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Pressestimmen - 2. Bachchor-Konzert
Glanzvoll wie Christbaumkugeln
Das zweite Bachchor-Konzert mit Adventsprogramm in der Heidelberger Peterskirche – Matthias Friederich beeindruckte mit seiner Oboe
Ganz im Zeichen von Bach stand das Adventskonzert des Heidelberger Bachchors in der Peterskirche. Mit der ersten Kantate aus dem Weihnachtsoratorium begann das Konzert, das Jan Schweiger, Leiter des Heidelberger Opernchors, dirigierte. Einen hellen, frischen Klang aktivierte der Chor, rhythmisch impulsreich und scharf akzentuiert: So liebt es Schweiger, und so hielt er auch die Heidelberger Philharmoniker zu einer animierten Begleitung an. Lieblich, weich und sanft, immer sehr angenehm getönt sang die Altistin BarbaraWerner die Altarie „Bereite dich Zion“, etwas lakonisch und lässig gestaltete Mathias Mann die Bassarie „Großer Herr, o starker König“. Die Sopranistin Anna Nesyba ließ ihre lieblich strahlende, schmiegsame Stimme danach in der Kantate „Süßer Trost, mein Jesu kömmt“ hören. Schlank und rund geformt, mit schöner Färbung verlieh sie dem ganzen Abend beste Glanzlichter. Die in sanft wiegenden Rhythmen entwickelte ruhevolle Beschaulichkeit, kam ihrem Gesang ebenso entgegen wie die Virtuosität des „Magnificat“ D-Dur. Der Lobgesang Marias auf Gottes Größe, das „Magnificat“, inspirierte die Komponisten seit jeher zu eigenen Vertonungen: Orlando di Lasso etwa schrieb deren 100. Für Soli, Chor und Orchester wurde das „Magnificat“ in der Barockzeit besonders gerne vertont. Die große Besetzung suchten die Komponisten, um die Größe und Herrlichkeit des Schöpfers sowie auch seine Macht anschaulich zu machen. Festlich und glanzvoll-rund wie Christbaumkugeln schmetterten die Trompeten den jubelnden Beginn, und der virtuos wogende, tänzerisch belebte Koloraturenschwung des Chors dazu gestaltete die Eröffnungszeile wahrlich erhebend. Der Tenor Henning Klocke, der in der Kantate die schön geformte Lyrik seiner Stimme noch trefflich aussingen konnte, stieß beim „Magnificat“ an seine Grenzen, klang sein Tenor etwas angestrengt und nicht immer ganz sauber in der freilich hochanspruchsvollen Arie „Deposuit potentes“. Kernig prägnant und schlank gestaltete der Bassist hier seine Arie „Quia fecitmihi magna“. Wunderbar entspannt und ruhevoll ausschwingen ließen die Heidelberger Philharmoniker die Begleitung des Duetts „Et misericordia“, in einem Spiel, das hier wie auf Wolken schwebte, und auch manch treffliche Sololeistung sei lobend erwähnt: vor allem Matthias Friederichs wunderbar ausdrucksvolles und eloquentes Oboen-Solo als Begleitung der Arie „Quia respexit humilitatem“. Eine vortreffliche Leistung ist dem Heidelberger Bachchor zu bescheinigen, in den impulsstark verflochtenen Koloraturen von „Omnes generationes“, in dem schön leuchtenden, ruhevoll gestalteten Frauenchor „Suscepit Israel“ ebenso wie in der hymnischen Strahlkraft und leichtgewichtigem Schwung des Schlusschors.


















