Theater und Orchester Heidelberg
Foto Georg Soulek

Drei sind wir

von Wolfram Höll in der Regie von Valerie Voigt-Firon, Burgtheater Wien

    Österreichische ErstaufführungNominierung NachSpielPreis
    Gastspiel

    Zwinger 3+

Ein junges Paar will auswandern, nach Kanada, weite Landschaften entdecken, sucht Einsamkeit, Besinnung. Das Paar erwartet ein Kind, ein Kind mit einem Chromosom zu viel. Der Arzt macht ihnen keine Hoffnung, dass das Kind mehr als ein Jahr überleben wird. Trotz dieses bevorstehenden Todes reist die Familie, kauft ein Haus, durchlebt mit dem Kind, dessen Name »Frühling« ist, vier Jahreszeiten. Die Großeltern besuchen Frühling, die Familie geht mit ihm fischen, die Urgroßmutter reist an und zeigt Dias ihres verstorbenen Mannes. Frühling wächst, er entwickelt sich. Begleitet von Dany Daniel, dem freundlichen Mann – dem Tod?

Wolfram Hölls präzise strukturiertes, sprachlich exakt komponiertes Stück erhielt den renommierten Mülheimer Dramatikerpreis des Jahres 2016.

Mounia Meiborg, Kuratorin: »Regisseurin Valerie Voigt-Firon versteht Wolfram Hölls Text konsequent als musikalische Partitur. Die drei Schauspieler fungieren als Klangkörper: Sie zerdehnen und zerhacken Worte, sprechen mal chorisch, mal als Solisten. So entsteht ein zarter Abend über Abschied, Warten und Tod mit fast dada-artiger Poesie.«

Besetzung

Regie Valerie Voigt-Firon | Bühne Eylien König | Kostüme Lejla Ganic | Musik und Sounddesign Rupert Derschmidt | Video Alexander Richter | Licht Ivan Manojlovic | Dramaturgie Eva-Maria Voigtländer

Mit Tino Hillebrand, Marcus Kiepe, Marie-Luise Stockinger