebet – ein Punk-Gebet. »Mutter Gottes, Jungfrau, verjage Putin!«, rufen sie und fordern damit die ganze Härte eines quasi-autokratischen Staates heraus: Nadeschda Tolokonnikowa und zwei ihrer Mitstreiterinnen werden für die gewaltfreie Aktion wegen »Rowdytum aus religiösem Hass« zu zwei Jahren Arbeitslager verurteilt. Das Urteil schlägt weltweit hohe Wellen. Über Nacht werden aus den aufständischen Punk-Musikerinnen gefeierte Putin-Kritikerinnen. Aber es geht um mehr als Putin, tauchen neben ihm doch auch »Mutter«, »Gott« und »Jungfrau« in der entscheidenden Zeile des Punk-Gebetes auf. Der Kampf der Pussy-Riot-Frauen ist ein feministischer, ein Kampf gegen eine patriarchale Ordnung, in der eine von Männern dominierte Verquickung von Religion und Politik den Ton angibt. Es ist ein Kampf gegen Phallozentrismus, Homophobie und Gender-Normen, die den Alltag nicht nur in Russland fest im Griff haben.

Pussy Riots – Aufstand in drei Akkorden, so haben die junge Regisseurin Magz Barrawasser und der Dramaturg Florian Heller ihre Uraufführung getauft.

Besetzung

Regie Magz Barrawasser | Musikalische Leitung Anke Wisch | Bühne und Kostüme Johanna Denzel | Dramaturgie Florian Heller

Mit Katharina Leonore Goebel, Jaëla Carlina Probst, Silvia Weiskopf

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