Foto Klaus Fröhlich
Musiktheater

Aida

Di 1.11.2011, 19.00 Uhr
  • Mit Werkeinführung 18.30 Uhr
  • Oper in vier Akten von Giuseppe Verdi
  • Dichtung von Antonio Ghislanzoni
    In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln
  • Beginn: 19.00 Uhr
  • Dauer: 3 Stunden, 1 Pause
  • Opernzelt
Ägypten liegt mit Äthiopien im Krieg. Der ägyptische Feldherr Radamès träumt von militärischem Ruhm und der Heirat mit der äthiopischen Sklavin Aida – eine heimliche Liebe hat sich zwischen den beiden entsponnen. Doch nicht nur hat Aida in Amneris, der ägyptischen Königstochter, die ebenfalls um Radamès’ Gunst buhlt, eine politisch mächtige Rivalin – auch fühlt sie sich in tiefem Zwiespalt zwischen ihrer Liebe zu dem ägyptischen Krieger und den Verpflichtungen gegenüber ihrem Heimatland sowie ihrem Vater Amonasro. Als Herrscher Äthiopiens kämpft dieser an der Spitze seines Heers gegen die Ägypter und fordert von seiner Tochter, dem Geliebten den geheimen Schlachtplan zu entlocken. Als Aida und Radamès beschließen, miteinander zu fliehen, wird Radamès gefangen genommen und wegen Landesverrats zum Tode verurteilt. Vergeblich fleht Amneris, die sich noch immer Radamès’ Lossagung von Aida erhofft, um Gnade, während die beiden Liebenden, vereinigt in der Todesgruft, sich in Fantasien über das gemeinsame Glück im Jenseits verlieren.

Besetzung


  • Chor und Extrachor Theater und Orchester Heidelberg
  • Philharmonisches Orchester Heidelberg
  • Statisterie Theater und Orchester Heidelberg

