Preise und Jury

AutorenPreis

Aus allen Einsendungen nominiert das Festivalteam des Heidelberger Stückemarkts die Theaterautorinnen und -autoren des deutschsprachigen Autorenwettbewerbs. Ihre noch nicht uraufgeführten Stücke werden im Rahmen des Festivals in Lesungen präsentiert. Daraufhin vergibt die Stückemarkt-Jury den AutorenPreis des Heidelberger Stückemarkts. Dieser wird gestiftet durch die Manfred Lautenschläger-Stiftung und ist mit 10.000 Euro dotiert. Außerdem wird die Premiere eines der nominierten Stücke das Festival im folgenden Jahr eröffnen.

Internationaler AutorenPreis

Der Internationale AutorenPreis, gestiftet durch das Land Baden-Württemberg, ist dotiert mit 5.000 Euro und wird von der Stückemarkt-Jury an einen der nominierten Theaterautoren des Gastlands vergeben, deren Stücke in Lesungen zu hören sind.

JugendStückePreis

Entsprechend dem KinderStückePreis der Mülheimer Theatertage NRW vergibt der Heidelberger Stückemarkt den JugendStückePreis an eines der drei eingeladenen Jugendgastspiele. Den Preisträger ermittelt die Jury gemeinsam mit einer Expertenschar von theaterinteressierten Jugendlichen ab 14 Jahren. Die Autorin oder der Autor des Gewinnerstücks erhält den mit 6.000 Euro dotierten Preis, gestiftet durch das Heidelberger Unternehmer-Ehepaar Bettina Schies und Klaus Korte. Außerdem wird die Produktion im Rahmenprogramm der Mülheimer Theatertage NRW 2017 gezeigt.

Stückemarkt-Jury

Die Jury für den 34. Heidelberger Stückemarkt besteht aus dem Autor David Gieselmann, der Regisseurin Anne Lenk, der Kritikerin Silvia Stammen, der Dramaturgin Andrea Vilter und dem Heidelberger Chefdramaturgen Jürgen Popig.
Die Jury verleiht den Deutschsprachigen und den Internationalen AutorenPreis sowie den JugendStückePreis.

 

NachSpielPreis

Der NachSpielPreis ist undotiert und mit einer Gastspieleinladung zu den Autorentheatertagen am Deutschen Theater Berlin verbunden. Der Heidelberger Stückemarkt versteht den NachSpielPreis als Ermutigung an jene Theater, die Stücke noch einmal regulär auf den Spielplan zu setzen, welche zu Unrecht wenig beachtet wurden. Neue Stücke drohen oft im Uraufführungshype in Vergessenheit zu geraten – manchmal weil ihr Urheber ein wenig bekannter Jungautor ist oder weil die Uraufführung ihnen nicht gerecht wurde. Der NachSpielPreis möchte darum Theater ehren, die das Risiko eingehen, solche Stücke wieder zur Aufführung zu bringen.

Kuratorium und Jury

Als Kuratorin wählt die Kulturjournalistin Barbara Behrendt drei deutschsprachige Inszenierungen aus, die im Rahmen der Reihe ›Nachgespielt‹ im Festival zu sehen sind. Der NachSpielPreis für die beste Inszenierung wird von der Theaterkritikerin Mounia Meiborg vergeben.

PublikumsPreis

Alle Stücke des internationalen wie deutschsprachigen Autorenwettbewerbs stehen zur Wahl für den PublikumsPreis. Durch schriftliche Abstimmung nach jeder Stücklesung hat das Publikum die Möglichkeit, einen Sieger zu ermitteln. Dieser erhält mit der Ehrung ein Preisgeld von 2.500 Euro, gestiftet durch den Freundeskreis des Theaters und Orchesters Heidelberg.

Scout für das Gastlandprogramm

ist Pavlo Arie. Geboren 1977 in Lwiw (Lemberg), studierte er Kunst, Soziologie und Slawistik
und lebt als Dramatiker, Buchautor und Konzeptkünstler in Lwiw und Köln.
Er war Stipendiat der Biennale Stücke aus Europa 2010 in Wiesbaden sowie am
Internationalen Programm des London Royal Court Theatre, gewann für seine Theaterstücke
zahlreiche Preise und ist als Juror und Kurator für mehrere Theaterfestivals
und literarische Wettbewerbe tätig. Seit 2016 ist Pavlo Arie Intendant des
Nationalen Akademischen Dramatischen Theaters in Lwiw.