Theater und Orchester Heidelberg
Foto Annemone Taake

Kiss me, Kate

Musical von Cole Porter

Buch von Samuel und Bella Spewack nach Der Widerspenstigen Zähmung von William Shakespeare, Gesangstexte von Cole Porter

In deutscher Sprache

Längst sind Lilli Vanessi und Fred Graham geschieden, noch immer aber fliegen zwischen ihnen die Fetzen. Und nun stehen sie auch noch zusammen auf der Bühne – in einem Stück, das politisch höchst inkorrekt Geschlechterkampf verhandelt: Shakespeares »Der Widerspenstigen Zähmung«, in dem Petruchio die kämpferische Katharina rabiat zur gefügigen Ehefrau zurechtstutzt. In diesen Rollen setzen Lilli und Fred ihre Beziehungsgefechte nun auf der Bühne fort; und als auch noch zwei Gangster und Lillis Verlobter auftauchen, wirbeln Theaterspiel und Wirklichkeit vollends durcheinander.
»Schlag nach bei Shakespeare«: Dem Rat der Gangster folgten als erstes die Autoren selbst. In einer »Realhandlung« gespiegelt, verdrehen sie mit frechem Humor und rasanter Musik das 400 Jahre alte Schauspiel, bis es aus den Angeln fliegt.

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Kiss me, Kate

Trailer von Thiemo Hehl

Pressestimmen

  • Ein »raffiniertes Spiel im Spiel« habe Porter aus Shakespeares Vorlage gemacht, schreibt Hans-Günter Fischer im Mannheimer Morgen (27.06.2016). Intendant Holger Schultze wiederum habe »Porters großen Showbiz-Apparat von Anfang an zum Laufen« gebracht, halte ihn »perfekt geschmiert« und habe eine gute Balance gefunden zwischen »boulevardesken Deftigkeiten« und »feiner Ironie«. Zudem werde »sehr gut getanzt«, das Orchester brauche sich nicht zu verstecken und auch die Hauptdarsteller ließen »nichts zu wünschen übrig«: »Im Ganzen bringt der Abend zeitlos gutes Entertainment«.

     

    »Nicht kleckern, sondern klotzen« müsse man bei einem solchen Musical, brauche »Esprit, musikalische Vielseitigkeit, tänzerische Verve und darstellerischen Elan«. Diesen Anforderungen habe sich Regisseur Holger Schultze »mit Schmackes« gestellt und »arrangiere die Talente so, dass jeder individuell glänzen« könne, so Volker Oesterreich in der Rhein-Neckar-Zeitung (27.06.2016). Großes Lob gibt es für alle Sängerdarsteller, das Orchester habe unter Dietger Holm den »vielfarbigen Sound Porters aufblühen« lassen, und in »knallig-bunter bis nostalgischer Kostümschinken-Opulenz« würde die Ausstattung schwelgen, bei all dem behalte der Abend aber die »nötige Leichtigkeit«.