Theater und Orchester Heidelberg
Le Boléro; Foto Tim Somerset

LJHELM (Le jeune homme et la mort) | Shanghai Boléro

Compagnie Didier Théron, Montpellier | Choreografie Didier Théron

LJHELM (Le Jeune Homme et la Mort) nennt der in Montpellier arbeitende Choreograf Didier Théron seine choreografischen Überlegungen zur Jugend, die im Kampf getötet wird – im ersten Weltkrieg wie in jüngster Vergangenheit im Bataclan. Und so befragt Théron mit seinen drei Tänzern die Geschichte, um sich gegenwärtigen Problemen anzunähern und diese besser zu verstehen. Grundlage seiner Auseinandersetzung bildet das gleichnamige Libretto Jean Cocteaus von 1946, über das dieser sagte: »Es ist ein stummes Stück, in dem ich mich bemühe, die Ausdruckskraft von Worten und Schreien auf die Gestik zu übertragen.« Zu Ravels Musik schafft Théron mit kreisförmigen Läufen und energetischen Sprüngen Bilder, in denen sich persönliche Geschichten der drei jungen Männer, die Geschichte des Tanzes sowie die Historie treffen und überlagern. Ein wilder Lauf, der jegliche körperliche Grenze überschreitet. Ein unaufhörlicher Marathon, bei dem man sich die Fackel weiterreicht, Staffel des Lebens und der Hoffnung. Aufgeben? Niemals. Es ist Tanz, um sich selbst zu übertreffen und über das, was uns belastet, hinwegzukommen.

Shanghai Boléro
Ravels Boléro ist eines der bekanntesten und meistgespielten Stücke der Orchesterliteratur. Fasziniert von dem Platz, den das Stück im kollektiven Gedächtnis – trotz oder gerade aufgrund seiner simplen Kompositionsstruktur einnimmt – treten Thérons Tänzer in einen Dialog mit dem Klassiker der Ballettmusik. Die drei Männer erforschen Bilder des Begehrens, die seit dessen Ballett-Uraufführung mit dem Boléro verbunden sind und und verhelfen ihm durch ihre Körper zu neuem Leben.

 

Didier Théron, geboren in Béziers, Südfrankreich, studierte u. a. bei Merce Cunningham und Trisha Brown. 1987 gründete er seine eigene Kompanie und tourt seitdem weltweit. Seine Arbeiten werden auf internationalen Festivals wie dem Valencia Festival oder dem Hong Kong Art Festival sowie an den richtungsweisenden Tanz- und Theaterhäusern Europas wie The Place in London, am Mousonturm in Frankfurt und am HAU Berlin gezeigt.

Bereits am Sonntag, 25. Februar, findet die Boléro Conference der Compagnie Didier Théron im Choreographischen Centrum statt; der Eintritt ist frei.

Termin

Mo 26 Februar
19.30–20.40 Uhr > HebelHalle | anschl. Publikumsgespräch

LJHELM (Le jeune homme et la mort) | Shanghai Boléro

Compagnie Didier Théron, Montpellier | Choreografie Didier Théron

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Änderungen vorbehalten

Besetzung

LJHELM (Le jeune homme et la mort)
Regie und Choreografie Didier Théron | In künstlerischer Zusammenarbeit mit Michèle Murray | Musik Daphnis et chloé –  Maurice Ravel | Licht Luc Souche, Didier Théron | Kostüme Didier Théron, Michèle Murray

Tänzer Sami Blond, Thomas Esnoult Martinelli, Filipa Correia Lescuyer
Shanghai Boléro
Choreografie Didier Théron | Musik Le Boléro — Maurice Ravel | Dramaturgie Michèle Murray | Licht Catherine Noden

Tänzer Sami Blond, Lorenzo Dallaï, Thomas Regnier, Joan Vercoutere (alternierend)

Partner und Sponsoren

  • Das Gastspiel findet mit freundlicher Unterstützung des Montpellier-Hauses Heidelberg statt.