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Foto Annemone Taake
Tanz

SILVER

Sa 14.11.2015, 19.30 Uhr

  • Uraufführung
  • Premiere
  • Mit Einführung
    18.45 Uhr
  • Tanzproduktion von Nanine Linning

  • Beginn: 19.30 Uhr
  • Dauer: 1 Stunde und 20 Minuten
  • Marguerre-Saal

Welche Rolle vermag der Mensch noch zu spielen, wenn seine eigene Schöpfung ihm den Rang abzulaufen droht? In der Neuproduktion SILVER thematisiert Nanine Linning die Schattenseiten der wechselseitigen Durchdringung von Mensch und Technologie und hinterfragt das Fortschrittsversprechen, das sich dahinter verbirgt. Zusammen mit ihren 12 Tänzern präsentiert sie einen Entwurf für eine neue körperliche Ästhetik, der die Waage hält zwischen hoffnungsfrohem Zukunftstraum und dunkler Dystopie. Sich mechanisch bewegende Tänzer bevölkern dabei die Bühne genauso wie vermeintlich tanzende Maschinen und fremdartige hybride Wesen, die sich jeglichem Kategorisierungsversuch entziehen und bewusst die Wahrnehmung irritieren. Das für sie charakteristische poetische Bewegungsrepertoire verbindet Linning dabei gekonnt mit Einflüssen aus dem »Popping« zu einer eigenen Tanzsprache zwischen bildgewaltiger Gestik und marionettenhafter Abstraktion. Mensch, Maschine, Roboter, Cyborg, amorphes Hirngespinst aus einer digitalen Welt – sicher ist letztendlich nur das Spiel der Bilder, der Zweifel am Gesehenen und die Faszination des Unbekannten.

Inspiration hierfür findet sie in der Forschungsarbeit prominenter Wissenschaftler in den Bereichen dynamische Systeme und Kybernetik, Klassikern aus der Weltliteratur und ikonischen Werken der bildenden Kunst. Wie zuvor schon für Voice Over und Synthetic Twin arbeitet sie erneut mit Komponist Michiel Jansen zusammen, der dem Dialog zwischen Mensch und Maschine, Kunst und Wissenschaft, Tanz und Technologie ein eigenes musikalisches Klangspektrum verleiht. Im futuristischen Bühnenraum von Designer Bart Hess erschließt sich SILVER als eine gleichsam vertraute wie unheimliche Totalerfahrung.

Gewählter Termin

Sa 14.11.2015, 19.30 Uhr, Premiere

Weitere Termine

Änderungen vorbehalten

Bilder

Dance Company Nanine Linning; Foto Annemone Taake
Demi-Carlin Aarts, Endre Schumicky; Foto Philipp Zinniker
Demi-Carlin Aarts, Endre Schumicky, Dance Company Nanine Linning; Foto Annemone Taake
Demi-Carlin Aarts, Endre Schumicky; Foto Annemone Taake
Emma Välimäki; Foto Annemone Taake
Sebastian Piotrowicz, Dance Company Nanine Linning; Foto Annemone Taake
Demi-Carlin Aarts, Endre Schumicky, Dance Company Nanine Linning; Foto Philipp Zinniker
Emma Välimäki; Foto Philipp Zinniker
Dance Company Nanine Linning; Foto Philipp Zinniker
Dance Company Nanine Linning; Foto Philipp Zinniker

Videos

SILVER

Trailer von Juliane Noß

SILVER

Teaser von Bart Hess

SILVER

Teaser II von Bart Hess

SILVER

Teaser III von Bart Hess

Pressestimmen

  • Für das Kulturmagazin »Kunscht!« des SWR-Fernsehens besuchte Eberhard Reuß eine Hauptprobe von SILVER und sprach mit Choreografin Nanine Linning. Seinen Beitrag, gesendet am 12.11.2015 im SWR-Fernsehen, können Sie in der Mediathek des SWR sehen.

     

    Linning zeige, was passiert, wenn »Humanoide die Fähigkeit zur Selbstoptimierung erlangen«  ̶  dann regiere der »Gott des Gemetzels, der Menschen in Särge stopft«: »Klingt schrecklich, sieht aber sensationell aus«, schreibt Dorion Weickmann in der Süddeutschen Zeitung (23.11.2015). Linning beschreibe die »Selbstentmachtung der Gattung Homo sapiens«, erzähle von einer »scheiternden Vision, weil die Maschinen das Denken, Handeln, Fühlen erlernen.« »Kunst und KI-Design, Improvisation und Innovation – in (…) Heidelberg werden Kreativkomplexe mit den Mitteln des Tanzes verhandelt. Nanine Linning fordert das Publikum durch provokative Bilder.«

     

    »Athletisch kraftvolle«, »hochvirtuos« und »furios getanzte Gruppenszenen« beobachtete Rainer Köhl für das Darmstädter Echo (03.12.2015). Szenerie und Umsetzung des »düsteren Zukunftsszenarios« erinnern den Rezensenten an einen »Horror-Schocker«, die »unheimlichen Begegnungen« mündeten in »mythische, mitunter magische Szenerien, ebenso faszinierend wie abgründig«.

     

    Die Choreografin gehe in einem »rasanten Parcours« der Frage nach, wo wir als Menschen stehen, »wenn wir in der Zukunft jenseits des Menschlichen zu leben versuchen«, schreibt Nora Abdel Rahman im Mannheimer Morgen (16.11.2015). Der Abend zeige »menschliche Kreaturen am Abgrund ebenso wie das von Leichtigkeit geprägte, liebende Verhältnis eines Paars« und »eine von Maschinen gestaltete Welt voller Abhängigkeiten«. »Optimal unterstrichen« würden »Linnings Szenarien mit den bald geschmeidig menschlichen, bald maschinengetreu roboterhaften, bald monströs mutierten Kreaturen« durch den von Michiel Jansen komponierten Soundtrack.

     

    Den »ungleichen Wettbewerb zwischen Mensch und Maschine, den »Konflikt zwischen lebendigen, individuellen, im besten Sinne sterblichen Körpern und immer menschenähnlicheren Robotern, die keine Schwächen kennen« habe Linning in ihrer Choreografie ausgeleuchtet, schreibt Isabelle von Neumann-Cosel in der Rhein-Neckar-Zeitung (16.11.2015). Die »eindrucksvollen und verstörenden Bilder« des Abends seien auch der Ausstattung Bart Hess‘ zu verdanken.

Partner und Sponsoren

Partner und Sponsoren

  • Die Ausstattung wurde ermöglicht durch die Unterstützung der Produktionspaten:
    Stephan Bingel | Christel Fleischer | Brigitte + Wolfgang Gutermann | Margit + Wolf Meng | Gisela Treiber

    und als special sponsor

  • Organisation der Produktionspatenschaften

  • Offizieller Fitness- und Gesundheitspartner