Foto Klaus Fröhlich
Musiktheater

Carmen

So 18.03.2012, 19.00 Uhr
  • Mit Werkeinführung 18.30 Uhr
  • Opéra comique in drei Akten und vier Bildern von Georges Bizet
  • Text Henri Meilhac und Ludovic Halévy, nach der Novelle von Prosper Mérimée
    In französischer Sprache mit deutschen Übertiteln
  • Beginn: 19.00 Uhr
  • Dauer: 3 Stunden, 1 Pause
  • Opernzelt

»Si tu ne m’aimes pas, je t’aime – Wenn du mich nicht liebst, dann liebe ich dich«, so lautet Carmens Credo über die Liebe, die kein Gesetz kennt. Leidenschaftliche Unberechenbarkeit und Willkür kennzeichnen auch sonst die Haltung dieser sich allen Konventionen verweigernden Frau, die die Freiheit und das Auskosten des Moments über alles stellt. Damit übt sie größte Faszination aus auf die sie umgebende Männerwelt – insbesondere auf den jungen Soldaten José. In ihm weckt Carmen die Sehnsucht nach Lebensentwürfen jenseits bürgerlicher Werte und Pflichten – und konfrontiert ihn mit der Schwierigkeit, diese zu leben. Immer wieder gerät er in Zwiespalt zwischen seiner Leidenschaft und den Anforderungen, die Familie, Beruf und Gesellschaft an ihn stellen; zweimal muss Micaela, mit der ihn einst die Aussicht auf eine gemeinsame Zukunft verband, ihn an seine sterbende Mutter erinnern, um ihn der Verführungskraft Carmens zu entreißen. Als diese Josés Unentschlossenheit satt hat und sich dem rassigen Escamillo hingibt, meint nun seinerseits José, seinen Tribut von Carmen fordern zu können. Doch sie folgt ihrem Ideal mit letzter Konsequenz, koste es den Tod.

Vorgezogener Vorverkauf für CARMEN-Vorstellungen
Die Nachfrage nach Karten für die erfolgreiche Carmen-Inszenierung im Opernzelt ist überwältigend - deshalb sind alle bis jetzt geplanten Vorstellungen im April, Mai und Juni bereits ab sofort im Verkauf. Karten an den Theaterkassen, unter 06221|5820000 oder online über die Terminliste.

Gewählter Termin

Weitere Termine

Besetzung


  • Chor, Extrachor und Kinderchor Theater und Orchester Heidelberg
  • Statisterie Theater und Orchester Heidelberg

Bilder

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Pressestimmen

  • Die Carmen der Mariselle Martínez ist wahrlich eine blutvolle Heldin, der Escamillo von James Homann ein Torero, wie er im Buche steht, Haupt- und Nebenfiguren werden von der Regisseurin sehr profiliert geführt. (…) Angus Wood ist ein José mit viel italienischem Schmelz und heldischer Stabilität (…); James Homann gibt einen dunkel-virilen Escamillo (…), die Nebenfiguren im großen Ensemble sind rollendeckend besetzt, der von Jan Schweiger einstudierte Chor ist mit bemerkenswerter Prägnanz bei der Sache. Man hört musikalisch und sieht szenisch viel Eindrucksvolles.

    Die deutsche Bühne, Detlef Brandenburg, 31.1.2012
  • Zeigte sich doch vor allem in der zweiten Hälfte der Aufführung, welch fabelhafte Sängerin der Gast Mariselle Martínez tatsächlich ist. (…) ihren geschmeidigen, aber feurigen Mezzo mit resonanzvoller Tiefe und prickelnder Höhe. Hier (…) wird Carmen zum sängerischen Ereignis (…). Ihr ebenbürtig ist Angus Wood als Don José. Sein Tenor hat ebenso eine lyrische wie heldenhafte Ausstrahlung. Das passt wunderbar (…). James Homanns Escamillo ließ seinen dunklen Bariton ordentlich fluten und szenisch die Carmen ebenso abblitzen wie seinen eifersüchtigen Kontrahenten ins Leere stechen. Chor und Kinderchor des Heidelberger Theaters wurden von Jan Schweiger gut vorbereitet (…). Das Orchester selbst spielte bei durchweg rascher Gangart sauber und mit Pepp.
    Rhein-Neckar-Zeitung, Matthias Roth, 31.1.2012
  • Allen voran überzeugt Angus Wood erneut. Sein Don José (…) steigert sich im dramatischen Schluss-Duett mit beseelter Phrasierung, ausgewogener Timbrierung und brillanten und kräftigen Höhen zu einer ziemlich einwandfreien Gestaltung. Auch der Escamillo von James Homann überzeugt in verschärfter Form mit natürlicher Mächtigkeit und vielen Obertönen, die dem Matador gut zu Gesicht stehen. Die Erotik der Carmen von Mariselle Martínez knistert. (…) Sie tut das sehr überzeugend und singt ebenso: leidenschaftlich, dunkel, bisweilen gerade in der Tiefe erotisch bis zum Animalischen. Eine Carmen, der es an nichts fehlt (…). Die anderen, Moralès (stark: David Otto), Micaëla und Zuniga ((…) Hye-Sung Na und Wilfried Staber) sowie die Zigeuner Sharleen Joynt (Frasquita), Patrizia Herborn (Mercédès), Young Kyoung Won (Dancaïre) und Saang Hoon Lee (Remendado), machten ihre Sache recht gut. Dietger Holm am Pult des Orchesters aber noch besser. Fein musiziert, ausgewogen, geschmacklich und stilistisch unangreifbar - so spielten die Philharmoniker (…).
    Mannheimer Morgen, Stefan M. Dettlinger, 31.1.2012