Neapel war das Zentrum einer besonders innovativen und glanzvollen Periode der frühen italienischen Oper, deren Meister bis heute nicht ihren gebührenden Platz im Theaterleben gefunden haben. Ihrer werden wir uns in den kommenden Jahren annehmen, angefangen mit Alessandro Scarlattis Marco Attilio Regolo.
In unseren Konzerten werden nicht nur weitere Neapolitanische Meister vorgestellt, sondern auch ihr Einfluss auf musikalische Entwicklungen in anderen Regionen und zu späteren Epochen.
Die Stars der Neapolitanischen Oper waren die Kastraten. Ihr Repertoire wird in unserem Eröffnungskonzert von dem gefeierten Countertenor Franco Fagioli gesungen.
Rubén Dubrovsky wird mit seinem Bach Consort Wien in Barockes Südamerika den höchst interessanten Querbezügen zwischen italienischer Barockmusik und südamerikanischer Volksmusik des 18. Jahrhunderts nachgehen.
Ein besonderes Ereignis wird die Aufführung sämtlicher Sonaten und Partiten für Violine Solo von Johann Sebastian Bach an einem Abend durch die Stargeigerin Isabelle Faust sein.
Zwei berühmte Sängerinnen sind ebenfalls mit Recitals vertreten: Deborah Yorks Konzert Wahnsinnsarien wird um Alessandro Scarlatti und Georg Friedrich Händel zentriert sein, während Stella Doufexis, deren Karriere in Heidelberg begann, einen Bogen von John Dowland bis zu Christian Jost spannen wird.
Im Mittelpunkt des Weihnachtskonzerts mit Musikern des Philharmonischen Orchesters stehen Werke von Johann Sebastian Bach.
Neu und auf die nächsten Jahre angelegt ist die Zusammenarbeit mit der Austria Barock Akademie, deren Stipendiaten zu den besten Nachwuchskünstlern der Barockszene gehören und denen wir in Schwetzingen mit dem Konzert Eine Nacht in Neapel ein Podium für den Start in ihre internationale Karriere geben wollen.
Heribert Germeshausen und Rubén Dubrovsky
Künstlerische Leiter Winter in Schwetzingen