4. Philharmonisches Konzert
- Uraufführung
- Mit Werkeinführung 19.15 Uhr
- Werke von Jamilia Jazylbekova, Aram Chatschaturjan und Wolfgang Amadeus Mozart
Violine Baiba Skride
Dirigent André de Ridder Jamilia Jazylbekova
Aruà
Auftragskomposition des Theater und Orchester Heidelberg
und des Deutschlandfunk
Uraufführung
Aram Chatschaturjan
Konzert für Violine und Orchester d-Moll
Wolfgang Amadeus Mozart
Symphonie Nr. 38
KV 504 D-Dur »Prager«- Beginn: 20.00 Uhr
Stadthalle
»Baiba Skride erinnert an die goldenen Zeiten von Heifetz, Kreisler und Milstein«, jubelte das BBC Music Magazine. Mit der lettischen Stargeigerin, die in der vergangenen Saison bei den Berliner Philharmonikern und Wiener Symphonikern debütierte, setzen wir die Reihe mit bedeutenden Violinkonzerten des 20. Jahrhunderts fort. Im 4. Philharmonischen Konzert interpretiert sie unter der Leitung von André de Ridder das Violinkonzert von Aram Chatschaturjan. Eröffnet wird der Konzertabend mit der Uraufführung von Aruà, einer Auftragskomposition von Jamilia Jazylbekova. Charakteristisch für die Musik der kasachischen Komponistin, die im Anschluss an das Konzert mit dem »Heidelberger Künstlerinnenpreis 2012« ausgezeichnet werden wird, ist die Vielschichtigkeit der Klangräume, in denen sie den »schönen, reinen Ton« und geräuschhafte Klänge nebeneinander stellt. Die Prager Symphonie stellt in Mozarts symphonischen Schaffen einen meisterhaften Höhepunkt dar. Das dreisätzige Werk ist nicht nur mit Blick auf die klanglichen Aspekte bemerkenswert, sondern ist zudem in seiner opernhaften Dramatik und mit motivischen Bezügen zu Le Nozze di Figaro und Don Giovanni eine seiner »theatralsten« Symphonien.
Heidelberger Künstlerinnenpreis 2012: Jamilia Jazylbekova
Das Werk der kasachischen Komponistin Jamilia Jazylbekova ist vom spirituellen Naturverständnis und von den Musizierformen ihrer zentralasiatischen Heimat geprägt. Nach ihrem Studium in Almaty und Moskau kam die Künstlerin 1995 nach Bremen, wo sie bei Younghi Pagh-Paan und Klaus Huber Komposition studierte.
Neben Auszeichnungen und Stipendien, beispielsweise der renommierten Villa Massimo in Rom, des Berliner Senats oder der Villa Aurora (Los Angeles), erhielt die bedeutende Komponistin zahlreiche Kompositionsaufträge, zum Beispiel von Radio Bremen oder dem MaerzMusik Festival Berlin.
2012 wird Jazylbekova, deren Arbeiten vom Ensemble Modern, vom Arditti Streichquartett, dem Klangforum Wien oder vom Leipziger Streichquartett aufgeführt werden, mit dem Heidelberger Künstlerinnenpreis ausgezeichnet.
Der Heidelberger Künstlerinnenpreis zählt zu den wichtigsten Kulturpreisen des Landes und ist der weltweit einzige Preis, der ausschließlich an Komponistinnen vergeben wird. 1987 initiiert, wird der Preis seit 2007 von der Stadt Heidelberg verliehen und vom Theater und Orchester Heidelberg ausgerichtet. Unter den Preisträgerinnen finden sich so namhafte Künstlerinnen wie Adriana Hölszky, Sofia Gubaidulina, Olga Neuwirth und Kaija Saariaho.
2012 feiert der Preis sein 25-jähriges Jubiläum. Aus diesem Anlass wird im 4. Philharmonischen Konzert von Jamilia Jazylbekova Aruà für Orchester, eine Auftragskomposition des Theater und Orchester Heidelberg und des Deutschlandfunk, uraufgeführt. Der Deutschlandfunk als langjähriger Medienpartner zeichnet das Konzert auf und strahlt es bundesweit aus.
Gewählter Termin
Pressestimmen
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André de Ridder war der Dirigent des Abends. Der Brite ist ein fabelhaft präziser und zugleich musikalisch suggestiver Orchesterleiter, der Jazylbekovas neues Werk "Aruà" (dt. heilig, sakral) als fast 20-minütiges Tableau ausbreitete. (…) Zu ihrem neuen Werk bemerkt die Komponistin viele kluge Sachen zur Entstehung von Klängen, beim Hören fällt vor allem die große Sinnlichkeit der Klangflächen auf, aus der selten Soloinstrumente hervor stechen. Man assoziiert nach unruhigem Beginn den Blick in weite Landschaften, so als ginge man von der Stadt in die Wüste und lauschte dort nur dem Wind. (…) Jamila Jazylbekova, Jahrgang 1971, bedankte sich beim anschließenden Empfang sehr herzlich für die Möglichkeit, ein solch groß besetztes Orchesterwerk zu schreiben und betonte, (…) dass "Förderung, die auch Forderung ist" besonders schützenswert sei .Rhein-Neckar-Zeitung, Matthias Roth, 20.1.2012
Die (hochschwangere) lettische Solistin Baiba Skride formte aus dem Werk ein musikalisch intensiv durchdrungenes Virtuosenstück, das im langsamen Mittelsatz große emotionale Tiefe erreichte.






