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SPARTAKUS
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Oper in drei Akten von Giuseppe Porsile Musikalische Leitung Michael Form | |
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Mit Camilla de Falleiro, Maraile Lichdi, Annika Sophie Ritlewski, Yosemeh Adjei, Sebastian Geyer, Emilio Pons, Franz Vitzthum
Philharmonisches Orchester Heidelberg
Im Rahmen von WINTER IN SCHWETZINGEN hat die Barockoper einen festen Platz im Spielplan des Heidelberger Theaters erhalten. Zum vierten Mal leisten Michael Form und das in historischer Aufführungspraxis geschulte Philharmonische Orchester mit Mitgliedern des Ensembles und einer Reihe ausgezeichneter Solisten Pionierarbeit und erobern ein Meisterwerk für die Opernbühne zurück.
Die Oper SPARTAKUS des Neapolitaners Giuseppe Porsile entstand zum Karneval 1726 für den kaiserlichen Hof in Wien. Worüber können der Kaiser und sein Hofstaat besser lachen, als über einen aufständischen Sklaven, der sich als Herrscher geriert und dabei als tölpelhafter Tyrann erweist? Zumal am Ende der Oper, wie am Aschermittwoch, die alte Ordnung wieder hergestellt wird.
Porsile stattete die ungewöhnlich differenziert gestalteten Figuren Pasquinis mit weit ausschwingenden Melodien und brillanten Rhythmen aus. Am Ende steht eine der berühmten Wahnsinnsszenen der Opernliteratur. Doch im Ganzen wurde Porsiles SPARTAKUS seit dem Barock noch nicht wieder aufgeführt.
Michael v. zur Mühlen reflektiert in seiner Inszenierung das Scheitern der sozialen Utopien im 20. Jahrhundert. Doch liegt im Zusammenbruch des "real" existierenden Sozialismus nicht auch die Chance, wieder ohne Verbrämung und Dogmen über gesellschaftliche Alternativen nachzudenken?
Michael v. zur Mühlen gab sein Heidelberger Debüt mit Puccinis BOHÈME und inszenierte zuletzt Wagners FLIEGENDEN HOLLÄNDER am Leipziger Opernhaus.



















