Sammlung Prinzhorn
- Uraufführung
- Premiere
- von Christoph Klimke
- 18.00 Ausstellungseröffnung Matthias Maaß im Foyer
- Beginn: 19.30 Uhr
- Dauer: 1 Stunde und 45 Minuten, keine Pause
Opernzelt
Johann Kresnik ist wieder da! Kresnik entwickelte seine bahnbrechende Idee eines modernen choreografischen Theaters von 1979 bis 1989 als Ballettdirektor am Theater Heidelberg. Jetzt, nach über 20 Jahren, kehrt er zurück – mit einer Inszenierung, die Schauspiel und Tanz, bildende Kunst und Musik verbindet zu einem einzigartigen Gesamtkunstwerk: Sammlung Prinzhorn über den Arzt und Kunsthistoriker Hans Prinzhorn.
Prinzhorn kam in den 20er Jahren an die Psychiatrische Klinik der Universität Heidelberg. Hier sammelte er über 5.000 künstlerische Arbeiten von Patienten psychiatrischer Anstalten in ganz Europa. Die Sammlung sollte schon damals zu einem Museum ausgebaut werden und die Bedeutung der Kunst psychisch kranker Menschen dokumentieren. Stattdessen wurde sie 1938 in der NS-Ausstellung »Entartete Kunst« gegen die Kunst der Moderne instrumentalisiert und geriet nach dem Zweiten Weltkrieg in Vergessenheit. Erst von 1980 an wurde die Sammlung restauriert, katalogisiert und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht – unter Mitarbeit von Johann Kresnik.
Rahmenprogramm zu Sammlung Prinzhorn
Am 7. Februar um 19.30 Uhr eröffnete die Heidelberger Stadtbücherei ihre Schau »Johann Kresnik - Die Heidelberger Jahre 1979-1989« mit Originalzeichnungen und Fotodokumentationen seines choreografischen Theaters. Die Ausstellung läuft noch bis 21. April 2012.
Öffentliche Führungen im Museum Sammlung Prinzhorn
Das Museum Sammlung Prinzhorn, Voßstraße 2, 69115 Heidelberg, bietet jeden Mittwoch um 18 Uhr und jeden Sonntag um 14 Uhr eine (kostenlose) öffentliche Führung durch das Museum und die Ausstellungen an.
Termin
Weitere Termine
Besetzung
- Regie und Choreografie Johann Kresnik
- Bühne Marion Eisele
- Kostüme Erika Landertinger
- Musik James Reynolds
- Dramaturgie Christoph Klimke | Jürgen Popig
- Prinzhorn Andreas Seifert
- Vater / Brendel / Arzt 4 Olaf Weißenberg
- Mutter / August Neter Christina Rubruck
- Hannah Koettgen / Erna Hoffmann / Else Blankenhorn Evamaria Salcher
- Schwester / Eva Jones / Litschan Hoffmann Natalie Mukherjee
- Klotz / Moog / Orth (Double 1) / Arzt 3 Michael Kamp
- Pohl / Beil (Double 2) / Arzt 5 Steffen Gangloff
- Arzt 1 / Ludwig Klages Benedikt Crisand
- Knüpfer / Welz (Double 3) / Arzt 2 Florian Mania
- Tanz Emilie Assayag | Johanna Berger | Harald Beutelstahl | Charlie Fouchier | Philipp Schumacher | Osvaldo Ventriglia | Yoshiko Waki | Krzysztof Zawadzki | Eckhardt Döring
- Statisterie des Theater und Orchester Heidelberg
- Mitglieder des Philharmonischen Orchester Heidelberg
Pressestimmen
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Für Hans Prinzhorn sind es nur noch wenige Sekunden, bis das Eis bricht. In der letzten Szene des „Choreografischen Theaters“ von Johann Kresnik ruft Prinzhorn, vom Ensemble in die Luft gehoben, diese Warnung in den Raum. Nicht nur sein Leben steht 1933 auf dünnem Eis – auch das Treiben außerhalb der Spitalwände geht Zeiten entgegen, die dem Tod bringenden Einbrechen auf dünnem Eis entsprechen. (…)tanznetz.de, Nora Abdel Rahman, 22.2.2012
