Foto Kalle Kuikkaniemi

Hieronymus B.


  • Uraufführung
  • Tanz durch Hölle und Paradies von Nanine Linning

  • Mit Kostümen und Skulpturen von Les Deux Garçons
    Auftragskomposition von Michiel Jansen, weitere Musik von John Dowland, Georg Friedrich Händel, Henry Purcell, Alessandro Scarlatti u. a.

  • Dauer: 2 Stunden und 30 Minuten, eine Pause
  • Marguerre-Saal

Die Bildwerke des Malers Hieronymus Bosch betören und erschrecken zugleich: monströse Fabelwesen durchstreifen die Welt unter loderndem Himmel und vollenden der Menschen dunkles Schicksal. Im Übergang vom Mittelalter zur Renaissance bannte Bosch die Hoffnungen und Ängste seiner Mitmenschen in eine faszinierende Farbigkeit und legte Zeugnis ab von der Zerrissenheit des menschlichen Seins – eines Seins in Zeiten des Wandels zwischen den Trümmern des Vergangenen und der Dämmerung einer ungewissen Zukunft. Die Bewunderung für Boschs Werke, ihre mystische Symbolkraft und packende Sinnlichkeit ist auch heute noch ungebrochen. Sie entlarven die Welt als »Garten der Lüste« oder Schiff voller Narren, doch auch jenseits religiöser Motivik und der sieben Todsünden ist der Mensch in seiner Verletzlichkeit und Körperlichkeit allseits präsent. Nanine Linning ist fasziniert von diesen Welten: Den 500. Todestag Hieronymus Boschs im Jahr 2016 im Blick, katapultiert sie Boschs Kosmos auf der großen Bühne ins Hier und Jetzt. Prachtvolle Unterstützung erfährt das Vorhaben durch das opulente Bühnen- und Kostümbild von Les Deux Garçons, die schon für Requiem die Skulpturen schufen. Die vielseitige und experimentierfreudige Kunst des niederländischen Duos vermag die ambivalenten Visionen des Malers faszinierend aktuell zu übersetzen. In Begleitung des Philharmonischen Orchesters und des Countertenors Artem Krutko setzt Hieronymus B. ein tänzerisches Denkmal, ist lebendiges »Memento Mori«, sinnlicher »Totentanz« und nicht zuletzt eine Antwort auf Linnings »weißes« Requiem an den Grenzen unserer Vorstellungskraft.

Vorgezogener Vorverkauf für 2015|16
Aufgrund der überwältigenden Nachfrage geben wir bereits jetzt drei Vorstellungen der Spielzeit 2015|16 – im März und Mai 2016 – in den vorgezogenen Vorverkauf. Karten für diese Termine erhalten Sie an der Theaterkasse, 06221|5820 000 oder online im Webshop.

Bilder

Szenenfotos
Paolo Amerio; Foto Kalle Kuikkaniemi
Karen Brinkman; Foto Kalle Kuikkaniemi
Eden Orrick; Foto Kalle Kuikkaniemi
Francesca Imoda, Eden Orrick, Paolo Amerio; Foto Kalle Kuikkaniemi
Ting-An Ying (Red Monster), Tanzensemble; Foto Kalle Kuikkaniemi
Kyle Patrick, Jesse Hanse; Foto Kalle Kuikkaniemi
Tanzensemble; Foto Kalle Kuikkaniemi
David Pallant, Jesse Hanse, Mallika Baumann, Tanzensemble; Foto Kalle Kuikkaniemi
Paolo Amerio (Dirty Pig), Tanzensemble; Foto Kalle Kuikkaniemi
Jesse Hanse (Blue Angel), Tanzensemble; Foto Kalle Kuikkaniemi
Dance Company Nanine Linning / Theater Heidelberg; Bühne und Kostüm von Les Deux Garçons; Foto Kalle Kuikkaniemi
Mallika Baumann, Thomas Walschot, Tanzensemble; Bühne und Kostüm von Les Deux Garçons; Foto Kalle Kuikkaniemi

Vorabfotos zur Produktion
Tänzer Thomas Walschot, Foto Erik Spruijt
Foto Erik Spruijt
Jesse Hanse als »Grüner Flötenmann«; Foto Erik Spruijt
David Pallant im »Narrenschiff«; Foto Erik Spruijt
Foto Erik Spruijt
Ting-An Ying als roter Teufel; Foto Erik Spruijt
Kyle Patrick; Foto Erik Spruijt
Mallika Baumann im riesigen Granatapfel; Foto Erik Spruijt
Mallika Baumann als »Dirty Nun«; Foto Erik Spruijt
Paolo Amerio als »Evil Pig«; Foto Erik Spruijt
Eden Orrick als »Fischritter«; Foto Erik Spruijt
Yana Breugelmans als »Mittelalterfrau«; Foto Erik Spruijt

Videos

HIERONYMUS B.

Teaser von Roger Muskee

HIERONYMUS B.

Trailer von Juliane Noß

Pressestimmen

  • Einen »mächtigen Bilderbogen« beobachtete Angela Reinhardt für die Esslinger Zeitung (21.01.2015) und findet es »ziemlich unfassbar, welch gewaltige Bilderfluten (…) Linning (…) mit jeder ihrer starken, nachdenklichen Produktionen aufs Neue entfesselt«. Linning bündele mit ihrer »alle Künste umfassenden Imagination« »die Macht der Bilder, Musik, Tanz und Text zu einem Erlebnistheater der besonderen Art, zu einer mächtigen nächtlichen Phantasmagorie«.

     

    In seiner Rezension für das Magazin »Kultur heute« im Deutschlandfunk (19.01.2015) schreibt Christian Gampert, Linning bringe »Boschs Figurenarsenal (…) relativ perfekt auf die Bühne«. Beeindruckt zeigt er sich von der Leistung des Ensembles: »wie das getanzt ist, mit welcher Kraft und Anmut, Expressivität und manchmal auch Demut, das ist sehr sehr stark«.

     

    »Kunst gebiert Kunst« urteilt Volker Oesterreich in der Deutschen Bühne (Online-Ausgabe; 20.01.2015); Nanine Linning habe Heidelberg »einmal mehr einen Triumph beschert«, wie auch der »frenetische Beifall am Ende« zeige.

     

    In ihrer Rezension für die Reihe Kulturthema (SWR2, Sendung vom 19.01.2015) betont Elske Brault, Linning entdecke »in den Bildern des Hieronymus B. das ewig Menschliche: unser Bestreben, uns in der Welt bequem einzurichten, und die Einengung durch das selbst geschaffene Korsett. Die Tänzer, die Musiker, die zahlreichen kreativen Köpfe dieser Produktion haben in gegenseitiger Unterstützung und Bereicherung eine fantastische Welt geschaffen.«

     

    Linnings Abend sei »beeindruckend und bildstark in seiner ästhetischen Opulenz wie Konsequenz«, schreibt Ralf-Carl Langhals für den Mannheimer Morgen (20.01.2015) und hebt in seiner Rezension besonders den letzten Teil mit »beeindruckendem Tableau«, einem »glänzend choreographierten und getanzten« Männerquintett und einem »überirdisch schön« singenden Counter Artem Krutko hervor.

Partner und Sponsoren

  • Die Ausstattung wird ermöglicht durch die Unterstützung der Produktionspaten.

  • Koproduktion mit der Veranstaltungsreihe Jheronimus Bosch 500 in ’s-Hertogenbosch, Niederlande.