Theater und Orchester Heidelberg
Foto Annemone Taake

Die Pläne des Englischen Baus gehen vermutlich auf den englischen Architekten Inigo Jones (1573–1652) zurück, einen Bewunderer von Andrea Palladios Bauten, der 1613 in Heidelberg zu Gast war. Auch wenn Jones’ Urheberschaft strittig ist, herrscht unter Fachleuten Einigkeit darüber, dass der Englische Bau als einer der frühesten architekturgeschichtlichen Verteter des palladianischen Klassizismus gelten kann und ein besonderes architektonisches Juwel im Schlossareal darstellt.
Von seiner ursprünglichen Form sind heute nur noch die Außenmauern erhalten. Im Innenraum des trapezförmigen Bauwerkes sind noch die Stockwerkansätze zu erkennen. Die verbliebenen Stukkaturen lassen erahnen, wie prächtig einst die Ausstattung des Renaissance-Baus gewesen sein muss. Der Dachstuhl fehlt ganz und so wird der Spielort zur Openair-Bühne von großer atmosphärischer Dichte.
An den Englischen Bau schließt sich der exponierte Dicke Turm als äußerstes nordwestliches Bollwerk des Schlosses mit fast 40 Metern Höhe und 7 Metern Mauerstärke an.

Im Englischen Bau spielen wir 2018 für Sie

6+
Heidi

nach dem Roman von Johanna Spyri