Pressestimmen


2. Familienkonzert

Die Geschichte um die Prinzessin auf der Erbse sei von Erzählerin Nelly Sautter und dem Philharmonischen Orchester Heidelberg unter Davide Perniceni »schwungvoll in Szene gesetzt« worden, die »die stimmige Inszenierung« habe große wie kleine Zuhörer »begeistert«, so Ingeborg Salomon in der Rhein-Neckar-Zeitung (13.03.2017): »Begeisterter Applaus für ein engagiertes Orchester, einen pfiffigen Dirigenten und eine witzige Erzählerin.«


1. Jugendkonzert

Das aus »Prä- und Voll-Pubertierenden aus der Metropolregion« bestehende Publikum habe »60 Minuten lang ziemlich konzentriert zugehört«, wenig geschwatzt und »sichtlich Spaß« gehabt, freut sich Ingeborg Salomon in der Rhein-Neckar-Zeitung (20.01.2017). Beim 1. Jugendkonzert habe die Mischung gestimmt: »Mussorgskys eingängiges Orchesterstück ›Bilder einer Ausstellung‹, ein bestens aufgelegtes Philharmonisches Orchester im Freizeitdress sowie GMD Elias Grandy und Malte Arkona, die sich als pfiffige Moderatoren die Bälle zuwarfen.« Der »begeisterte Schlussapplaus« habe gezeigt, dass »das Theater auf dem richtigen Weg ist, junge Menschen mit klassischer Musik vertraut zu machen – gut portioniert und humorvoll verpackt«.


4. Philharmonisches Konzert

Die »Impression des Augenblicks« und das »Spiel mit dem Klang« sah Simon Scherer als roten Faden des Programms, wie er in der Rhein-Neckar-Zeitung (20.01.2017) ausführt. Bei Debussy als »friedvolle Eindrücke«, als »zunehmend verwunschen« anmutende »homogene Klangfläche« mit »behutsamem Taktschlag« des GMD Elias Grandy; bei Sadikovas Cello-Konzert als »extreme Aggressionen, welche die Musik schufen, da sich die groß besetzten Philharmoniker von der ersten Sekunde an in ein wahrhaft zerstörendes Getöse stürzten«. Mit »beispiellosem Einsatz« und »unbeirrtem Willen« hätten Solist Julian Steckel und das Orchester das »komplette Spektrum an Klangerzeugnissen ausgeschöpft«. Bei Mussorgsky habe der Dirigent »höchst akribisch« und »punktgenau« auf alle Effekte der einzelnen Bilder hingearbeitet; sein »sensibles Fingerspitzengefühl« habe sich auf jeden einzelnen Instrumentalisten übertragen – zum Finale habe die »Klangpracht nicht strahlender sein können«.


1. Familienkonzert

»Begeistert mitgespielt« hätte das Philharmonische Orchester unter Olivier Pols bei der Spurensuche von Malte Arkona und Nelly Sautter, schreibt Ingeborg Salomon in der Rhein-Neckar-Zeitung (13.12.2016). In eine »spannende Handlung« sei das Familienkonzert verpackt worden, und den Zuhörern sei »so ganz nebenbei die Welt der Instrumente und Töne« nähergebracht worden. »Begeisterten« Applaus habe es am Ende des Konzertes gegeben, nachdem der »engelngleiche Kinderchor« gemeinsam mit dem Publikum für vorweihnachtliche Stimmung gesorgt habe.


Mozart-Requiem

»Konzentriert und betont rhythmisch« habe das Philharmonische Orchester unter GMD Elias Grandy musiziert, der »ausdrucksstark artikulieren« ließ, so Matthias Roth in der Rhein-Neckar-Zeitung (07.11.2016). Der »raue, volle Klang« der Naturposaunen habe das Konzert geprägt: »Da wurden Höllenschlunde hörbar im Dies Irae und die schrecklichen Gewalten des himmlischen Königs am Tag des Jüngsten Gerichts offenkundig.« Der Chor des Theaters und Orchesters sei durch Ines Kaun »bestens vorbereitet« worden, besonders der Sopran habe sich »strahlend entfaltet«.


