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Pressestimmen - RIGOLETTO
rollenspiele
Zu einem wahren Verdi-Fest geriet die Aufführung des „Rigoletto“ im Heidelberger Opernzelt. Einmal mehr erwies sich, dass auch kleine Theater Außergewöhnliches zu leisten imstande sind. Das an diesem gelungenen Abend aufgebotene Ensemble war v. a. in den Hauptpartien hochkarätig. Das begann schon bei Hye Sung Na, die ein Glücksfall für die Gilda ist. Dass der Abend ein großer Erfolg war, verdankt sich nicht zuletzt auch der jungen Joanna Mallwitz am Pult, die eine sehr beachtliche Leistung er-brachte. Sie verfügt über eine gute Schlagtechnik und bewies ein gutes Gespür für die Feinheiten von Verdis Musik. Rasante Tempi anschlagend, zauberte sie mit dem bestens disponierten Philharmonischen Orchester der Stadt Heidelberg einen mitreißenden, nuancenreichen, dynamisch ausgewogenen und von großer Emotionalität geprägten Klangteppich. Da-bei ging sie sehr sängerfreundlich zu Werke. Die Gesangssolisten, die an keiner Stelle zugedeckt wurden, schienen sich unter ihrer umsichtigen musikalischen Leitung sichtlich wohl zu fühlen. Von dieser begabten Dirigentin kann man in Zukunft noch viel erwarten.
deropernfreund.de 21.4.2010, Ludwig Steinbach
Da fliegen die Daunen
[…] nur selten wurde ein komplexes Seelendrama so dinglich und unmittelbar vermittelt, wie dies jetzt im Theaterzelt Heidelberg geschah, der Übergangsstätte für drei Jahre während des Theaterumbaus. Denn das junge Inszenierungsteam um Regisseur Jim Lucassen und den jüngst verstorbenen Ausstatter Jeroen van Eck, dessen Konzeption Anja Koch realisiert hat, hat das krude Drama um Beschützen und Erwachsenwerden, Verletzlichkeit und machtvolle Brutalität, Bosheit und Liebe, Rache und Scham voller Deutungshoheit und unmittelbarer Einsichtigkeit vorgezeigt.
[…]
Gruselig und einsichtig zugleich, Fiktion und doch irgendwie das wahre Leben zitierend. In diesem Tableau bewegen sich die Figuren in intensiver Unterschwelligkeit, so dass das Drama immer stärker wirkt durch jene unnachahmliche Mischung aus Fiktion und Wahrhaftigkeit, die uns immer wieder auf der Bühne berührt.
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Gabriel Urrutia Benet singt mit kernigem Baritontimbre den Rigoletto grandios. […] Wilfried Staber gibt dem Sparafucile saubere Bass-Kontur; seine Schwester Maddalena wird von Carolyn Frank mit komödiantischen Kniffen ausgestattet. Die kleineren Partien sind ebenfalls sehr gut besetzt.“
opernnetz.de, Eckhard Britsch
Ein gelungenes Gesellenstück
Am Pult dieses Abends stand er: Cornelius Meister, Deutschlands jüngster und Heidelbergs genialischer Generalmusikdirektor. Vor ihm: die Damen und Herren des Philharmonischen Orchesters der Stadt Heidelberg, die an diesem Abend aber klangen, als spiele das Orchester der Mailänder Scala, denn: Verdis „Rigoletto“, der auf Notenpulten lag, erklang dermaßen scharfsinnig und scharfzüngig, dermaßen voller Esprit, Schönheit, Tiefe, Verve, Dynamik, Subtilität, Wendigkeit und Differenzierung – möglicherweise hat dieses Orchester noch nie so gut gespielt!
[…]
Auch die Koordination mit den Solisten und dem an diesem Abend großartigen Theaterchor (Jan Schweiger) auf der Bühne klappte […] so gut, dass man noch weitere Superlative bemühen möchte.
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Silke Schwarz, deren Gilda in der Mittellage schlicht wunderschön klang, mit kultiviertem Sitz und edler Gestaltung.
Mannheimer Morgen, 10.11.09, Stefan M. Dettlinger
Ein Abend der brillant gebotenen Musik
[…] der Abend wurde geadelt durch das brillant musizierende Orchester unter der Leitung von Cornelius Meister, der einen flexiblen, aber klar gezeichneten Verdi-Ton realisierte. Behutsam modifizierte Meister die Tempi, die Klangbalance war ausgezeichnet, die Streicher agierten genauso präzise und klangvoll wie die Bläser und das Schlagwerk. Der offene, transparente Klang des flachen Grabens im Heidelberger Opernzelt tut dem Philharmonischen Orchester sehr gut: So differenziert hat man es selten gehört, und auch die Abstimmung mit der Bühne sowie mit dem Chor (Einstudierung: Jan Schweiger) klappte hervorragend.
Rhein-Neckar-Zeitung, 9.11.09, Matthias Roth
Hören Sie hier den Vorbericht des SWR2 von Ines Stricker zur RIGOLETTO-Premiere, gesendet wurde der Beitrag am Samstag, dem 7.11. 2009 im SWR2 Journal am Morgen.

















