Probenfoto von Annemone Taake

Der Freischütz

  • Romantische Oper in drei Aufzügen von Carl Maria von Weber

  • Libretto von Johann Friedrich Kind nach der Novelle Der Freischütz. Eine Volkssage von Johann August Apel

    In deutscher Sprache mit deutschen Übertiteln

  • Dauer: ca. 3 Stunden, eine Pause
  • Marguerre-Saal

Max steht unter Druck. Ein einziger Schuss muss treffen – sonst erringt er die Hand seiner geliebten Agathe nicht. So war es schon immer, so will es die Tradition. Max aber wird das Bangen um seine Liebe zum Albtraum, und er greift zum Pakt mit dem Teufel: In der Wolfsschlucht lässt er sich magische Kugeln gießen, die nach Maxʼ Willen treffen sollen – die siebte aber lenkt der Satan selbst, und dieser hat Agathe im Visier … Die Angst treibt Max in die düster-spukhafte »Wolfsschlucht« seiner Seele, die das Böse schließlich selbst gebiert: Er flüchtet sich in den Betrug, erntet Missgeschick und Qual – auch für seine Liebste. Beinahe zerbricht die sensible, tief mitfühlende Agathe an seinen verzweifelten Irrwegen.
In die Abgründe der Seele steigt Carl Maria von Weber mit seiner Musik, stürzt aus sanfter Anmut kopfüber in die wildeste Dämonie. Und landete damit bei der Uraufführung 1821 selbst einen triumphalen Treffer: »Ins Schwarze getroffen«, berichtete er stolz. Getroffen hatte er offenbar auch den Geist der Gesellschaft: So sehr identifizierte man sich mit dem Werk, dass es zum Inbegriff der deutschen Nationaloper erhoben wurde; in den biedermeierlichen wie den abgründigen Passagen der Oper schien man sich präzise gespiegelt zu fühlen.