2. Philharmonisches Konzert

Weinbergs »gestische, erzählende Musik« erleichtere dem Hörer das Verstehen, »besonders, wenn sie so lebendig gespielt wird wie vom Heidelberger Orchester unter Mirga Gražinytė-Tyla«, die vom Pult aus die »Musiker zu Höchstleistungen« angespornt habe – so der Mannheimer Morgen (host, 28.10.2016). Mozarts Violinkonzert, ein »Werk von unbegreiflicher Schönheit«, habe auch von der Solistin profitiert, die das Publikum mit »wunderbar schönem, blitzsauberem Ton« habe beigeistern können. Bei Haydn habe die Dirigentin die dynamischen Kontraste des Werkes »radikal ausgereizt«, mit »immer wieder überraschenden Wirkungen«: »Joseph Haydn, ein Meister der musikalischen Überraschung, hätte seine Freude daran gehabt.«

 

»Das hatte absolutes Weltformat, und das Heidelberger Publikum lag ihr zu Füßen« – so das Fazit von Matthias Roth in der Rhein-Neckar-Zeitung (28.10.2016). In diesem Konzert habe das Publikum staunen können: nicht nur über die Leistung der Dirigentin und die wenig bekannte Musik sondern »vor allem über das Philharmonische Orchester, das den ganzen Abend mit wirklich großen Solieinlagen brillierte«. Schostakowitsch habe Mirga Gražinytė-Tyla »mit schroffen Wechseln zwischen juvenilem Aplomb und plötzlich unsagbar tiefgehendem Seelenschmerz interpretiert«; sie halte jederzeit »alle Fäden in der Hand«, habe aber auch »eine klare Vorstellung« von den Werken und könne diese offensichtlich vermitteln, dazu komme eine »körperliche Präsenz am Pult, eine Körpersprache, die jeden Musiker auf der Stuhlkante sitzen lässt«. Lob gibt es vom Kritiker auch für Artist in Residence Lena Neudauer, die ihrer Geige »zarteste und betörend saubere Töne auch in hoher Lage« entlockt und Mozart »delikat und anrührend« interpretiert habe.


1. Bachchor-Konzert

Von einem »wirklich packenden Erlebnis« und »eindrucksvollem« Konzert berichtet Jesper Klein in der Rhein-Neckar-Zeitung (27.10.2016); sowohl Chor als auch Orchester und Solisten hätten »überzeugt«. Der groß besetzte Chor habe vor allem im Kyrie und im Gloria eine »meisterhafte Darbietung« gezeigt, begleitet vom »präzise arbeitenden Klangkörper« des Orchesters: »Es war eine mitreißende Interpretation, die unter Kabitz‘ energischem Dirigat durch perfekt ausbalancierten, homogenen Chorklang bestach.«


1. Philharmonisches Konzert

»Voller Elan« habe William Youn sein Spiel bei Tschaikowskys 1. Klavierkonzert eröffnet, habe sich dann »tief hineinversenkt in die innig gestalteten ruhevollen Momente« und sich mit dem Dirigenten »völlig eins gewusst«, so berichtet Rainer Köhl in der Rhein-Neckar-Zeitung (30.09.2016). »Passioniert wie konzentriert« hätten die Philharmoniker musiziert, sich bis zur finalen Chaconne bei Brahms zu »Hochform« gesteigert: »Große Verdichtungen schürte Grandy, beugte sich immer wieder tief nach unten, um alles herauszuholen aus diesem Brahms, der mitunter fast explodierte vor Glut und Leidenschaft. Großer Beifall und Bravi am Ende für den GMD und das Orchester.«


3. Schlosskonzert: Symphonic Cinema Classics

Einen »filmreifen Auftritt« mit »großer Filmmusik« habe Dietger Holm mit dem Philharmonischen Orchester Heidelberg hingelegt, so Hans-Günter Fischer im Mannheimer Morgen (23.07.2016). Akustisch komme die »Sache auf den Punkt«, zudem hätten Holms Ansagen an solchen Abenden »inzwischen Kultcharakter«, und auch diesmal habe er die Besucher »nicht enttäuscht«.

