Bild von Benedikt Acker
Konzert

3. Familienkonzert

So 6.05.2012, 11.30 Uhr
  • ab 6 Jahren
  • Wilfried Hiller
    Der Josa mit der Zauberfiedel

    Tänze auf dem Weg zum Mond
    für Erzähler, Solovioline
    und kleines Orchester
  • Beginn: 11.30 Uhr
  • Opernzelt
Der ein wenig zu klein gewachsene Köhlerssohn Josa hat eine einzigartige Gabe: Durch sein wunderschönes Geigenspiel kann er alles schrumpfen und wachsen lassen, nur nicht sich selbst. Doch er hat ein Ziel: Er will für seinen Vater den Mond verzaubern! Er macht sich mit seinem Instrument einmal zart und leise, einmal tänzerisch beschwingt auf eine abenteuerliche Reise dorthin, wo der Mond die Erde berührt. Josa begegnet den Ärmsten mit seiner Musik hilfsbereit und lehrt sogar einen habgierigen König das Fürchten.

Besetzung


Pressestimmen

  • Die Musik stand im Mittelpunkt. So soll es sein bei einem Konzert, auch wenn es für Kinder konzipiert ist. Beim gestrigen 3. Familienkonzert im Heidelberger Opernzelt konnte sich der junge Nachwuchs für die Klassikevents von morgen ganz auf das Hören konzentrieren und hatte sichtlich Spaß an der Geschichte. (…) Timothy Schwarz leitete mit präzisem Schlag die ausgezeichnet disponierten und sensibel musizierenden Philharmoniker. A.P. Zahner als Erzähler mit bekannt schnörkelloser Diktion hatte sich wieder bei der Vor- und Aufbereitung der Geschichte viel Mühe gemacht. Da Josa ein Köhlersohn ist, erklärte er eingangs diesen einstigen Beruf und zeigte in Bildern, wie die Schichtungen der im Märchen erwähnten Holzkohle aussahen. Das trug zum Verständnis der Handlung viel bei, und verständnisfördernd waren auch die Projektionen aus dem Janosch-Buch. Der winzig kleine Josa, Sohn vom großen, starken Jeromir, kann mit der ihm von einem Vogel geschenkten Fiedel Menschen wie Tiere wachsen oder schrumpfen lassen, je nachdem ob er das Zauberlied vorwärts oder rückwärts spielt. Die Botschaft von der Macht der Musik, die sogar die Gestalt des Mondes beeinflussen kann, ist denn auch der eigentliche Gag, der schließlich zur Lösung aller Probleme und zum erwarteten guten Ende beiträgt. (…) Das rasante Spiel Josas auf seiner Zaubergeige suggerierte die 1. stellvertretende Konzertmeisterin Valya Dervenska auf schwelgerische Weise, und Yvonne Anselment erweckte mit ihrem ausgefeilten Flötenton die Vorstellung eines virtuos jubilierenden Vogels. Besonderes Aufsehen erweckte als Gast Andres Bertomeu mit seiner Glasharfe, einem Instrument, das, immer eingesetzt, wenn vom Mond die Rede war, mit seiner fahlen Klanglichkeit bezaubernde Wirkungen bescherte. Nach dem Konzert wurde es deshalb von den begeisterten Musikfreunden neugierig umlagert.
    Rhein-Neckar-Zeitung, Heide Seele, 08.05.2012