Xavier de Maistre (Foto: Marco Borggreve)
Konzert

7. Philharmonisches Konzert

Mi 25.04.2012, 20.00 Uhr
  • Uraufführung
  • Mit Werkeinführung 19.15 Uhr
  • Werke von David Philip Hefti, Alberto Ginastera und Antonín Dvořák
    Harfe Xavier de Maistre
    Dirigent Francesco Angelico
  • David Philip Hefti
    Changements. Stimmungsbilder für Orchester
    Uraufführung

    Alberto Ginastera
    Konzert für Harfe
    und Orchester op. 25


    Antonín Dvořák
    Symphonie Nr. 8
    G-Dur op. 88 B 111 »Englische«


    Im Rahmen des HEIDELBERGER FRÜHLING


  • Beginn: 20.00 Uhr
  • Stadthalle
Der französische Harfenist Xavier de Maistre ist nicht nur ein wahrer Meister seines Fachs, sondern spätestens seit seinem »Echo Klassik«, mit dem er 2009 gemeinsam mit Stars wie Anne-Sophie Mutter oder Anna Netrebko ausgezeichnet wurde, der wohl berühmteste Harfenist der Welt. Nach seinen Anfängen beim Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks und als Soloharfenist der Wiener Philharmoniker widmet er sich mittlerweile seiner mehr als beeindruckenden Solokarriere, die ihn um die ganze Welt führt. Als Gast im 7. Philharmonischen Konzert interpretiert er das Harfenkonzert des argentinischen Komponisten Alberto Ginastera: Rhythmische, zum Teil sehr perkussive Episoden wechseln sich mit flirrenden, sphärischen Klängen ab. Den Rahmen hierzu bilden die Uraufführung von David Philip Heftis Changements, dem neuen Orchesterwerk unseres Komponisten für Heidelberg 2011|12, und Antonín Dvořáks 8. Symphonie. Am Pult steht mit Francesco Angelico der Gewinner des »Deutschen Dirigentenpreises 2011«.

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Gewählter Termin

Mi 25.04.2012, 20.00 Uhr, 7. Philharmonisches Konzert

Pressestimmen

  • Da waren selbst die Musiker des Orchesters begeistert. Zu Recht. Denn was Xavier de Maistre (…) auf seinem Instrument an Tönen und Klängen zu erzeugen vermag, ist hinreißend. Virtuos oder empfindsam klingt das, immer mit der Nuance des Feinnervigen ausgestattet, der enormen Musikalität, die auf alle oberflächliche Geläufigkeit verzichten kann. Aber auch Heidelbergs Philharmoniker und ihr Dirigent Francesco Angelico durften sich in der Stadthalle beim Heidelberger Frühling ausgiebig feiern lassen.
    Schließlich boten sie in Alberto Ginasteras Harfenkonzert ein hohes Maß an Präzision und Klangverständnis, um die immer wieder nachdrücklich ins Spiel gebrachten Gegensätze von Expressivität und Lyrik sensibel auszuloten.
    Bereits zuvor hatten die Heidelberger Musiker mit David Philip Hefits „Changements – Stimmungsbilder für Orchester“ (uraufgeführtes Auftragswerk) beweisen können, dass ihnen die Vielschichtigkeit solch beweglicher Skulpturen, angereichert mit subtilen Farbtupfern und differenzierten Geräuschkomplexen, keinerlei Probleme bereitet. Bei wechselnder Beleuchtung und Belichtung des kompositorischen Materials entstanden so eindrucksvoll profilierte kontrastreiche Verlaufsformen voll dynamischer Intensität.

    Mannheimer Morgen, Alfred Huber, 27.04.2012
  • Der in der Schweiz lebende „Komponist für Heidelberg“ dieser Saison schrieb ein Werk, dessen Uraufführung nun starke Wirkung erzeugte. Für Farben und Stimmungen hat Hefti ein besonders gut ausgeprägtes Gespür. Im Rumoren der tiefsten Bassregistern beginnt das Werk, da wird eine dunkel bedrohliche Stimmung gezeichnet, die auch dann nicht abreißt, wenn fein wispernde Flageoletts der Flöten und Streicher über dieses Fundament gelegt werden. Eine archaische Atmosphäre, mit ruhig schwebenden, gespannten Klängen. (…) David Philip Hefti hat eine reiche Klangfantasie, die er mit ungewöhnlichen Farben füttert, nicht selten archaischen oder auch exotisch-außereuropäischen Charakters. Dazu gehört auch das reiche Schlagwerk, das teilweise Instrumente aus Mali mit einschließt, etwa die resonanzreich klingenden Bambusrohre. Zwei ruhevolle Rahmenteile umschließen einen lebhaft-heiteren Mittelteil. Tiefen Eindruck hinterließ der langsame Schluss, dessen ausdrucksvolle Streicherelegien und überaus gut klingenden Abschiedsgesten eine unerhörte transzendentale Wirkung erzeugten. Ähnlich dem Schluss aus Mahlers „Neunter“, ähnlich auch Kurtags „Stele“. Eine Musik von tiefem Ernst, hoch konzentriert musiziert von den Heidelberger Philharmonikern unter der Leitung von Gastdirigent Francesco Angelico. Überhaupt war dieses 7. Philharmonische Konzert von exquisiten Farben und packenden Rhythmen dominiert. Das galt ebenso für Alberto Ginasteras Konzert für Harfe und Orchester. Den Solopart spielte Xavier de Maistre, und dieser ist spätestens seit seiner Auszeichnung mit dem „Echo Klassik“ 2009 der berühmteste Harfenist der Welt. Ginasteras Konzert ist ein Werk, in dem die Harfe nicht nur glitzert, sondern auch mal handfest percussiv bearbeitet wird, mit Klopfen auf die Resonanzdecke. Und zwischen den kraftvoll markanten Tutti-Rhythmen und mächtig aufrauschenden Klangwogen des Orchesters eröffnete de Maistre einen großen Zauber in den lyrischen Zwischenspielen, mit delikat abgetönten, erlesenen Klängen. Wunderbare Leichtigkeit und filigrane Virtuosität brachte er in die duftig zarte Nocturno-Stimmung des langsamen Satzes. Ein glitzerndes Feuerwerk, brillant glühende Farbenspiele inszenierte der Harfenist in der eröffnenden Kadenz zum Finale, bevor dieses als vitaler Freudentanz los ging: jazzig und rhythmisch markant, mit reichem Schlagzeugeinsatz zündend. Ein ebenso lebens- wie farbenfrohes Latinofest. Begeisterter Jubel schlug dem Harfenisten entgegen (…). Zum Abschluss: Dvoráks 8. Symphonie G-Dur. Der italienische Dirigent Francesco Angelico, Gewinner des Deutschen Dirigentenpreises 2011, ließ eine Wiedergabe hören, die eher von mediterraner Klangsinnlichkeit erfüllt war als von herber slawischer Sonorität. Schön abgerundete Konturen, ausgesprochen lukullische Farben, hingebungsvolle Gesanglichkeit und süffiger Klang.
    Rhein-Neckar-Zeitung, Rainer Köhl, 27.04.2012

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