 

»Mitreißende Klassiker der Filmmusik« in einem »unterhaltsamen Abend« erlebte Sebastian Jutisz und schreibt in der Rhein-Neckar-Zeitung (23.07.2016) weiter, die Musiker hätten bekannte Soundtracks »sehr stimmungsvoll« präsentiert. »Mal tänzerisch und verspielt, mal bedrohlich und düster« seien die Melodien dem Besucher im Ohr geblieben. »Entertainer-Qualitäten« habe Dietger Holm bei seiner »humorvollen und lässigen« Moderation bewiesen.

 


4. Bachchor-Konzert

»Sängerisch« sei man an diesem Abend »wirklich voll auf seine Kosten gekommen, und das in vielerlei Hinsicht«, berichtet Simon Scherer in der Rhein-Neckar-Zeitung (14.06.2016). Der Heidelberger Bachchor habe sich »in Bestform« gezeigt, und die Solisten mit ihren »höchst unterschiedlichen Stimmcharakteren« hätten »in schier grenzenlosem Farbenreichtum« eine »große Bandbreite an Facetten der Sangeskunst« offenbart. Als »zuverlässiger Partner des Bachchores«, habe sich unter GMD Elias Grandy der »aufgeräumte und ausbalancierte Orchesterapparat« präsentiert, genau in der »richtigen dynamischen Dosis« hätten die Musiker die Sänger begleitet.


8. Philharmonisches Konzert

Ein »Fest der guten Laune« erlebte Matthias Roth und berichtet in der Rhein-Neckar-Zeitung (04.06.2016), es sei dem Orchester gut gelungen, bei Regers Lustspiel-Ouvertüre die »Spritzigkeit und Farbigkeit der Instrumentation« herauszustellen. »In höchstem Maße musikalisch eloquent« mit »präziser und ausdrucksstarker Artikulation« hätte sich das Solisten-Trio in Beethovens Tripel-Konzert gezeigt, ihnen zuzuhören sei »eine Wonne« gewesen  ̶  »dynamisch sensibel und höchst aufmerksam« habe Elias Grandy die Interaktion des Orchesters und der Solisten gesteuert. Mit »schier unbändigem Elan«, mit »souveräner Gelassenheit und ansteckendem Schwung« schließlich Beethovens 7. mit Grandy als »treibendem Motor«: »Ein fulminantes Finale.«


7. Philharmonisches Konzert

Eine »wunderbare Interpretation« von Schuberts 5. mit »munterem Aplomb, seidigen Kantilenen und Bläserglanzlichtern« sowie »jugendlichem Charme«, hätte das Philharmonische Orchester Heidelberg unter GMD Elias Grandy präsentiert – so Marie-Theres Justus in der Rhein-Neckar-Zeitung (29.04.2016). Die »ungeheuer dichte Partitur« von Schönbergs Pelleas und Melisande sei von Grandy mit »großer Gestik gedeutet« worden: »Energetisch steuerte er durch die Tutti-Passagen, ließ jedoch auch den betörend schönen Soli von Englisch Horn und Bass-Klarinette Raum zum Atmen.«

 

Der Mannheimer Morgen (29.04.2016) berichtet: Nach der »heiteren Unbeschwertheit« in Schuberts 5. Symphonie habe Elias Grandy in Weberns Passacaglia den »mächtigen Orchesterapparat« mit »energischer Zeichensetzung auf Touren und in steile Serpentinen« gebracht. Mit Schönbergs Pelleas und Melisande schließlich habe sich das Orchester auf die »unberechenbaren Wellenbewegungen eingelassen, die rauschhaft und mit Lust ins Gehör des Publikums« gedrungen seien: »Eine echte Tragödie – und ein beglückendes Konzerterlebnis.«


6. Philharmonisches Konzert

Ein »Poet am Klavier« sei William Youn, zeige »differenzierteste Anschlagskunst« und großen »Nuancenreichtum«, bemerkt Matthias Roth in der Rhein-Neckar-Zeitung (18.03.2016). Nils Mönkemeyer als zweiter von »zwei musikalischen Zauberern« habe mit »flexiblem Ton« die Kontrapunktik Bachs »präzise herausgearbeitet«. Seine Verzierungen seien ebenso »delikat gesetzt wie geschmackvoll angebracht: Ein fabelhafter Musiker.« Der »emphatischen Gangart« des Dirigenten Mikhel Kütson sei das Orchester bei Sibelius mit »großer Hingabe« gefolgt: »Besonders im Finale mit seinem die Welt umarmenden Bläserthema blühten die Heidelberger Philharmoniker auf und beschlossen dieses Konzert mit einer zuversichtlichen, versöhnlichen Geste.«


