Veronika Eberle (Foto Bernd Noelle)
Konzert
6. Philharmonisches Konzert
Mi 21.03.2012, 20.00 Uhr
- Mit Werkeinführung 19.15 Uhr
- Werke von Schostakowitsch und Rachmaninoff
Violine Veronika Eberle
Dirigent Mihkel Kütson Dmitri Schostakowitsch
Konzert für Violine
und Orchester Nr. 1
a-Moll op. 77
Sergei Rachmaninoff
Symphonische Tänze op. 45- Beginn: 20.00 Uhr
Stadthalle
1948 war ein schweres Jahr für die Komponisten in der ehemaligen Sowjetunion, die den Vorgaben der herrschenden Kulturpolitik entgegenstanden, wurde doch so namhaften Künstlern wie Prokofjew, Chatschaturjan und auch Schostakowitsch Berufsverbot erteilt. Die ersten Entwürfe zu Schostakowitschs Ersten Violinkonzert fallen genau in diese Zeit und so wundert es nicht, dass das Konzert erst Jahre später zur Uraufführung kam. Die Musik ist geprägt von der Süße und Wehmut jüdischer Musik, die mit dem Personalstil des Komponisten eine faszinierende Bindung eingeht.
Im 6. Philharmonischen Konzert beschließt Veronika Eberle die Reihe mit herausragenden Violinkonzerten des 20. Jahrhunderts. Die junge Interpretin gehört spätestens seit ihrem Debüt bei den Salzburger Festspielen 2006 unter Sir Simon Rattle zu den gefragtesten Geigerinnen weltweit.
Auch Rachmaninoff widersetzte sich der Kulturpolitik des Sowjetregimes; nicht ohne Grund unterzeichnete er 1931 im US-amerikanischen Exil zwei antisowjetische Protestnoten, die den Boykott seiner Werke in seiner russischen Heimat zur Folge hatten. Die Symphonischen Tänze, seine letzte große Komposition, entstanden fern der Heimat auf Long Island.
Im 6. Philharmonischen Konzert beschließt Veronika Eberle die Reihe mit herausragenden Violinkonzerten des 20. Jahrhunderts. Die junge Interpretin gehört spätestens seit ihrem Debüt bei den Salzburger Festspielen 2006 unter Sir Simon Rattle zu den gefragtesten Geigerinnen weltweit.
Auch Rachmaninoff widersetzte sich der Kulturpolitik des Sowjetregimes; nicht ohne Grund unterzeichnete er 1931 im US-amerikanischen Exil zwei antisowjetische Protestnoten, die den Boykott seiner Werke in seiner russischen Heimat zur Folge hatten. Die Symphonischen Tänze, seine letzte große Komposition, entstanden fern der Heimat auf Long Island.
Gewählter Termin
Mi 21.03.2012, 20.00 Uhr, 6. Philharmonisches Konzert
Pressestimmen
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Warm-sonore, pastose Farben und reifen Ausdruck ließ das Philharmonische Orchester Heidelberg ebenso ruhig und inspiriert ausschwingen wie die Solistin Veronika Eberle. Sehr abgeklärt gestaltete die Geigerin ihren Solopart in den beiden ruhevollen Sätzen, brachte eine berührende Trauer, große Stille und Tiefe in diese Klänge. Lustvoll-burlesk und saftig kam das Scherzo, weniger süßsauer oder nachtschwarz als lebensfroh und aufgeweckt-vergnüglich. Der aus Estland stammende junge Dirigent Mihkel Kütson stand am Orchester-Pult und ließ die Klänge in der Passacaglia ruhig und kraftvoll glühen. Man hörte schön abgedunkelte Farben in den Registern der Klarinetten und der Basstuba.Rhein-Neckar-Zeitung, Rainer Köhl, 23.3.2012
Innige Kantilenen breitete die Geigerin über den ostinaten Harmonien aus: ruhig strömende Lyrik mit einem besonderen Gespür für die Weite der Klänge. Dies entfaltete sie in einem sehr natürlichen Ton, der von allem Artifiziellen frei blieb und den sie in der Solokadenz zu großer Leidenschaft intensivierte. (…)
Nach der Pause gab es Rachmaninows „Symphonische Tänze“ (…). Klangsatt luxurierende Farben ließ Mihkel Kütson mit bestem Gespür für klangsatte Raffinesse ausschwingen. Farbenreiche Holzbläser, besonders das Altsaxofon, ließen eine delikate Lyrik erblühen. Der Walzer (2. Satz) kam üppig schwelgend und elegant zugleich, in schwerem Parfümduft und wohlig gerundet. Kütson, (…) hat ein untrügliches Gespür für die Wirkung der Klangfarben, und in dieser Hinsicht gelangen ihm wahre Wunder. Selten jedenfalls hat man die Philharmoniker so klangschön, warm und weich gehört wie an diesem Abend. Die Bläser ebenso inspiriert wie das schmiegsame Geigensolo von Konzertmeisterin Valya Dervenska. Reichlich spanisches Feuer und Glut brachten die Philharmoniker in den dritten Satz, und hier entfaltete der Dirigent klangliche Opiate von wunderbar schwelgerischer Herrlichkeit. Die sechs Schlagzeuger hatten gleichfalls alle Hände voll zu tun, und diese Aufgabe erledigten sie mit klangsatter Bravour.





