Theater und Orchester Heidelberg
Foto Annemone Taake

4. Kammerkonzert

Alfred Schnittke Sonate Nr. 1 für Violine und Klavier
Toru Takemitsu ›Hika‹ und ›Distance de Fée‹ für Violine und Klavier
Jörg Widmann Streichquartett Nr. 5 »Versuch über die Fuge«
Béla Bartók Streichquartett Nr. 3

Mit Musik von Alfred Schnittke, Toru Takemitsu, Jörg Widmann und Béla Bartók sind im 4. Kammerkonzert vornehmlich Werke der Neuen Musik in kleiner Besetzung zu hören. Während Alfred Schnittke ein Meister der Polystilistik, der rhythmischen Verschränkung und der humorvollen, fast ironischen Zitattechnik ist, klingt der Japaner Toru Takemitsu eher durchsichtig, filigran, mit Anklängen an den Impressionismus Debussys. Gespielt werden Schnittkes Sonate Nr. 1 und Takemitsus Hika und Distance de Fée. Jörg Widmanns Streichquartett Nr. 5 hat den Titel »Versuch über die Fuge«. Es mündet wie viele Stücke mit klassischem Satzzyklus in eine Auseinandersetzung mit der barocken Kontrapunktik in Gestalt einer Fuge. Absichtsvoll tastend will es ein Versuch über die Fuge bleiben – im Dialog mit der hinzugefügten Sopranstimme über den Bibeltext »Fern ist der Grund der Dinge und tief, gar tief; wer will ihn finden?«. Den Abschluss des Konzerts macht das 3. Streichquartett von Béla Bartók. 1927 entstanden, gehört es zu den Hauptwerken seines reifen Stils. In ihm schärfte sich Bartóks Klangsprache mit neuartigem, fantasiereichen Klangkolorit.