3. Kammerkonzert

Matthias Roth berichtet, Artist in Residence Lena Neudauer habe César Francks späte Violinsonate »verträumt und gezügelt in ihrer Erregtheit« gestaltet. Besonderes Lob des Kritikers der Rhein-Neckar-Zeitung (14.03.2016) gab es für die Interpretation von Brahms‘ Sextett op. 36: »Klanglich ausgeglichen aber kontrapunktisch differenziert war dieser Viersätzer ein reines Vergnügen. Feurig, sehnsuchtsvoll und durchdacht bis in die kleinste Phrase. Bravi für alle.«


2. Familienkonzert

In eine »Traumwelt voller Helden und Überraschungen« sei das Publikum von Massoud Baygan und dem Philharmonsichen Orchester entführt worden, berichtet Sebastian Jutisz in der Rhein-Neckar-Zeitung (11.03.2016). Massoud Baygan habe die Kinder begeistern können und sehr humorvoll aus Zwischenrufe aus dem Publikum reagiert – so bringe Helden auf dem Notenblatt »auch Erwachsene zum Schmunzeln«.


5. Philharmonisches Konzert

»Überzeugend« habe White Wind Waiting die Preiswürdigkeit der Komponistin nachgewiesen, meint Eckhard Britsch im Mannheimer Morgen (26.02.2016). Die »wunderschönen, fragilen, kristallinen Klänge« seien ihm »sehr nahe gegangen« und unter Anleitung des Dirigenten hätten Orchester und Solist Stephan Schmidt Czernowins Partitur »mustergültig, ja großartig interpretiert«. Vier Toteninseln von Johannes Kalitzke lote »über vielfältige Klangfarben menschliche Zerrisenheit aus« – es habe »Tiefe, Substanz, musikalische Gedanklichkeit und ist eine Offerte ans Hören!« Mit diesem »außerordentlichen Konzertabend« habe das Philharmonische Orchester erfolgreich »Eigenwerbung« betrieben und »seine Wertigkeit bewiesen«.

 

Einen »starken Eindruck« hinterließ das Konzert bei Matthias Roth, wie dieser in der Rhein-Neckar-Zeitung (26.02.2016) schreibt. Die Solisten hätten – wie auch das Orchester und Dirigent Johannes Kalitzke – »ihre ganze Kompetenz« gezeigt. Bei White Wind Waiting seien die Klänge »kaum fasslich, aber dennoch von diffuser Leuchtkraft«. Besonders beeindruckend fand der Kritiker die Solokadenz des Gitarristen, dessen Part »durchaus virtuos« war.


4. Philharmonisches Konzert

»In großer Stringenz«, »mit berauschenden Tutti-Höhepunkten und glühender Hymnik« sei GMD Elias Grandy mit Strauss‘ Don Juan in den Konzertabend gestartet, berichtet Rainer Köhl in der Rhein-Neckar-Zeitung (29.01.2016). Als »exzellenter Solist« habe sich Nils Mönkemeyer mit Bartóks Viola-Konzert erwiesen, der »sonore Eloquenz in seinen Part brachte, sein Instrument herrlich singen ließ«. »Fabelhaft sicher« habe Grandy dann den »großen Orchesterapparat« im Wunderbaren Mandarin geführt, mit »starken Soli« hätten die Bläser geglänzt, und neben »dem Schroffen, Kantigen eröffneten die Heidelberger Philharmoniker die Perspektive zu wunderbaren impressionistischen Stimmungen und verruchter lyrischer Sinnlichkeit«. Mit Strauss‘ Till Eulenspiegel habe Grandy zum Abschluss des »umjubelten Abends« »eine turbulente und hochvirtuos vorangetriebene Burleske« inszeniert, den Musikern alles abverlangt »an Virtuosität, schuf Adrenalin pur«: »Und doch hat man bei aller furiosen Verve, die hier aufgefahren wird, nie den Eindruck, dass es dem Dirigenten um den bloßen Knalleffekt geht, vielmehr ist es Leidenschaft pur, was Grandy umtreibt.«