Bilder

Aida
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Videos

Trailer von Thiemo Hehl

Pressestimmen

  • Die Deutsche Bühne, Detlef Brandenburg, Oktober 2011
    (…) An dieser Figur, die von dem jungen Pavel Shmulevich mit bestechender Treffsicherheit charakterisiert und auch außerordentlich differenziert gesungen wird, zeigt sich die Grundintention von Lydia Steier vielleicht am klarsten. Ihr geht es keineswegs um die realistische Abbildung heutiger Gewaltherrschaften im nahen Osten oder anderswo, sondern eher um die Darstellung vom pathologischen Innenleben geschlossener repressiver Gesellschaften. Politische Gewalt macht krank, nicht nur die Opfer, sondern auch die Täter: Diese These illustriert die junge, 1978 in Hartford/Connecticut geborene Regisseurin mit starken Bildern und präzise ausagierten Geschichten, deren stärkste die von Anna Peshes mit rückhaltloser Entäußerung gesungene und gespielte Amneris erzählt. Anfangs noch keineswegs vom Virus der Macht angekränkelt, genießt sie geradezu den Kampf um Radamès mit Aida, weil sie glaubt, dass, wer die Macht hat, sich die Liebe schon erzwingen werde. Doch in ihrem Absolutismus verschätzt sie sich gründlich. Und als sie erkennt, dass Radamès’ Liebe stärker ist als die Lockung der Macht und die Angst vor dem Tod, da wird sie wahnsinnig daran, sucht vergeblich Trost bei Ramfis. (…)
    Das war ein starker Start für Holger Schultze und seinen Operndirektor Heribert Germeshausen. Ein Start, der ein Signal setzte: dass es weitergeht mit der von Schultzes Vorgänger Peter Spuhler gepflegten Tradition eines zeitgemäßen, mutigen, intellektuell herausfordernden Musiktheaters in Heidelberg; dass hier weiterhin junge, talentierte Regisseure ihre Chance bekommen; dass zu einer starken Inszenierung eine starke musikalische Interpretation gehört; und dass es nicht der einzelne Star ist, auf den sich die künstlerische Strahlkraft des Hauses gründet, sondern das Ensemble. Hier muss man Germeshausen ein großes Kompliment machen: Dass er für diese anspruchsvolle Verdi-Oper ein bis in kleinste Rollen hervorragend besetztes Ensemble ans Haus holte; dass er (neben den bereits Erwähnten) mit Angus Wood einen Radamès von kraftvoller Virilität, herbem Schmelz und tadellosem Stilgefühl präsentieren konnte; mit der rund und klar klingenden, wenn auch im Vibrato flackernden und in der Pianokultur etwas undifferenzierten Yannick-Muriel Noah eine enorm präsente und ausdruckvolle Aida (…) dass bis auf die Sängerin der Titelpartie sie alle fest am Haus sind und ihren Partien eindruckvoll debütierten: das zeigt, dass der neue Opernmann in Heidelberg ein bemerkenswertes Händchen für Sänger hat. Garant dieses Erfolges war aber auch der GMD Cornelius Meister, der dieses noch sehr unerfahrene Ensemble – ebenso wie den von Jan Schweiger tadellos einstudierten Chor – mit enormer Souveränität führte und zwischen emotionsgeladener dramatischer Interaktion und seliger lyrischer Entrückung einen weiten Ausdrucksbogen aufspannte. Mit Heidelberg, das ist der erfreuliche Gesamteindruck dieser Eröffnungspremiere, ist weiterhin zu rechnen.
  • Mannheimer Morgen, Stefan M. Dettlinger, 4.10.2011
    Der Mensch und seine Gefühle haben hier nichts verloren. Es sind die Mechansimen der Macht, die hier - gerade noch - regieren. Denn lang tragen sich Systeme ohne Menschenliebe nicht. Sie verderben, verdorren. Vom Untergang diktatorischer Systeme erzählt Steier aber nur beiläufig. Er bleibt Folie für einen Abend, der seine Intensität aus einem psychologischen Parallelogramm zieht, in dem sich die (schreckliche) Pharaonentochter Amneris, der Feldherr Radamès, die äthiopische Sklavin Aida und der Operpriester Ramfis einen spannenden Seelenthriller abliefern. (...) Blutrünstig ist die Regie trotzdem nicht. Sie reitet weder auf Schockeffekten noch auf sonst etwas herum. Steier ist eine kluge, zeitlich nicht eindeutig verortbare und spannende Arbeit gelungen, die den schmalen Grat zwischen allzu spektakulär und vertretbar begeht. Spektakulär indes ist der Abend musikalisch. Da ist zum einen GMD Cornelius Meister am Pult des Orchesters, der sich erneut als Meister des Begleitens zeigt; in keinem Moment gerät ihm der Chor- und Orchesterklang zu laut, und doch nutzt er noch das kleinste Zwischenspiel dazu, diesen ganz eigenen Koloritklang zum Glühen und Aufflackern zu bringen und die Protagonisten seelisch zu zeichnen. Zum anderen wird aber auch (…) exzellent gesungen, selbstredend von Gast Yannick-Muriel Noah und dem neuen Ensemblemitglied Angus Wood. Die eine, Aida, hat (fast) alles, was eine Superstimme braucht: Schönheit, Strahlkraft, Kultur und, etwa in "Ritorna vincitor", ein tolles Messa die voce. (...) Der andere, Radamès, kommt aus der Tiefe mit baritonalem Schimmern und entwickelt in "Celeste Aida" in der Höhe des eingestrichenen B großen Glanz. (...) Auch die Amenris von Anna Peshes (schön phrasiert und prächtig aufblühend), der Ramfis des Ex-NTM-Sängers Pavel Shmulevich (sängerisch kernig-stark, darstellerisch noch besser) oder der Amonasro von James Homann (anstrengungslos majestätisch) sind erwähnenswert. (...) Intendant Holger Schultze darf sich über einen gelungenen Start freuen.
  • Die Rheinpfalz, Frank Pommer, 4.10.2011
    Flirrend, sehnend endet die Oper so, wie sie begonnen hat. Dazwischen toben die Leidenschaften. Meister hat ein Gespür für alle Farben, Nuancen Stimmungen der Partitur. Von emphatischem Glanz über rohe Brutalität bis hin zu entrückter Innerlichkeit und weltabgewandter Seligkeit – im Tode. Von all dem erzählt die Musik, wenn sie so packend, intensiv, schlüssig wiedergegeben wird wie unter Meisters Leitung. (…) An den sängerischen Leistungen des Abends lässt sich nur auf sehr hohem Niveau herummäkeln, zumal es der Regie gelingt, aus allen Sängern auch eindrucksvolle Darsteller zu machen. Yannick-Muriel Noah ist eine ganz wunderbare Aida (...). (...) Ein Fazit: Der Neustart zumindest der Heidelberger Opernsparte ist gelungen.
