Stella Doufexis; Foto Milena Schlösser
Konzert
Stella Doufexis
Sa 11.02.2012, 19.30 Uhr
- Werke von Dowland, Jost und Schütz
- Im Rahmen des Winter in Schwetzingen
- Beginn: 19.30 Uhr
Mozartsaal Schloss Schwetzingen
Die international mit Auftritten zwischen Salzburg, Barcelona, Berlin und Brüssel gefeierte Mezzosopranistin Stella Doufexis begann 1995 ihre Karriere am Heidelberger Theater. Es ist uns eine besondere Freude, dass sie das Abschlusskonzert des diesjährigen Winter in Schwetzingen mit einem ganz speziellen Programm gestaltet.
Der musikalische Bogen spannt sich vom englischen Barockmeister John Dowland über Dmitri Schostakowitsch und Benjamin Britten bis zu einem der führenden Komponisten der Gegenwart, Christian Jost, der sich in seinem neuen kammermusikalischen Werk bewusst mit barocken Traditionen auseinandergesetzt hat.
Der musikalische Bogen spannt sich vom englischen Barockmeister John Dowland über Dmitri Schostakowitsch und Benjamin Britten bis zu einem der führenden Komponisten der Gegenwart, Christian Jost, der sich in seinem neuen kammermusikalischen Werk bewusst mit barocken Traditionen auseinandergesetzt hat.
Besetzung
- Mezzosopran Stella Doufexis
- Viola Pauline Sachse
- Klavier Daniel Heide
Pressestimmen
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Es gibt sie noch, die anspruchsvollen Konzertabende, die das musikalische Bedürfnis genauso befriedigen wie den damit verbundenen Wunsch, Neues oder wenig Bekanntes kennenzulernen. Trotz des häufig servierten Trallalas, dem man auch in der so genannten „Ernsten Musik“ immer häufiger ausgesetzt ist, findet der unermüdlich Suchende bisweilen jene großen Augenblicke der Kunstmusik und geht erfüllt, ja beglückt nach Hause. Für einen einzigen solchen Abend, jetzt geschehen zum Abschluss des Festivals „Winter in Schwetzingen“, pfeift man auf ein Dutzend heute üblicher Spaßveranstaltungen! Der Mezzosopranistin Stella Doufexis und ihren fantastischen Mitmusikern Pauline Sachse (Viola) und Daniel Heide (Klavier) sei Dank.Rhein-Neckar-Zeitung, Matthias Roth, 13.2.2012
(…) Doufexis/Sachse – das ist ein traumhaftes Duo, und die differenziert geführte, klare und absolut sichere Stimme der heute an der Komischen Oper Berlin engagierten Sängerin verband sich mit dem warmen, vollen Ton der Bratsche, als seien es zwei Seelen, die in einer Brust schlagen. Hinzu kam das sensible, farbenreiche Spiel des Pianisten: ein perfekt abgestimmtes Dreierteam, das musikalisch wie aus einem Munde sprach, sich gegenseitig stützte – und vor allem auf exzentrische Ausrutscher verzichtete. Stella Doufexis, die ihre Sängerkarriere in Heidelberg begann (…), hat ihre hell timbrierte Mezzostimme vollständig unter Kontrolle, setzt sie stilistisch ganz im Sinne des Werkes ein, kann mit mehr oder weniger und auch völlig ohne Vibrato singen, trifft jeden noch so schwierigen Ton mit punktgenauer Intonation, bringt auch passend Leidenschaft, Humor, Entsetzen in den Ausdruck und macht sich damit zum uneitlen Sprachrohr des Komponisten. Dabei artikuliert sie wortverständlich in diversen Sprachen, vom Französischen, Englischen, Deutschen bis zum Russischen. Jeder Tonsetzer kann sich nur freuen, wenn er eine solche Interpretin seiner Werke gefunden hat.
(…) ein wunderbares Konzert. Mehr davon! -
Perlen sind rar, doch wer eine findet, empfindet Glück. So mag es den Besuchern beim Winter in Schwetzingen gegangen sein, die den Liederabend der Mezzosopranistin Stella Doufexis im Mozartsaal des Schlosses erleben durften; denn die Sängerin präsentierte zum Abschluss des Festivals, ausgerichtet vom Theater Heidelberg, ein Konzert, dessen musikalischer Geschmack, delikate Ausführung und ungewöhnliche Programmgestaltung das übliche Maß sprengte und in den Bereich des Exquisiten hineinführte.Mannheimer Morgen, Eckhard Britsch, 14.2.2012
Stella Doufexis enthüllt eine kostbare Stimme. Sorgsam gepflegt, höchst kultiviert in der Stimmführung und edel in der Farbgestaltung ihrer Lieder zwischen John Dowland und Christian Jost, dessen "Hamlet-Echoes" als Destillat seiner 2009 in Berlin uraufgeführten Hamlet-Oper gelten mögen. Hier führt die Sängerin, gemeinsam mit ihren instrumentalen Partnern, der bravourösen Bratschistin Pauline Sachse und dem selbstsicheren Pianisten Daniel Heide, einen vertonten Weltschmerz zwischen Exaltationen und Verlorenheit vor. Hoch differenzierte Klangmischungen, auch übers präparierte Klavier, die getragen werden von der exzellenten Deutung der Sängerin.
(…)
Ein glanzvoller Festivalabschluss mit einer Dowland-Zugabe; und dazwischen profilierten sich auch Bratsche und Klavier (…). Wenn die These stimmt, dass ein Timbre der Spiegel der Seele ist, dann hat Stella Doufexis das mit ihrem vollkommen außergewöhnlichen Liederabend bewiesen.




