Kleiner Mann – was nun?

Das junge Ehepaar Emma, genannt Lämmchen, und Johannes Pinneberg erwartet ein Kind – aber es sind schlechte Zeiten für Nachwuchs. Die Weltwirtschaftskrise tobt, Pinneberg verliert seine Arbeit als Buchhalter, das Geld ist mehr als knapp und die soziale Würde der kleinen Familie wird auf eine harte Probe gestellt. Hätte Pinneberg sein Lämmchen nicht, würde er höchstwahrscheinlich an den Verhältnissen zerbrechen, aber die junge Frau kämpft unerschütterlich für ihr kleines Glück und hält sich am tiefen Glauben an die Liebe fest. Warmherzig und dramatisch erzählt Hans Fallada von zwei Menschen, die die Hoffnung auf eine bessere Welt nicht aufgeben. Kleiner Mann – was nun? erschien 1932 und wurde ein Weltbestseller, in zwanzig Sprachen übersetzt und mehrfach verfilmt. 2016 erschien erstmals die ungekürzte Originalfassung des Romans. Fast ein Viertel des Textes fehlte in bisherigen Ausgaben, politische Außerungen waren abgeschwächt worden – nun zeigt sich der authentische Fallada – inklusive Charlie Chaplin und Dating in Zeiten von Tischtelefon und Rohrpost.
Regie führt Markolf Naujoks, dessen atmosphärisch-musikalische Theaterabende großen Wert auf das Erzählen legen. In Heidelberg arbeitet er regelmäßig am Jungen Theater, im Schauspiel zuletzt bei Pfirsichblütenglück von Gesine Schmidt.