Theater und Orchester Heidelberg
Foto Philipp Zinniker

Tanz

Silver

Tanzproduktion von Nanine Linning

    Uraufführung

    Di 02.05.2017, 20.00 Uhr, 1 Stunde und 20 Minuten Zwolle, Zwolse Theaters

Im Spannungsfeld zwischen maschineller Effizienz und ungezähmter Körperlichkeit. Mit Silver entwirft Choreografin Nanine Linning ein dystopisches Zukunftsszenario, in dem die jetzt schon fühlbare Durchdringung von Mensch und Technologie ihre Vollendung erreicht hat. Sich mechanisch bewegende Tänzer bevölkern die Bühne genauso wie vermeintlich tanzende Maschinen und fremdartige hybride Wesen, sie sich jeglichem Kategorisierungsversuch entziehen und bewusst die Wahrnehmung irritieren. Das für sie charakteristische poetische Bewegungsrepertoire verbindet Linning dabei gekonnt mit Einflüssen aus dem »Popping« zu einer eigenen Tanzsprache zwischen bildgewaltiger Gestik und marionettenhafter Abstraktion. Mensch, Maschine, Roboter, Cyborg, amorphes Hirngespinst aus einer digitalen Welt – Silver trägt sowohl der unheimlichen Faszination für die Ästhetik des Posthumanen Rechnung, als auch der Schönheit des Menschlichen im verzweifelten Kampf um seine schwindende Existenzberechtigung.

Linnings »Versuchsanordnung« über die Frage nach dem Menschen in einer von Technologie dominierten Welt sei »erschreckend aktuell«, so der Befund der Stuttgarter Nachrichten. Die Fachzeitschrift tanz lobte Silver als eine Tanzproduktion, »die man nicht so schnell ad acta legen wird«.

Besetzung

Bilder


Videos

SILVER

Trailer von Juliane Noß

SILVER

Teaser von Bart Hess

SILVER

Teaser II von Bart Hess

SILVER

Teaser III von Bart Hess

Pressestimmen

  • Für das Kulturmagazin »Kunscht!« des SWR-Fernsehens besuchte Eberhard Reuß eine Hauptprobe von SILVER und sprach mit Choreografin Nanine Linning. Seinen Beitrag, gesendet am 12.11.2015 im SWR-Fernsehen, können Sie in der Mediathek des SWR sehen.

     

    Linning zeige, was passiert, wenn »Humanoide die Fähigkeit zur Selbstoptimierung erlangen«  ̶  dann regiere der »Gott des Gemetzels, der Menschen in Särge stopft«: »Klingt schrecklich, sieht aber sensationell aus«, schreibt Dorion Weickmann in der Süddeutschen Zeitung (23.11.2015). Linning beschreibe die »Selbstentmachtung der Gattung Homo sapiens«, erzähle von einer »scheiternden Vision, weil die Maschinen das Denken, Handeln, Fühlen erlernen.« »Kunst und KI-Design, Improvisation und Innovation – in (…) Heidelberg werden Kreativkomplexe mit den Mitteln des Tanzes verhandelt. Nanine Linning fordert das Publikum durch provokative Bilder.«

     

    »Athletisch kraftvolle«, »hochvirtuos« und »furios getanzte Gruppenszenen« beobachtete Rainer Köhl für das Darmstädter Echo (03.12.2015). Szenerie und Umsetzung des »düsteren Zukunftsszenarios« erinnern den Rezensenten an einen »Horror-Schocker«, die »unheimlichen Begegnungen« mündeten in »mythische, mitunter magische Szenerien, ebenso faszinierend wie abgründig«.

     

    Die Choreografin gehe in einem »rasanten Parcours« der Frage nach, wo wir als Menschen stehen, »wenn wir in der Zukunft jenseits des Menschlichen zu leben versuchen«, schreibt Nora Abdel Rahman im Mannheimer Morgen (16.11.2015). Der Abend zeige »menschliche Kreaturen am Abgrund ebenso wie das von Leichtigkeit geprägte, liebende Verhältnis eines Paars« und »eine von Maschinen gestaltete Welt voller Abhängigkeiten«. »Optimal unterstrichen« würden »Linnings Szenarien mit den bald geschmeidig menschlichen, bald maschinengetreu roboterhaften, bald monströs mutierten Kreaturen« durch den von Michiel Jansen komponierten Soundtrack.

     

    Linning erzähle in Silver »keine gefälligen Robotermärchen«, so Hanswerner Kruse in der Fuldaer Zeitung (19.05.2016), vielmehr schaffe sie »mit ihrem Ensemble, fantastischen Lichtspielen und futurologischen Klängen eine bedrückende, traumartige Atmosphäre«, kreiere »assoziativ montierte Tanzbilder« zu einem »exzellenten Traumspiel«, das »Fragen und Widersprüche« mit Mitteln des Tanzes erforsche.

     

    Den »ungleichen Wettbewerb zwischen Mensch und Maschine, den »Konflikt zwischen lebendigen, individuellen, im besten Sinne sterblichen Körpern und immer menschenähnlicheren Robotern, die keine Schwächen kennen« habe Linning in ihrer Choreografie ausgeleuchtet, schreibt Isabelle von Neumann-Cosel in der Rhein-Neckar-Zeitung (16.11.2015). Die »eindrucksvollen und verstörenden Bilder« des Abends seien auch der Ausstattung Bart Hess‘ zu verdanken.

Partner und Sponsoren

  • Die Ausstattung wurde ermöglicht durch die Unterstützung der Produktionspaten:
    Stephan Bingel | Christel Fleischer | Brigitte + Wolfgang Gutermann | Margit + Wolf Meng | Gisela Treiber

    und als special sponsor

  • Organisation der Produktionspatenschaften

  • Offizieller Fitness- und Gesundheitspartner