Weihnachtskonzert

»Viele feine Spezialitäten« habe die »hoch engagiert aufspielende Truppe« um Konzertmeister Thierry Stöckel vorbereitet, schreibt Rainer Köhl in der Rhein-Neckar-Zeitung (22.12.2015). Einmal mehr habe die »Lebendigkeit begeistert«, die das Ensemble in die Musik brachte: »Tänzerische Leichtigkeit und Esprit, erfrischend sonorer, knackiger Klang: die Werke von Vivaldi & Co. gewannen feine, erregende Fahrt und mitreißenden Drive.« Solistin Rinnat Moriah als »strahlender, fabelhalft singender Adventsstern« habe das Publikum »fasziniert und immer wieder jubeln« lassen.


3. Philharmonisches Konzert

Mit »enormer Klangpracht« habe Pianist William Youn das Klavierkonzert zelebriert, gemeinsam mit den in »berauschender Spiellaune musizierenden Philharmonikern«, schreibt Simon Scherer in der Rhein-Neckar-Zeitung (18.12.2015). »Punktgenau« habe Dirigent Constantin Trinks in der Tschaikowsky-Sinfonie gearbeitet, zunächst mit einem »kaum zu bremsenden« Orchester mit »herrlich voluminösem Blechsound«, dann mit einem Andantino, dass »beinahe zu Tränen rührte«, und schließlich dem »spürbar aufgeheizten Finale«: »Der frenetsiche Applaus war voll gerechtfertigt.«


1. Piccolokonzert

Mit einer »glitzernden Winterlandschaft« und musikalisch »ruhigen Tönen« sei das Publikum beim 1. Piccolokonzert »verzaubert« worden – so Ingeborg Salomon in der Rhein-Neckar-Zeitung (30.11.2015). »Sehr aufmerksam« hätten die kleinen Zuhörer den Musikstücken mit Klavier, Cello und Horn gelauscht, bevor dann gemeinsam mit Theaterpädagogin Nelly Sautter eine Adventskerze zusammengesetzt und Bühnenraum und Instrumente erkundet werden konnten. »›Schööön‹, kommentiert ein Junge im Hinausgehen. Da hat er recht, auch aus Erwachsenensicht.«


Sonderkonzert: Mozart-Messe

Das Konzert habe sich ihm besonders ins Gedächtnis gebrannt, schreibt Matthias Roth in der Rhein-Neckar-Zeitung (16.11.2015), zum einen aufgrund der »außerordentlichen musikalischen Darbietung«, beispielsweise in der »pointierten Ausdrucksstärke« und erschütternden »rhythmischen Prägnanz« des »Qui tollis«: ein »Aufschrei«, mit dem Mozart an den »Grundfesten des Weltgebäudes« rüttele. Potenziert worden sei dieser starke Eindruck durch die Nachrichten des späteren Abends. Die Musik entwickele hier auch in der Nachwirkung eine »seltsam bewegende Macht«: »Sie eint und tröstet, macht aber auch bewusst, was es zu verteidigen gilt.« Unter Grandys musikalischer Leitung sei die »Musik zur Klangrede« geworden, eine »in ihrer Präsenz monumentale und in ihrer musikalischen Architektur klar umrissene« Interpretation mit dem »bestens präparierten« Philharmonischen Orchester, auch der Chor habe »ein beeindruckendes Potenzial« demonstriert.


1. Lunchkonzert

Von einer komplett ausverkauften und hörenswerten Lunchkonzert-Premiere berichtet Matthias Roth in der Rhein-Neckar-Zeitung (04.11.2015): »Im Viola-Konzert (…) war Nils Mönkemeyer als Solist zu hören, und allein dies rechtfertigte schon den Verzicht auf das Mittagsessen.« Mönkemeyer habe »in lockerer Entspanntheit« demonstriert, »dass die Bratsche durchaus kein Stiefkind der Streicherfamilie ist. Die helle Leichtigkeit seines Tons verzückte genauso wie seine Virtuosität.« Vor allem habe die »Beseeltheit« seines Spiels eine nicht alltägliche »Qualität des Musizierens« gezeigt. Lob des Kritikers auch für das Orchester und Elias Grandy: »Die Philharmoniker glänzten in bester Spiellaune, und die Akustik des Probensaals ist prägnant und differenziert, so dass Konzerte dort ein wahres Hörvergnügen sind. Da capo!«


Beitrag für SWR4 zum 1. Lunchkonzert

Eberhard Reuß besuchte für SWR4 das 1. Lunchkonzert und sprach mit Elias Grandy und einigen Konzertbesuchern. Seinen Beitrag, gesendet am 03.11.2015 im SWR4 »Kurpfalz-Radio« können Sie hier nachhören.


