Theater und Orchester Heidelberg
Foto Annemone Taake

Biedermann und die Brandstifter

Lehrstück ohne Lehre von Max Frisch

Es knistert und lodert, prasselt und brennt – Brandstifter sind in der Stadt und lassen nachts die Dächer über den Köpfen der brav schlafenden Bürger in Flammen aufgehen. Die Zeitungen berichten: Die Feuerteufel würden sich als Hausierer ausgeben, um Obdach bitten, sich in den Dachböden einnisten und von dort die vernichtenden Brände zünden. Bestenfalls ein wenig leichtsinnig erscheint es da, dass Gottlieb Biedermann, erfolgreicher Haarwasserfabrikant, dem Hausierer Schmitz Quartier auf seinem Dachboden bietet. Auch als dieser gemeinsam mit einem Freund Fässer auf den Dachboden rollt, mit Zündschnüren hantiert und Benzingeruch in jede Ritze des Hauses dringt, verteidigt Biedermann seinen Glauben an das Gute im Menschen. Bis zuletzt kämpft er lachend gegen sein Image des ängstlichen Spießers und gibt – in der Hoffnung, verschont zu bleiben – den Brandstiftern selbst die Streichhölzer in die Hand.

In seinem 1957 verfassten »Lehrstück ohne Lehre« berichtet der Schweizer Schriftsteller Max Frisch von der Entscheidung für den Weg des geringsten Widerstands – mit all seinen vernichtenden Konsequenzen.

Termine

So 3 Dezember
19.00–20.15 Uhr > Zwinger¹

Biedermann und die Brandstifter

Lehrstück ohne Lehre von Max Frisch

Di 5 Dezember
20.00–21.15 Uhr > Zwinger¹

Biedermann und die Brandstifter

Lehrstück ohne Lehre von Max Frisch

Weitere Termine
Mi 6 Dezember
20.00–21.15 Uhr > Zwinger¹

Biedermann und die Brandstifter

Lehrstück ohne Lehre von Max Frisch

Do 7 Dezember
20.00–21.15 Uhr > Zwinger¹

Biedermann und die Brandstifter

Lehrstück ohne Lehre von Max Frisch

Sa 9 Dezember
20.00–21.15 Uhr > Zwinger¹

Biedermann und die Brandstifter

Lehrstück ohne Lehre von Max Frisch

Fr 29 Dezember
20.00–21.15 Uhr > Zwinger¹

Biedermann und die Brandstifter

Lehrstück ohne Lehre von Max Frisch

Fr 19 Januar
11.00–12.15 Uhr > Zwinger¹

Biedermann und die Brandstifter

Lehrstück ohne Lehre von Max Frisch

Mo 22 Januar
19.30–20.45 Uhr > Zwinger¹

Biedermann und die Brandstifter

Lehrstück ohne Lehre von Max Frisch

Di 23 Januar
11.00–12.15 Uhr > Zwinger¹

Biedermann und die Brandstifter

Lehrstück ohne Lehre von Max Frisch

Do 15 März
20.00–21.15 Uhr > Zwinger¹

Biedermann und die Brandstifter

Lehrstück ohne Lehre von Max Frisch

Fr 16 März
11.00–12.15 Uhr > Zwinger¹

Biedermann und die Brandstifter

Lehrstück ohne Lehre von Max Frisch

So 1 April
19.00–20.15 Uhr > Zwinger¹

Biedermann und die Brandstifter

Lehrstück ohne Lehre von Max Frisch

Mo 2 April
19.00–20.15 Uhr > Zwinger¹

Biedermann und die Brandstifter

Lehrstück ohne Lehre von Max Frisch

Termine ausblenden
Änderungen vorbehalten

Besetzung

Bilder


Videos

Biedermann und die Brandstifter

Trailer von Thiemo Hehl

Pressestimmen

  • Die »ausgezeichnete Mischung aus Groteske, Komik, Parodie und trügerischer Realität« mit »schnellem, intensivem Spiel der Darsteller« entwickle »psychologischen Sog« und »beklemmenden Ernst«, berichtet Eckhard Britsch im Mannheimer Morgen (95.12.2016). »Sehr geschickt« sei das Stück auf den unterschiedlichen Ebenen vom Regieteam um Susanne Schmelcher aufbereitet und »plastisch in der Darstellung«, auch durch Toni Landomini, der als »eine Mischung von Moritatensänger und Rapper agiert und kommentiert«. Der Kritiker bilanziert, die »klassische Schullektüre« sei nicht »aus der Zeit gefallen und in Heidelberg absolut sehenswert«.

     

    »Ganz fabelhaft« stelle Steffen Gangloff den Biedermann »zwischen Hasstiraden und Jovialität, zwischen Berechnung und Zweifel, zwischen Wut und Angst« dar, schreibt Heribert Vogt in der Rhein-Neckar-Zeitung (05.12.2016). »Ebenfalls eindrucksvoll« Martin Wißner als »smarter wie lauernder Grusel-Clown« Eisenring und Benedict Fellmer als »stärker diabolisch clownesker Schmitz«. Gesellschaftpolitisch wie kulturell-ästhetisch zeige sich Schmelchers Inszenierung »nahe am Puls der Zeit«, dazu trügen auch Musik und Bühne bei. »Starken Applaus« habe es für den »brandaktuellen« Premierenabend gegeben.