Komponist für Heidelberg

 

Georg Friedrich Haas

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Foto Substantia Jones

Georg Friedrich Haas wurde 1953 in Graz geboren, verbrachte seine Kindheit in Vorarlberg, in den Bergen – eine Landschaft und eine Atmosphäre, die ihn nachhaltig geprägt haben. Georg Friedrich Haas ist international bekannt und anerkannt als ein hoch sensibler, fantasiereicher Erforscher der Innenwelt der Klänge. Mit ganz wenigen Ausnahmen schreibt er mikrotonale Stücke, deren magische Klangwelt den Hörer in Rausch versetzt. Für die Salzburger Festspiele 1999 hat er unter dem Titel Jenseits der zwölf Halbtöne einen »Versuch einer Synopse mikrotonaler Kompositionstechniken« unternommen. Während Haas in jedem Werk Neuland betritt, ist seine Musik zutiefst in der Tradition verwurzelt. Aus einer tiefen Verbundenheit zum Beispiel mit Schubert entstand Torso, eine Orchestrierung der unvollendet gebliebenen Klaviersonate in C-Dur, D 840. Mozart hat er in … sodaß ich’s hernach mit einem Blick gleichsam wie ein schönes Bild … im Geist übersehe geehrt. Das Cellokonzert, wie auch Wer, wenn ich schriee, hörte mich … für Schlagzeug und Ensemble sind Beispiele auch für Haas’ politische Haltung und die Ohnmacht, deren er sich als Komponist schmerzlich bewusst ist. Ein fantasiereicher, in seiner Musik das Neue wagender Komponist, ein verantwortungsvoller, politischer Mensch, Georg Friedrich Haas ist heute einer der wichtigsten europäischen Komponisten. Seit September 2013 ist er Professor für Komposition an der Columbia Universität New York.

Georg Friedrich Haas ist Komponist für Heidelberg der Spielzeit 2016|17.

Die Heidelberger Opernsparte bringt Haas‘ im November 2015 mit großem Erfolg in London am Royal Opera House Covent Garden uraufgeführte Oper Morgen und Abend als Zweitinszenierung in der Regie von Ingo Kerkhof heraus, der bereits 2013 mit der Zweitinszenierung von Wolfgang Rihms Dionysos bei Publikum und Presse einen großen Erfolg erzielte.

Außerdem ist Georg Friedrich Haas das 2. Sängerporträt am 19. Februar 2017 gewidmet.

Morgen und Abend

Oper von Georg Friedrich Haas

Mi 08.02.2017, 19.30 Uhr Marguerre-Saal

wie stille brannte das Licht …

Georg Friedrich Haas und Robert Schumann
Sängerporträt im Rahmen der Tage der Neuen Musik

so 19.02.2017, 11.00 Uhr, Alter Saal