Theater und Orchester Heidelberg
Marco Albrecht; Foto Ludwig Olah

Justizmord des Jakob Mohr

von Eva Kot’átková

Empfohlen ab 16 Jahren

Der Hilfsgärtner Jakob Mohr, geboren in Mannheim 1884 und verstorben 1941 in Paris, saß nach mehreren Gefängnis- und Zuchthausstrafen 1912 bis 1917 in der Heidelberger Universitätsklinik und in der Anstalt Wiesloch ein, weil er sich von übelwollenden Kräften mit Wellen beeinflusst glaubte. Auf seiner Zeichnung stellt er sich als Angeklagten vor einem Gericht dar, bestehend aus einer Reihe von Richtern, Geschworenen und Zeugen der früheren Prozesse, in die er verwickelt war. Sich selbst zeigt er Rede und Antwort stehend, dabei aber beeinflusst von einem »Fernhypnotiseur«, der mit einem Apparat in seinen Händen Mohrs Gedanken kontrolliert.
Die tschechische Künstlerin Eva Kot’átková über ihr Projekt: »Den Ausgangspunkt bilden Ideen und Visionen der Patientinnen und Patienten. Ich übersetze sie quasi in den realen Raum. Die Performance ›Justizmord‹ beschäftigt sich mit einer Zeichnung von Jakob Mohr, der selbst Künstler und Patient in der Klinik war. Er glaubte an die Existenz einer sogenannten Einfluss-Maschine, einen Apparat, der jede seiner Bewegungen, jedes Wort und jede Geste mitbestimmt. Für mich entspricht diese Maschine einer präzisen Beschreibung der beklemmenden Mechanismen gewisser Institutionen und der Mechanismen in unserem Kopf.«

Theater trifft auf Bildende Kunst. Schauspieler*innen des Theaters Heidelberg treffen auf Psychiatrie-Patient*innen und Menschen mit Psychiatrie-Erfahrung. Ein außergewöhnliches Theatererlebnis im historischen Gemeindesaal der Johanneskirche.

Bitte beachten Sie bei Anreise mit einem privaten PKW die eingeschränkte Parksituation am Spielort.

Termine

Sa 15 September
Premiere
20.00 Uhr > Haus der Johannesgemeinde

Justizmord des Jakob Mohr

von Eva Kot’átková

So 16 September
20.00 Uhr > Haus der Johannesgemeinde

Justizmord des Jakob Mohr

von Eva Kot’átková

Weitere Termine
Sa 22 September
20.00 Uhr > Haus der Johannesgemeinde

Justizmord des Jakob Mohr

von Eva Kot’átková

So 23 September
20.00 Uhr > Haus der Johannesgemeinde

Justizmord des Jakob Mohr

von Eva Kot’átková

Mi 3 Oktober
20.00 Uhr > Haus der Johannesgemeinde

Justizmord des Jakob Mohr

von Eva Kot’átková

Do 4 Oktober
20.00 Uhr > Haus der Johannesgemeinde

Justizmord des Jakob Mohr

von Eva Kot’átková

So 7 Oktober
20.00 Uhr > Haus der Johannesgemeinde

Justizmord des Jakob Mohr

von Eva Kot’átková

Do 18 Oktober
20.00 Uhr > Haus der Johannesgemeinde

Justizmord des Jakob Mohr

von Eva Kot’átková

Fr 19 Oktober
20.00 Uhr > Haus der Johannesgemeinde

Justizmord des Jakob Mohr

von Eva Kot’átková

Fr 26 Oktober
Zum letzten Mal
20.00 Uhr > Haus der Johannesgemeinde

Justizmord des Jakob Mohr

von Eva Kot’átková

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Änderungen vorbehalten

Besetzung

  • Regie, Bühne und Kostüme Eva Kot’átková
  • Dramaturgie Jürgen Popig
  • Jakob Mohr Marco Albrecht
  • Mutter Nicole Averkamp
  • Richter Olaf Weißenberg
  • Staatsanwalt Matthias Lamp
  • Statisterie des Theaters und Orchesters Heidelberg
  • Studierende der Theaterakademie Mannheim
  • Patient*innen des Universitätsklinikum Heidelberg
  • Dr. Thomas Röske, Leiter der Sammlung Prinzhorn

Partner und Sponsoren

  • In Zusammenarbeit mit der Sammlung Prinzhorn, der evangelischen Johannesgemeinde Heidelberg-Neuenheim, der Theaterakademie Mannheim und dem Universitätsklinikum Heidelberg, Klinik für Allgemeine Psychiatrie

  • In Kooperation mit dem Institute of Anxiety und Are|are-events.org

  • Gefördert vom Kulturministerium der Tschechischen Republik, dem Deutsch-Tschechischen Zukunftsfonds und dem Tschechischen Zentrum München