Rokokotheater Schwetzingen; Foto Florian Merdes

Mitridate

  • Deutsche Erstaufführung
  • Opera seria in drei Akten von Nicola Antonio Porpora

  • Opera napoletana VII

    Libretto von Filippo Vanstriper (1. Fassung) und Colley Cibber (2. Fassung), nach der tragédie Mithridate (1672) von Jean Racine

    In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln

  • Rokokotheater Schloss Schwetzingen

Er war ein misstrauischer Mensch. Um sich abzuhärten, lebte er in seiner Jugend allein in der Wildnis, und gegen einen möglichen Giftmordanschlag wappnete er sich über Jahre hinweg mit der gezielten Einnahme kleiner Dosen tödlicher Substanzen: Mithridates VI. (ca. 134 v. Chr. – 63 v. Chr.), König von Pontos. Auch seinen Söhnen traute er nicht, und in der Oper lässt der zweifelnde Vater seinen eigenen Tod verkünden, um die Sprösslinge zu prüfen. Was er dabei erfährt? Der eine möchte die Herrscherkrone für sich reklamieren, der andere ist der Verlobten des Vaters in Liebe verbunden.
Die letzten Tage des Königs Mithridates sind Gegenstand zahlreicher Opern, von denen Mozarts Vertonung die bekannteste ist. Nicola Antonio Porpora (1686–1768) widmete sich einige Jahrzehnte vor dem Salzburger Wunderkind diesem Stoff und schuf gleich zwei Fassungen: Eine für Rom (1730) und eine für London (1736), mit der er Georg Friedrich Händel direkte Konkurrenz machte und die wir als Deutsche Erstaufführung auf die Bühne bringen werden. Anlässlich des 250. Todestages des Komponisten soll mit diesem Werk der 12. Winter in Schwetzingen eröffnet und der auf sieben Spielzeiten angelegte Zyklus der opera napoletana beendet werden.

Affekt!
Barock-Oper heute – ein interdisziplinäres Symposion
30. November 2017, 01. Dezember 2017

Die Barock-Oper jenseits von Vivaldi und Händel ist auf den Theaterbühnen immer noch eine Rarität. Dennoch – oder gerade deshalb – stellt sich die Frage nach dem praktischen Umgang mit ihr. Im Rahmen des Zyklus zur opera napoletana haben wir uns intensiv mit diesem Themenkomplex beschäftigt, was wir Revue passieren lassen und zeitgleich in eine kritische Auseinandersetzung einbinden möchten. Gemeinsam mit dem Musikwissenschaftlichen Seminar der Universität Heidelberg veranstalten wir ein Doppel-Symposion zu den Themen opera napoletana und Monteverdi-Rezeption, bei dem Experten aus Theorie und Praxis miteinander ins Gespräch kommen.

Zum detaillierten Programm erscheint ein gesonderter Flyer im Herbst 2017.

In Kooperation mit dem Musikwissenschaftlichen Seminar der Universität Heidelberg.

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