Foto Annemone Taake

Der fliegende Holländer

  • Romantische Oper in drei Aufzügen von Richard Wagner

  • Libretto vom Komponisten

    In deutscher Sprache mit deutschen Übertiteln

  • Dauer: ca. 2 Stunden und 30 Minuten
  • Marguerre-Saal

Einstiger Hochmut verdammt den holländischen Seefahrer seit Jahrhunderten zur ruhelosen Wanderschaft auf den Weltmeeren, nicht sterbend und nicht lebend, ohne Anker, ohne Ziel. Erst die Liebe einer Frau, »treu bis in den Tod«, kann ihn erlösen. So stark wie sein Wunsch nach dieser Frau, so groß ist die Sehnsucht der Kapitänstochter Senta nach dem »Anderen« – verkörpert im Fantasiebild eines Mannes, das ihr heraushilft aus der Enge und Fremdheit ihrer kleinen häuslichen Welt. Sie begegnen einander, ihre Sehnsüchte treffen sich – und mit unbeirrbarer Überzeugung, alle alten Bindungen zerschlagend, folgt Senta ihrem Traum.
»… aus den Sümpfen des Lebens« sei ihm dieses »mythische Gedicht des Volkes so wiederholt und mit unwiderstehlicher Anziehungskraft« aufgetaucht, schrieb Richard Wagner, der mit seinem Frühwerk das Operngenre selbstbewusst in neue Richtungen stieß. Ob es dabei um irrige Erlösungsprojektionen geht oder um die Macht der Fantasie, um Fanatismus oder Opfermut –, in jedem Fall entwirft Wagner das Porträt einer jungen Frau, die sich mit so kraftvoller wie provozierender Unbedingtheit und bis um den Preis des Todes ihrer Überzeugung verschreibt.

Vorgezogener Vorverkauf für die Spielzeit 2016|17
Aufgrund der großen Nachfrage sind bereits jetzt Karten für die Vorstellung am 11.03.2017 um 19.30 Uhr erhältlich. Bitte buchen Sie Karten für diesen Termine an der Theaterkasse, Theaterstraße 10, telefonisch unter 06221 58 20 000 oder online über den Webshop.

Bilder

Wilfried Staber (Daland), Chor und Extrachor des Theaters und Orchesters Heidelberg; Foto Annemone Taake
James Homann (Der Holländer); Foto Annemone Taake
James Homann (Der Holländer), Namwon Huh (Steuermann); Foto Annemone Taake
James Homann (Der Holländer, vorn), Chor und Extrachor des Theaters und Orchesters Heidelberg; Foto Annemone Taake
James Homann (Der Holländer), Namwon Huh (Steuermann), Chor und Extrachor des Theaters und Orchesters Heidelberg; Foto Annemone Taake
Johanni van Oostrum (Senta), Chor und Extrachor des Theaters und Orchesters Heidelberg; Foto Annemone Taake
Pedro Velázquez Díaz (Erik), Johanni van Oostrum (Senta); Foto Annemone Taake
Johanni van Oostrum (Senta), James Homann (Der Holländer); Foto Annemone Taake
James Homann (Der Holländer), Johanni van Oostrum (Senta); Foto Annemone Taake
Johanni van Oostrum (Senta), Ks. Winfrid Mikus (Erik), Chor und Extrachor des Theaters und Orchesters Heidelberg, Statisterie des Theaters und Orchesters Heidelberg; Foto Annemone Taake
Wilfried Staber (Daland, am Tisch), Ks. Carolyn Frank (Mary, am Tisch), Johanni van Oostrum (Senta), Chor und Extrachor des Theaters und Orchesters Heidelberg, Statisterie des Theaters und Orchesters Heidelberg; Foto Annemone Taake
Chor und Extrachor des Theaters und Orchesters Heidelberg, Statisterie des Theaters und Orchesters Heidelberg; Foto Annemone Taake

