Theater und Orchester Heidelberg
Foto Susanne Reichardt

Kooperation Theater und Schule

Seit Beginn der Spielzeit 2011|12 intensiviert das Theater und Orchester Heidelberg die Zusammenarbeit mit weiterführenden Schulen – das erfolgreiche Modell geht in die siebte Spielzeit!

Im Rahmen dieser Kooperation besuchen alle Schülerinnen und Schüler der beteiligten Schulen einmal im Jahr eine Theatervorstellung, lernen dadurch alle Sparten und Spielstätten kennen und erhalten darüber hinaus begleitende theaterpädagogische Angebote wie Vor- und Nachbereitungen, spezielle Workshops, Probenbesuche und Theaterführungen. Das Kooperationsmodell bietet Schülerinnen und Schülern jeglicher Herkunft, Religion oder Nationalität eine Begegnung mit Kunst. Nicht in einer Ich-Blase, sondern in der Gemeinschaft, nicht digital, sondern live erlebt unser Publikum Menschen im Zuschauerraum und auf der Bühne, mit denen gelacht, aber auch geweint werden kann, hört und sieht Geschichten, die andere Welten entdecken lassen, die Ängste nehmen und Sicherheit geben können. Das Theater bietet einen Freiraum ohne Effizienz, ohne Zensuren, ohne das Beharren auf richtig oder falsch. Hier können Schülerinnen und Schüler ganz frei über das Dargestellte nachdenken, um sich ein eigenes Urteil zu bilden.

Wir freuen uns auf die neue Spielzeit 2017|18 mit mitempfindenden und mitdenkenden Schülerinnen und Schülern aus 42 Kooperationsschulen!

Kontakt Claudia Villinger

Einen Kurzfilm zur Kooperation Theater und Schule von Sia Friedrich, entstanden im Auftrag der Stadt Heidelberg, können Sie in der Mediathek der Stadt Heidelberg ansehen.

Unsere Kooperationsschulen

Aktuelles

Treffen aller Kooperationsschulen sowie Schülerabonnenten und Vorstellung des Spielplans 2017|18

Am Dienstag, den 09.05.2017, fand um 17 Uhr das jährliche Treffen aller Kooperationsschulen und Schülerabonnenten statt. Das Treffen war wie immer im Alten Saal geplant, doch die Organisatorinnen und Organisatoren der eingeladenen 41 Kooperationsschulen und 18 Schülerabonnements konnten live erleben, dass im Theater manchmal nicht alles wie geplant durchgeführt werden kann.

Aufgrund einer Erkrankung im Ensemble und daraus resultierenden Umbesetzungsproben musste der Alte Saal kurzfristig technisch eingerichtet werden und für Proben zur Verfügung stehen. Und so lernten die Gäste das Theater auch einmal die Welt hinter den Kulissen kennen, indem sie vom Einlasspersonal zum Orchestersaal geleitet wurden, der innerhalb kürzester Zeit eigens für dieses Event leergeräumt und hergerichtet wurde. Ein würdiger Ersatz, wie von vielen zu hören war.
Zunächst begrüßte Heidelbergs Kulturbürgermeister Dr. Gerner die eingeladenen Pädagoginnen und Pädagogen. Er hob die besondere Bedeutung des in Heidelberg und Umgebung erfolgreich etablierten Kooperationsmodells hervor, das allen Schülern der involvierten Schulen die Gelegenheit bietet, mindestens einmal pro Schuljahr zu ermäßigten Preisen eine Vorstellung zu besuchen, um so im Laufe ihres Schullebens alle Sparten des Theaters kennen zu lernen.
Im Anschluss hieß Holger Schultze alle offiziell herzlich willkommen und überließ die »Bühne« zunächst der Kunst: Wilfried Staber erfreute die Anwesenden mit zwei Mozart-Arien – der Papageno-Arie aus der Oper Die Zauberflöte sowie der Masetto-Arie aus Don Giovanni. Wunderbar begleitet wurde er von Korrepetitor und Dirigent Davide Perniceni. Danach stellten die übrigen Dramaturgen des Theaters den Spielplan der einzelnen Sparten der kommenden Spielzeit 17|18 vor und gaben einen sehr informativen Überblick über die schulrelevanten Produktionen in allen Sparten. Das Junge Theater im Zwinger³ offerierte einen kleinen Vorgeschmack auf die kommende Produktion Unser Lehrer ist ein Troll von Dennis Kelly, die im Dezember 2017 Premiere feiert. Massoud Baygan, Lea Wittig und Marcel Schubbe weckten durch ihre Lesung große Neugier auf diese absurde und komische Geschichte über zwei Kinder, die mit Köpfchen für ihre Freiheit gegen ein autoritäres System kämpfen. Danach bestand für alle Interessierten die Gelegenheit, mit einzelnen Theatermitgliedern oder/und Kolleg/innen anderer Schulen ins Gespräch zu kommen und das anregende Treffen entspannt ausklingen zu lassen.
Das Theater und Orchester Heidelberg freut sich über die sehr gute Zusammenarbeit mit allen beteiligten Schulen und auf die nächste Spielzeit.

Interview mit Holger Schultze im Deutschlandradio Kultur
Im Gespräch mit Susanne Burkhardt verrät Intendant Holger Schultze im Theatermagazin »Rang I« vom 23. Juli 2016 »Wie das Theater Heidelberg erfolgreich wurde«. Unter anderem habe er jeden Schüler der Stadt verpflichtet, einmal im Jahr ins Theater zu gehen.
Den vollständigen Beitrag können Sie im Online-Angebot des Deutschlandradio Kultur nachhören.

Patenschaft Elisabeth-von-Thadden-Schule

Das Junge Theater hat für die Elisabeth-von-Thadden-Schule im Rahmen von »Schule ohne Rassismus. Schule mit Courage« die Patenschaft übernommen.

Auftakt der Patenschaft war ein Projekttag am 18. Juli 2014, den Franziska-Theresa Schütz, die damalige Leiterin des Jungen Theaters, im Thadden-Gymnasium eröffnete. Außerdem leiteten die Theaterpädagoginnen des Theaters und Orchesters Heidelberg für die 8. Klassen der Schule einen Workshop zum Thema »Interkulturalität«. Zum Abschluss des Projekttages wurden die Ergebnisse der Arbeit präsentiert.

In der aktuellen Spielzeit werden drei ausgewählte Klassen der Elisabeth-von-Thadden-Schule Probeklassen bei Lass mal reden! sein, einem Projekt im Rahmen der Reihe Mitmischen!

Kinder zum Olymp!

Das Theater und Orchester Heidelberg war 2015|16 mit der erfolgreichen Kooperation Theater und Schule Endrundenteilnehmer der Initiative Kinder zum Olymp!, der Bildungsinitiative der Kulturstiftung der Länder.

Der jährlich ausgeschriebene Wettbewerb unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten sucht nach Konzepten, die modellhafte Strukturen für die Verankerung von kultureller Bildung in Kultureinrichtungen und Schulen schaffen. Spannende und besonders nachhaltige Ideen, Programme und Profile werden ausgezeichnet. Förderer des jährlich ausgeschriebenen  deutschlandweiten Wettbewerbs ist die Deutsche Bank Stiftung.