Kongenial projiziert Kresnik zusammen mit seiner Bühnenbildnerin Marion Eisele Ausschnitte aus den Arbeiten dieser zehn Meister-Künstler und einer weiteren Künstlerin, Else Blankenhorn, auf die Bühnenwand. Am Beginn von „Sammlung Prinzhorn“ blickt man auf eine mit Silberfolie behängte Wand, die im Laufe des Stücks immer neue Zeichen – Augenpaare, Figuren, Objekte und Strukturen – vorstellt. Vor dieser Zeichenwand spricht der Schauspieler Andreas Seifert als Prinzhorn seinen fiebrigen Text: Mal mit sich selbst, mal im Dialog mit Patienten, Freunden, Ärzten, seinen Ehefrauen und Geliebten oder seinen Eltern. Kresnik fädelt die Figuren um Prinzhorn Szene für Szene ein. Dazwischen tanzt ein Bewegungschor, der im „choreografischen Theater“ von Kresnik nicht fehlen darf. (…)
Ein doppeltes Heimspiel ist „Sammlung Prinzhorn“, einmal für Kresnik und einmal für sein Thema. Von 1979 bis 1989 hatte der für Provokationen sorgende Tanz- und Theatermacher Kresnik die Leitung der Heidelberger Ballettsparte inne. Hier entwickelte er seinen Stil und formte sein von ihm sogenanntes „choreografisches Theater“. Nach über 20 Jahren ist er jetzt wieder da mit einem Stück über eine Figur und eine Geschichte, die sich in Heidelberg vor nicht ganz 100 Jahren ereignete. Viel Applaus erntete Kresnik auf der Premiere von einem Publikum, das sich auf den Heimgekehrten freute und sich zu erinnern wusste: An eine stilbildende Dekade mit Produktionen, die perverse Auswüchse im politischen wie im sozialen Geschehen an außergewöhnlichen Persönlichkeiten deutlich machte. (…) Hans Prinzhorn und seine Sammlung ist für Heidelberg und für Kresnik ein thematischer Volltreffer. Er vereint die Abgründe politischer Verirrungen durch das Dritte Reich mit der sozialen Anteilnahme eines Arztes an der Kunst und der Poesie von Geisteskranken. -
Alles, was entsorgt werden soll, landet mit lautem Krachen im Graben vor der Bühne: metallisch klirrende Klinikbetten, umgestoßene Bauzäune, ganz nebenbei auch eine bunt angeschmierte Tänzerin, kopfüber nackt in einen Plastiksack gestopft – entartete Kunst, entsorgt von einem steifen NS-Mann. Es sind solch beiläufig grausamen Bilder, die Johann Kresniks Uraufführungs-Inszenierung der „Sammlung Prinzhorn“ zu einem eindringlichen Abend machen (...). (...)Die Deutsche Bühne, Ulrike Lehmann, Februar 2012
Einige dieser Bilder werden im Heidelberger Opernzelt auf ein Bühnenprospekt aus geknitterter Alufolie projiziert (Bühne: Marion Eisele), ganz beiläufig quillt der harmlose Farbschwall in die übliche Drastik der Kresnik’schen Inszenierungssprache. Noch immer birst sein choreografisches Theater von Nacktheit und Krach, doch verkommt die Provokation nicht zum Selbstzweck, sondern wird zum Sinnbild pathologischer Qualen – etwa wenn eine Gruppe von Tänzern ein brutal-quietschendes Stampfballett auf Metallspikes (!) hinlegt oder wenn dutzende Patienten apathisch im Rhythmus umherschlürfen, weiße Laken hinter sich herziehend. Psychiatrie heißt, nicht aus einem vergitterten Raum zu können, weniger noch aus der eigenen, schmerzenden Haut. Das unterstreicht die dumpfnervöse Live-Musik von James Reynolds.
Rein tänzerische Szenen bleiben Einsprengsel, hier ein geschlechtervertauschter Stepptanz, dort ein marschierender Trupp. Erzähler und Handlungstreiber ist Hans Prinzhorn in persona: Der Schauspieler Andreas Seifert opfert sich vollends auf (...), er redet und röchelt, kleidet sich aus und an, und aus – in einem Wechselspiel von Arzt und Patient, als der er am Lebensende in einer Münchner Klinik selbst dem Hohn der Kollegen ausgeliefert ist. (...)