Videos

Der fliegende Holländer

Trailer von Thiemo Hehl

Pressestimmen

  • Von einer »klugen Inszenierung«, einem »psychologisch feinen Kammerspiel« der Regisseurin Lydia Steier berichtet Rainer Köhl in der Rhein-Neckar-Zeitung (11.04.2016). Johanni van Oostrum als Senta habe »überragendes Format«, im »betörenden Pianogesang« wie auch »hochintensiv im strahlenden Forte«, gezeigt. »Große Momente« habe sie im Duett mit Pedro Velazquez Diaz als Erik gehabt. Lob auch für den Chor und den Extrachor des Theaters wie für die weiteren Solisten: Johannes Schwärsky als Gast in der Titelrolle (»fabelhaft«, »mit imposantem, nachtschwarzem Bassbariton«), Wilfried Staber als Daland (»mit sonorem Bass und verschlagenem Witz«), Namwon Huh (»lyrisch singender Steuermann«) und Carolyn Frank (»treffliche Mary«). »GMD Elias Grandy am Pult des drahtig musizierenden Philharmonischen Orchesters dirigierte einen trefflichen Wagner: voller Drive und packender Stringenz, mit kammermusikalischer Spannkraft und prachtvoll tönend im Tutti.«

     

    Eine »höchst ungewöhnliche Lesart« sei von der Regisseurin vorgelegt worden, schreibt Thomas Weiss in der Allgemeinen Zeitung Mainz (11.04.2016). Lydia Steier beweise einen »genauen Blick auf Gruppenprozesse und Außenseiter«, der »musikalisch überzeugende Chor und Extrachor« werde so auch »darstellerisch enorm gefordert«. »Intensiv und facettenreich zwischen Schwärmerei und Hysterie« habe Johanni van Oostrum ihre Senta gestaltet.

     

    »Heidelberg wirkt besonders, auch als Theaterstadt«, schreibt Hans-Klaus Jungheinrich in der Opernwelt (Juni 2016), hier könne man dem Publikum auch eine »gegen den Strich gebürstete Lesart« anbieten, wie es Regisseurin Lydia Steier mit ihrer Thematisierung »kollektiver Gewalt« tue, während GMD Elias Grandy im Graben die »musikalische Dramatik« der Vorlage »mit Vehemenz« anfache.

     

    Eine »stattliche Aufführung« habe das Orchester unter GMD Elias Grandy »hingelegt«, so Friedeon Rosén im Online-Merker und im opernfreund.de (17.04.2016). Immer wieder gebe es »rasante Zuspitzungen« der Tempi: »selten hat man ›turmhohe Wellen‹ so schäumen gehört«. Pedro Velasquez Diaz zeige einen »stimmlich guten Eric« mit »butterweichen Spitzentönen«, Katrin Adel überrasche als Senta mit einem »dramatisch glänzenden obertönig plastischen Sopran«, der sie »in die höchsten Phrasen getragen« habe.

     

    »Eine spannende, gut durchdachte Neudeutung. Der Besuch der Aufführung sei jedem Opernfreund ans Herz gelegt«, zieht Ludwig Steinbach auf Opernfreund.de (26.04.2016) das Fazit seiner Rezension. Der Kritiker bescheinigt GMD Elias Grandy eine »ausgezeichnete Leistung am Pult« und Regisseurin Lydia Steier eine »durchweg überzeugende und einleuchtende Neudeutung«. James Homann in der Titelrolle habe »darstellerisch große Kraft und Impulsivität« geatmet, und mit seinem »markanten, gut sitzenden Heldenbariton« auch mit »schöner Pianokultur« beeindruckt. Die »vielversprechende« Johanni van Oostrum mit ihrer »schauspielerisch intensiven« Senta und einem »in jeder Lage samtenem Stimmklang und emotionaler Tongebung« legt der Kritiker sogar »Bayreuth ans Herz«.

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