2. Philharmonisches Konzert

Mit Blick auf das Cello-Konzert von Edward Elgar schreibt Simon Scherer in der Rhein-Neckar-Zeitung (30.10.2015), mit Ariane Matiakh habe das Orchester eine Dirigentin gefunden, »die sich hervorragend darauf verstand, auf engstem Raum solch gewaltige Gefühlswallungen auszukleben, für die ihr ein herrlich voluminöser Blechschall zur Seite stand«. Solist Julian Steckel habe sich mit »wunderbarer Lockerheit in der Bogenhand gerade den kleinen Schattierungen in entlegenen Nischen mit Hingabe« gewidmet. Zuvor hätten die »bestens aufgelegten Philharmoniker« mit Webers Euryanthe-Ouvertüre »einen frischen und unverbraucht saftigen Gesamtklang« mit »jeder Menge Spielfreude« präsentiert.


1. Kammerkonzert

Für die Rhein-Neckar-Zeitung (21.10.2015) besuchte Simon Scherer das 1. Kammerkonzert und schreibt, der junge Pianist William Youn sei mit den Musikern des Philharmonischen Orchesters »zum Trio oder Quartett verschmolzen«: »Absolut harmonisch überlagert in Brahms H-Dur-Trio eine Stimme die andere, in einem einzigen Fluss voller Zuversicht und Optimismus steht sich jeder gleichwertig gegenüber. Keinerlei Hierarchie besteht hier. Youn fördert mit weichen Anschlag ein sehr ausgereiftes Klangideal zutage«. Im Es-Dur-Quintett von Schumann habe das Domin Quartett »einmal mehr seine Geschlossenheit beweisen können, ähnlich wie das Publikum im überwältigenden Applaus«.


1. Philharmonisches Konzert

In seiner Interpretation von Schostakowitschs 10. Symphonie sei es Grandy gelungen, »den beinah halbstündigen Ersten Satz mit berstender Energie aufzuladen, den Klang explodieren zu lassen«, schreibt Matthias Roth in der Rhein-Neckar-Zeitung (02.10.2015). Im zweiten Satz habe er »›Stalins Antlitz‹ mit fettem Pinsel, aber scharfen, gepfefferten Rhythmen, den gespenstischen Walzer im Dritten dagegen mit feinem Haarstrich« gezeichnet. »Groß« sei der Jubel gewesen, und habe die Musiker mit eingeschlossen, »besonders die Solisten an Klarinette, Flöte, Horn, Englischhorn, Fagott oder Violine«. Mit »blitzsauberer Intonation und schönen Rubati« habe Lena Neudauer zuvor Brahms‘ Violinkonzert interpretiert, vom Orchester unter Grandy »aufmerksam mitgestaltet«.


1. Familienkonzert

»Wirkungsvoll kombiniert wurden die Werke von Dvorak, Saint-Saëns, Humperdinck und weiteren Tonsetzern zelebriert vom Philharmonischen Orchester unter der kompetenten Leitung von Robert Farkas«, schreibt Heide Seele in der Rhein-Neckar-Zeitung (28.09.2015). Die Zuschauer aller Altersgruppen hätten »aufmerksam gelauscht«, sich aber auch über die turbulenten Aktionen und Späße auf der Bühne sehr amüsiert: »Das Konzert mit dem Titel ›Maximal verzaubert?‹ sollte wiederholt werden.«


Porträt des neuen GMD im Musikmagazin des SWR2

Anlässlich seines Debüts als Generalmusikdirektor in Heidelberg sendete der SWR2 ein Porträt von Elias Grandy. Den Beitrag von Claudia Bathe, ausgestrahlt am 17.09.2015 im Musikmagazin SWR2 Cluster, können Sie hier nachhören.