Foto Annemone Taake

Peak White − Wirr sinkt das Volk


  • Uraufführung
  • von Kevin Rittberger

  • Dauer: 1 Stunde und 45 Minuten
  • Alter Saal

An fahrbaren Infusionsständern trippeln und schlurfen ein paar alte weiße Männer auf dem Gang eines Pflegeheims. Von wem oder was werden sie gepflegt, wenn die letzte Pflegerin ihren Dienst quittiert? Und wer pflegt die deutsche Kultur, wenn die letzte Burschenschaft der Vergangenheit angehört? Sind die alten weißen Männer die letzten ihrer Art? Ist das Schreckensszenario der Neuen Rechten eingetroffen, der »große Austausch« des Volkes längst vollzogen? Peak White geht Ängsten und Feindbildern nach und versucht, unsere Gegenwart aus der Zukunft zu betrachten. Auf der Suche nach Heimat, Identität und Versöhnung geraten die Figuren in einen Strudel, der kein Innen und Außen mehr kennt.

Kevin Rittberger, geboren 1977 in Stuttgart, arbeitet als Autor und Regisseur oft mit eigenen Texten und Rechercheprojekten, unter anderem am Staatstheater Stuttgart, am Deutschen Schauspielhaus Hamburg, am Deutschen Theater Berlin, am Schauspielhaus Wien und am Schauspiel Frankfurt. 2011 war er für den Mülheimer Dramatikerpreis nominiert. Derzeit kuratiert Kevin Rittberger die Lecture- und Performancereihe Community in Progress am Theater Basel. Die Uraufführung findet als Doppelpremiere mit dem Deutschen Theater Göttingen statt.

Im Anschluss an die letzte Vorstellung am 24. Januar findet ein Publikumsgespräch mit dem Autor und Regisseur Kevin Rittberger statt, zu dem alle Interessierten eingeladen sind.

Bilder

Benedict Fellmer (Etsch); Foto Annemone Taake
Lukas Lonski, Dominik Lindhorst-Apfelthaler, Benedict Fellmer, Sheila Eckhardt, Martin Wißner, Maria Magdalena Wardzinska (Ensemble). Foto Annemone Taake
Benedict Fellmer (Etsch), Dominik Lindhorst-Apfelthaler (Nagel), Sheila Eckhardt (Amsell), Martin Wißner (Elsass), Niclas Ullrich (Chor). Foto Annemone Taake
Martin Wißner (Elsass), Maria Magdalena Wardzinska (Lunov). Foto Annemone Taake
Andreas Uhse (Atlanta), Sheila Eckhardt (Amsell). Foto Annemone Taake
Andreas Uhse (Atlanta), Dominik Lindhorst-Apfelthaler (Nagel). Foto Annemone Taake
Dominik Lindhorst-Apfelthaler (Nagel), Martin Wißner (Elsass). Foto Annemone Taake
Andreas Uhse (Atlanta). Foto Annemone Taake
Andreas Uhse (Atlanta), Dominik Lindhorst-Apfelthaler (Nagel), Benedict Fellmer (Etsch), Maria Magdalena Wardzinska (Lunov). Foto Annemone Taake
Sheila Eckhardt (Amsell), Andreas Uhse (Atlanta), Maria Magdalena Wardzinska (Lunov). Foto Annemone Taake
Maria Magdalena Wardzinska (Lunov), Benedict Fellmer (Etsch). Foto Annemone Taake

Videos

Peak White

Trailer von Thiemo Hehl

Pressestimmen

  • Mehr zu dem Stück finden Sie auch im Beitrag von Intendant Holger Schultze und Schauspieldramaturg Jürgen Popig im Theater heute-Jahrbuch 2016 »Grenzen«, das im September 2016 erschienen ist.

     

    »Beeindruckend« findet Eckhard Britsch das Spiel der Darsteller, zumal ihnen »körperlich viel abverlangt« werde, schreibt er im Mannheimer Morgen (04.10.2016). Martin Wißner, Dominik Lindhorst -Apfelthaler, Maria Magdalena Wardzinska und Benedict Fellmer kröchen, hinkten und röchelten als alte weiße Männer vor sich hin, für »Musik und hintergündige Aktionen« sorgten Lukas Lonski und Niclas Ullrich. Besonderes Lob für die Antagonisten Pflegerin Amsell und Roboter Atlanta: »Sheila Eckhardt und Andreas Uhse überzeugen sehr.«

     

    Dass Rittbergers Stück »unter die Haut geht«, sei das Verdienst des »überzeugenden Ensembles«, schreibt Elisabeth Maier in Theater der Zeit (11/2016). So zeige beispielsweise Andreas Uhse eine »faszinierende Bewegungsstudie«, »grandiose Gefechte« in Wort und Tat lieferten sich Dominik Lindhorst-Apfelthaler und Martin Wißner.

     

    Volker Oesterreich gefällt in der Rhein-Neckar-Zeitung (04.10.2016), dass sich das Ensemble der Kunstanstrengung des Stücks »ganz unangestrengt« stellt: »betörend« flattere Sheila Eckhardt als Pflegeengel über die Szene, »schön ruckend und zuckend« Andreas Uhse als ihr Roboter-Kollege.

     

    Kevin Rittberger arbeite in seinem inszenatorischen Zugriff die »Stärken des Textes« heraus und könne sich auf »ein spielfreudiges Heidelberger Ensemble verlassen«, berichtet Jürgen Berger in der Rheinpfalz (06.10.2016) und in Theater heute (11/2016).