  • Main-Spitze, Axel Zibulski, 4.10.2011
    Elefanten gibt's nur als putzige Masken, überhaupt enpuppt sich der Triumphmarsch als skurriles Defilee vor einem schusseligen Herrscher. Der Pomp wird veralbert, denn viel wichtiger sind Lydia Steier die Personen: Die junge US-amerikanische Regisseurin hat in Heidelberg Giuseppe Verdis "Aida" neu inszeniert, als erste Premiere der letzten Spielzeit im Opernzelt. (...) Zunächst erscheint das Bühnenbild trist und trostlos. Doch in der Steier-Inszenierung bietet es Darstellern wie Yannick-Muriel Noah (Aida) und Pavel Shmulevich (Ramfis) die perfekte Plattform. (...) Aufwertung der Amneris mit dunkler Mezzo-Kühle (...) Überhaupt ist Amneris die eigentliche Hauptfigur der Heidelberger "Aida", und die ebenfalls frisch ins Ensemble verpflichtete Anna Peshes beglaubigt die Aufwertung mit dunkler Mezzo-Kühle, sattem Volumen und bis ins Scharfe der Stimme reichender Präsenz. (...) Schlichtheit und Eleganz stechen Spektakel aus In dieser Szene gelingt es Regisseurin Lydia Steier, das Opernzelt selbst zum musikalischen Nukleus werden zu lassen, in den der Chorklang von hinten hineinweht - Teil einer schlüssigen und nie ums Spektakel buhlenden Konzeption für diesen Interims-Raum. (...) Angus Wood bietet da als Radamès, hier ohnehin eher Getriebener als visionärer Frontenüberwinder, vor allem sauberes Tenor-Strahlen. (...) Gast-Sopranistin Yannick-Muriel Noah verfügt vokal über das etwas breitere Spektrum, ihre Aida klingt herb, etwas abgedunkelt, immer einfühlsam. (...) Jetzt startete er (Cornelius Meister, die Red.) in seine letzte Heidelberger Spielzeit mit einem vorzüglichen, zwischen mitreißendem Schwung und klanglicher Differenzeierung ideal changierendem Verdi-Dirigat, unter dem sich das Philharmonische Orchester Heidelberg in der trockenen Zelt-Akustik geschmeidig bis glutvoll, inwendig bis impulsiv auffächerte.
  • opernnetz.de, Eckhard Britsch, 5.10.2011
    (…) Die Rede ist von der Verdi-Oper Aida, mit der die neue Intendanz des Heidelberger Theaters – Holger Schultze war zuvor erfolgreich in Osnabrück tätig – einen bemerkenswerten, stellenweise fulminanten Startschuss in ihre erste Saison losfeuerte. Denn die junge Regisseurin Lydia Steier zeigt eine versteinerte Nomenklatura, die in ihrer immer mehr verrohenden Innenwelt längst abgekoppelt ist vom äußeren Geschehen. Steiers Blick auf eine Bunkermentalität, wie sie den totalitären Regimes des 20. Jahrhunderts eignet, ist scharf fokussiert auf die psychopathische Brutalitäten. Beispiel: Amneris hat kein Problem damit, in ihrer eifersüchtigen Projektion auch ein paar Sklavinnen abzustechen. Der Mensch hat keinen Wert mehr, wenn er der Despotie ausgeliefert ist. (...) Die zugespitzte Sicht wird aus dem Orchestergraben von den Heidelberger Philharmonikern unter Leitung ihres Generalmusikdirektors Cornelius Meister energetisch und hart, emotional aufgeheizt und mit großem Feuer ausgelotet. Schon toll, was sich da im Opernzelt abspielt, zumal die Sängerbesetzung darstellerisch und stimmlich ausgezeichnet gewählt und ein Ausweis für Ensemblequalität ist. Radamès, ein militärischer Aufsteiger, der nach dem Sieg in ein Marschallkostüm à la Göring gezwängt wird und an seinem Konflikt zwischen Liebe und Macht, Staatsräson und Menschlichkeit scheitert, wird von Angus Wood prächtig gedeutet. Er vereint die Kraft und Pracht des jugendlichen Heldentenors mit innigen Lyrismen. Amneris findet in Anna Peshes einen dramatisch bis zur wahnhaften Hysterie würzenden Mezzo, während die Titelfigur Aida von Yannick-Muriel Noah mit bruchlosen Sopran-Registern in großer Intensität gesungen wird, allerdings wären etwa in der Nilszene einige nuanciertere Farben noch schöner gewesen. Die Ramfis-Zeichnung des jungen Pavel Shmulevich hat abgründiges Bassprofil, James Homann führt als Amonasro einen heldischen Bariton ins kriegerische Feld und Nico Wouterse gelingt als König eine fabelhafte Charakterstudie. In kleinen Partien: Silke Schwarz endlich wieder an Bord, und Sang Hoon Lee als Bote dabei. Ein großes Pfund sind in Heidelberg Chor und Extrachor in der Einstudierung von Jan Schweiger. Die Statisterie macht die Maskerade der Verrohung bis hin zur närrischen Absurdität in den Kostümen von Siegfried Zoller glaubhaft. - Die „Bereisung der eigenen Konjunktive“, wie Roger Willemsen sagt, hier ist sie auf der Folie einer längst abgenudelt geglaubten Oper glänzend gelungen. Das Publikum ist mit der Inszenierungssicht überwiegend einverstanden, feiert Sänger und Orchester und bereitet dem neuen Team einen überzeugenden Auftakt. Klaus Zehelein, Präsident des Deutschen Bühnenvereins, "adelt" mit herzlichen Worten die Premiere.
  • deropernfreund.de, Alexander Hauer und Ludwig Steinbach, Oktober 2011
    Die phänomenale neue "Aida" in Heidelberg, mit der der neuen Theaterleitung ein fulminanter Einstand gelungen ist, sind den Opernfreund-Rezensenten Ludwig Steinbach und Alexander Hauer fünf Sterne wert. Die ungemein stringente, höchst spannende und atmosphärisch dichte Inszenierung der Bieito-Schülerin Lydia Steier, das begnadete Dirigat von GMD Cornelius Meister und Sängerleistungen auf geradezu internationalem Niveau deuten auf sehr eindrucksvolle Weise den Kurs an, den das Theater der Stadt Heidelberg zukünftig einschlagen wird: Packendes modernes Musiktheater vom Feinsten. Jeder Anhänger zeitgenössischer Produktionen sollte sich diese äußerst packende Aufführung nicht entgehen lassen.
  • meier, Ingo Wackenhut, November 2011