Besonders eindrücklich gelingen jene Episoden, in denen Prinzhorn auf ehemalige Patienten wie den suizidgefährdeten Knüpfer trifft, der seinen religiösen Größenwahn beängstigend ausspielt (Florian Mania). Oder solche, in denen Prinzhorn, selbst depressiv, sich in die Arme seiner verflossenen Frauen zurückträumt. Im Schlussbild wird er, übervatergleich, von der nackten Masse in die Höhe gestreckt, hinausgetragen. Es ist das Verdienst dieser sehenswerten Produktion, dem Innenleben des Hans Prinzhorn nahe gekommen zu sein, einem Getriebenen zwischen den Wissenschaften im vergeblichen Kampf um Anerkennung und Nähe. -
Dass wir den Sammler und Verfechter der berühmten Heidelberger "Sammlung Prinzhorn" nun im Opernzelt wiedersehen, ist Johann Kresnik zu verdanken, der zur Choreographie und Inszenierung von Christoph Klimkes Uraufführung zurück an den Neckar kam. Ein Abend, der viel Vorfreude weckte und Intendant Holger Schultze allein schon der Idee wegen Lorbeer bringt. Die ist nämlich glänzend (...).Mannheimer Morgen, Ralf-Carl Langhals, 20.2.2012
(...) Bauzäune sperren die Kranken auf Marion Eiseles offener Bühne, die sich kongenial in das provisorische Opernzelt fügt, von der "gesunden" Welt da draußen ab. Kresnik reißt sie selbstverständlich ein, zusammen mit den bekletterten und betanzten Eisenbetten krachen sie in den gigantischen Graben, aus dem sich später ein Bierdosengewitter der Patienten auf die Ärzte entladen wird. Tänzerinnen und Tänzer (unter ihnen Kresniks einstiger Protagonist Harald Beutelstahl), ein furioser zehnköpfiger Bewegungschor, Bodypainting, ein Musikerquintett, neun Schauspieler sowie flächig projizierte Werke schizophrener Bildner demonstrieren eines: Man ist sehr nah dran am Gesamtkunstwerk.
(...) Andreas Seifert (...) spricht und spielt den Arzt wie den Patienten mit Inbrunst und Empathie. Auch seine "Lebensgefährten" leisten Großes (vor allem Natalie Mukherjee, Evamaria Salcher, Bendikt Crisand und Florian Mania) (...).
Ein großer Abend für Heidelberg (...). Wenn die Tänzer mit Steigeisen auf Metallplatten scharren, als Burschenschaftler steppend und buckelnd in Richtung Hitler-Gruß marschieren oder im Revueformat den Tanz auf dem Vulkan jener Zeit vollführen, sind Qualität und Kraft zu spüren, die Kresnik immer noch hat. Wie ein Frühlingsopfer wird Prinzhorn in einem starken Schlussbild von Pflegern und Mitpatienten durch die monumentale Silbertür getragen. Was sich dahinter verbirgt, wissen wir nicht, macht uns aber ebenso schaudern wie das, was ab 1933 mit den Patienten und ihrer Kunst passierte. -
Kresnik-Uraufführung: Nackter Wahnsinn stürmisch umjubeltFocus Online/dpa, Christian Jung, 19.2.2012
Der 72-jährige Schöpfer des "Choreografischen Theaters" und provokative Regisseur ist nach über 20 Jahren an seine alte Wirkungsstätte zurückgekehrt: das Heidelberger Theater. Nach 120 Minuten erhält am Samstagabend seine Uraufführung des Stücks "Sammlung Prinzhorn" stürmischen Beifall. In dem spartenübergreifenden Werk wird das Leben des Heidelberger Psychiaters und Kunsthistorikers Hans Prinzhorn (1886-1933) erzählt. Der von Andreas Seifert gekonnt gespielte Kunstsammler trifft dabei als Typhuskranker in zehn Fiebertraum-Episoden auf seine Eltern, Frauen, Kollegen - und auf die talentiertesten Künstler-Patienten seines Lebens. (...) In das sehenswerte Alufolien-Bühnenbild von Marion Eisele werden in der Folge immer wieder verschiedene Bilder aus der Sammlung projiziert. -