    In diesem Rahmen entwickelt Steier die Beziehungen der Figuren ideenreich und führt das Personal handwerklich ganz hervorragend. Immer mit einem spannenden Blick auf surreale Möglichkeiten der Wahrnehmungsverschiebung. (…)
    Cornelius Meister und das Philharmonische Orchester melden sich bestens erholt aus den Ferien zurück, orchestral bleibt kaum ein Wunsch offen, die Balance stimmt (…).

  • deropernfreund.de, Ludwig Steinbach, Oktober 2011
    Seit dieser Spielzeit verfügt das Theater der Stadt Heidelberg über ein neues Leitungsteam. In den folgenden Jahren werden Holger Schultze als Intendant und Heribert Germeshausen als Operndirektor für die Geschicke des Hauses verantwortlich sein. Als Eröffnungsvorstellung des Musiktheaters entschied man sich für Verdis „Aida“ - eine hervorragende Wahl. Der in jeder Beziehung gelungene Premierenabend offenbarte nachhaltig den von der neuen Führungsliga der Heidelberger Oper propagierten Kurs, hochkarätiges modernes Musiktheater zu präsentieren. Unter den Augen von Theatergrößen wie Regula Gerber, Klaus-Peter Kehr, Andrea Moses und nicht zuletzt Klaus Zehelein lief auf der Bühne des Opernzeltes ein gut durchdachtes, ungemein spannendes und stringent umgesetztes Psychokammerspiel in mächtigen und imposanten Bildern ab, zu dem man der jungen Regisseurin Lydia Steier nur gratulieren kann. Sie versteht ihr Handwerk trefflich und ist sich des kulturpolitischen Auftrages der Theater, einen Spiegel der Jetztzeit zu bilden, wohl bewusst. (…)
    Musikalisch geriet der Abend prachtvoll. GMD Cornelius Meister drehte den Orchesterapparat mächtig auf und wartete mit einer packenden und farbenreichen Auslotung von Verdis Partitur auf. In der Tat ist er ein Meister von vielfältigen Klangfarben, von feinen dynamischen Nuancierungen und klanglichen Schattierungen bis hin zu ausgeprägten Ausbrüchen. Dabei waren ihm die einzelnen intensiv aufspielenden Instrumentengruppen des Philharmonischen Orchesters Heidelberg, unter denen sich insbesondere die markant aufspielenden Bläser zu profilieren wussten, kongeniale Partner, die ihren Part voll auszufüllen verstanden, woraus ein differenzierter, ausgewogener und homogener Klangteppich resultierte, der den glänzenden Untergrund für das dramatische Geschehen auf der Bühne bildete. (…)
    Und was für ein hochkarätiges Sängerensemble hatte das Theater der Stadt Heidelberg aufgeboten. Nahezu sämtliche Vokalsolisten empfahlen sich nachhaltig für große Häuser. Fast durchweg wurde schön im Körper und mit vorbildlicher italienischer Technik gesungen, was keine Selbstverständlichkeit ist. (…) Fazit zum Schluss: Mit dieser szenisch ausgesprochen interessanten, musikalisch und gesanglich grandiosen „Aida“ ist der neuen Theaterleitung ein hervorragender Einstand gelungen, an dem sich zukünftige Produktionen dieses Hauses werden messen lassen müssen. Der Abend verlief wie im Fluge und man verließ ob der hohen Qualität des Erlebten aufgewühlt und beglückt das Opernzelt.
  • Das Rhein-Neckar-Fernsehen hat einen Bericht zur Spielzeiteröffnung mit Verdis Aida im Opernzelt gesendet, der im Videoportal des RNF zu sehen ist.
  • Vorbericht von Bruno Dumbeck, gesendet am 29.9.2011 im SWR4 Kurpfalz Radio