Der Abend hat noch gar nicht begonnen, da sind schon die zauberhaftesten, verstörendsten Begegnungen möglich mit einem Maß von Fremde, das von nun an und für den Rest vom theatralischen Exkurs Thema bleiben wird. Sonderbare Typen begegnen der Theaterkundschaft – sauber, ordentlich, geradezu chic, freundlich und zuvorkommend in jeder Hinsicht; aber er redet wirklich vollkommen zusammenhangloses Zeug, der junge Mann, der sich da gerade auf dem Herrenklo erleichtert hat. Seine Worte sind durchaus zugänglich, ihr Sinn aber nie – oder verstehen wir nur nicht die (vielleicht) poetische Grammatik, die das Geplapper formt? Na, da müsse er ja wohl noch ein wenig Text lernen, pflaumt ihn ein Theatergänger an – und der Junge fängt mit größter Selbstverständlichkeit von vorne an, will offenkundig erklären, was und wie er spricht und denkt. Wir werden ihn nie verstehen – Hans Prinzhorn, 1886 im westfälischen Hewer geboren und 1933 an Typhus gestorben, hat Leute wie ihn verstanden. Ein bisschen wenigstens. (...) Der Zwei-Stunden-Abend vor Kulissen wie aus Stahlgewittern (...) hängt nicht oft durch, und die Mischung aus Schauspiel, Dokumentation und ein bisschen Tanz bekommt Kresnik auch gut. (...) es tut angesichts der sonst überall grassierenden Langeweile ganz gut zu wissen, dass es so einen wie diesen Kresnik und seine Phantasien noch gibt.nachtkritik, Michael Laages, 19.2.2012
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Marion Eiseles raffiniertes Bühnenbild, ein Rundhorizont aus silberglänzenden Elementen, reflektiert das Licht geheimnisvoll und dient als Projektionsfläche für die surrealistischen, naturalistischen und kunstvollen Bilder von Prinzhorns „Meistern“, wie er respektvoll seine Kranken nannte. (…) dem Regisseur Kresnik (fallen) immer noch faszinierende Bilder ein: der Regen aus Getränkedosen, die auf die Bühne prasseln, das echte Feuer, das ein Bild auffrisst, oder der schwarze Todesvogel, der Shakespeare zitiert; der Katafalk schließlich aus den Bildern der Kranken, auf dem Prinzhorn wie zur Verbrennung emporgehoben wird und nochmals sein Glaubensbekenntnis ins Publikum brüllt, bevor er stirbt.Eßlinger Zeitung, Angela Reinhardt, 31.03.2012
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Es ist, in jeder Hinsicht, ein typischer Kresnik-Abend. Der Choreograph und Regisseur setzt gern auf ein außergewöhliches Leben (…) einen groben Theaterkeil. Kresniks Mittel sind nicht leise, dezent, subtil, er schätzt die klare politische Aussage. Das Blut, Die Nacktheit. Die Politik. Die Lautstärke. Umso besser, wenn’s wehtut. (…)Frankfurter Rundschau, Sylvia Staude, 22.2.2012
Es gibt einen Bewegungschor aus Tänzern und Statisten, aber die Theaterelemente überwiegen. Kresniks/Klimkes Prinzhorn (der Schauspieler Andreas Seifert) stirbt an Typhus. In Halluzinationen begegnet er einigen seiner zehn „Meister“, die er für herausragend hielt. Dazu seinen Eltern und Frauen (…). Da zeichnet sich die Nationalsozialistische Schreckensherrschaft mehr als nur ab. Was er denn glaube, was mit den Produzenten dieser „entarteten Kunst“ bald geschehe, wird Prinzhorn von Arztkollegen in einer der Szenen spöttisch gefragt. Es wird klar, dass der Mediziner die wahre Natur des Nationalsozialismus nicht erkannte. Es mag eine gewisse Gnade des frühen Tods gewesen sein, dass Hans Prinzhorn 1933 starb.
Eine locker-halluzinatorische Struktur hat diese Bühnen-„Sammlung Prinzhorn“. Auf den rückwärtigen Silberfolien-Vorhang werden im Wechsel einige der künstlerischen Werke projiziert. Man bekommt Lust, sie sich einmal wieder im Original anzusehen. -
Augen, Ohren, Grips und Gefühl werden knapp zwei pausenlose Stunden lang sinnlich attackiert. (...) Schauspieler, Tänzer und Musiker sind stark gefordert. James Reynolds hat ihnen einen Soundtrack beschert, der sich mal mit schrillen, dissonanten Klängen ins Nervenkostüm sägt, der stellenweise wagnert, Rummelplatzgefühle evoziert oder in Schellackatmosphäre die Zeit der großen, tanzbeinschwingenden Revuen der Golden Twenties heraufbeschwört.Rhein-Neckar-Zeitung, Volker Oesterreich, 20.2.2012
Hans Prinzhorn, der in äußerster nervlicher Anspannung von Andreas Seifert gespielt wird, starb 1933 im Alter von nur 47 Jahren an den Folgen einer Typhuserkrankung in einem Münchner Krankenhaus. Am Scheideweg zwischen Leben und Tod, zwischen den Aufbrüchen der Weimarer Zeit und den Vorahnungen auf den NS-Terror blickt er vom Krankenbett aus zurück auf sein Leben.
Christoph Klimke hat dem Ensemble ein schwieriges, teils auch sperriges Textkonstrukt in den Mund gelegt, collagiert aus biografischen Protokollen, kurzen Dialogszenen, wissenschaftsprosagesättigten Zitaten aus Prinzhorns Hauptwerk und Textproben von Psychiatrie-Patienten aus der Prinzhorn-Sammlung. Letztere legen zwischen Dada, Surrealismus und düsteren Visionen die eigentümlichsten Seelenschattierungen der Figuren bloß. Dabei wird klar: Prinzhorn ist als Psychiater und Kunstexperte ein Gefangener seiner eigenen melancholisch-depressiven Gemütsverfassung. (...) Rund zwei Dutzend Krankenhausbetten, ein Gitter im Vordergrund und der Rundhorizont aus rechteckigen Alufolien (Bühne: Marion Eisele) signalisieren, dass alle in einer geschlossenen Anstalt stecken. Die Grenzen zwischen „krank“ und „normal“, zwischen Genie und Wahnsinn sind aufgehoben. (...) Zum Schlussapplaus versammelt sich eine halbe Hundertschaft auf der Bühne und lässt sich vom Publikum feiern. -
Ein von Andreas Seifert glänzend und überzeugend gespielter Hans Prinzhorn lässt im Fieberwahn auf dem Sterbebett sein Leben Revue passieren. Die Darstellung des Geschehens als Traum erklärt und rechtfertigt so manche dramaturgisch wirksame Verzerrung der realen Lebensgeschichte Prinzhorns. (…) Als Gesamtkunstwerk betrachtet vermittelt die Aufführung dennoch einen tiefen Eindruck von der Not geistiger Umnachtung und der Menschen, die mit ihr umzugehen haben. Stürmisch feierte das Publikum am Ende Regisseur und Darsteller mit anhaltendem Beifall.Iserlohner Kreisanzeiger und Zeitung, Dieter Voss, 29.2.2012
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Eberhard Reuß hat Johann Kresnik für das SWR-Fernsehen bei den Proben begleitet. Seinen Beitrag, gesendet am 20. März in der Landesschau Baden-Württemberg, können Sie in der Mediathek des SWR ansehen.
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Einen Beitrag des Rhein-Neckar-Fernsehens zu Johann Kresniks Arbeit an Sammlung Prinzhorn können Sie im Videoportal des RNF ansehen.
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Der Kulturzeit-Tipp von Rebecca Hack zu Sammlung Prinzhorn wurde am 20.2.2012 in der Sendung Kulturzeit auf 3sat gesendet. Den Beitrag können Sie in der 3sat-Mediathek ansehen.
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Einen Bericht von Eberhard Reuß über Johann Kresniks Rückkehr nach Heidelberg und die Kresnik-Ausstellung der Stadtbücherei Heidelberg können Sie hier anhören. Der Beitrag wurde am 7. Februar im SWR gesendet.
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Ein Gespräch mit Johann Kresnik über seine Arbeit an Sammlung Prinzhorn wurde am 17. Februar um 7.45 Uhr im Kulturgespräch des SWR2 Journal gesendet. Das Gespräch können Sie hier anhören.














