Aktuelles

Erstes Treffen der Kooperationsschulen in der Spielzeit 2011/12

Am Dienstag, den 24.04.2012, fand im Opernzelt des Theater und Orchester Heidelberg das erste Treffen mit Schulleitern und Organisatoren der Kooperationsschulen statt, die in der Spielzeit 2011/12 mit all ihren Klassenstufen im Rahmen der Kooperation Theater und Schule Vorstellungen verschiedener Sparten des Theaters besucht haben.
Insgesamt 19 weiterführende Schulen, davon 18 aus Heidelberg, mit rund 50 Lehrern und Schulleitern nahmen an diesem ersten Erfahrungsaustausch teil, der zum regelmäßigen Bestandteil der Kooperation gehört. Vertreten waren alle Schulformen: von Hauptschulen, Realschulen und Gymnasien bis hin zu weiterführenden Gymnasien.

Nach einem sehr herzlichen Willkommen durch Intendant Holger Schultze begrüßte Heidelbergs Kulturbürgermeister Dr. Gerner in Anwesenheit der Presse die Pädagogen und unterstrich in seiner Rede die besondere Bedeutung des seit September 2011 neu und sehr erfolgreich etablierten Kooperationsmodells, das allen Schülern der involvierten Schulen die Gelegenheit bietet, mindestens einmal pro Schuljahr zu ermäßigten Preisen eine Vorstellung zu besuchen, um so im Laufe ihres Schullebens alle Sparten des Theaters sowie die Künstler kennenzulernen. Darüber hinaus erhalten sie ein theaterpädagogisches Rahmenprogramm, Einführungsveranstaltungen und Workshops.

Im Anschluss an die Eröffnungsworte hatten alle Anwesenden Gelegenheit, Künstler des Theaters hautnah zu erleben und eine Soirée musicale aus der aktuellen Produktion »Kunst« von Yasmina Reza mit den Schauspielern Olaf Weißenberg, Steffen Gangloff und Stefan Reck sowie Johannes Mittl am Klavier zum Thema Freundschaft zu genießen.
Im weiteren Verlauf der Veranstaltung bot sich ausführlich Gelegenheit, sich sowohl untereinander als auch mit dem Team des Theaters über Erfahrungen im ersten Kooperationsjahr auszutauschen. Besonders lobend erwähnt wurde die wichtige Arbeit der Theaterpädagogen, die mit Vor- und Nachbereitungen sowie speziell erstellten Materialien die Produktionen begleiten und so den Schülern Theater begreifbar machen und nahebringen, sowie die unkomplizierte und flexible Handhabung aller Belange im Zusammenhang mit den Tickets seitens der Mitarbeiter/innen der Theaterkasse.
Natürlich gab es auch einige sehr konstruktive Vorschläge für eine noch bessere Zusammenarbeit im nächsten Kooperationsjahr. Die Beteiligten wünschten sich eine noch zügigere Abklärung und Bestätigung der ausgewählten Termine und Produktionen zwischen Schulorganisatoren und Theaterverantwortlichen, sowie ein verstärktes Augenmerk auf eventuelle Unruheherde während der Vorstellungen zu richten.

Insgesamt war das Treffen ein sehr großer Erfolg. Alle Anwesenden waren sich einig, dass ein solches Forum außerordentlich konstruktiv ist, um sich intensiver kennenzulernen und die jeweiligen Bedürfnisse zu erfahren und somit besser abdecken zu können.

Das Theater und Orchester Heidelberg freut sich gemeinsam mit den Kooperationsschulen auf ein interessantes und spannendes zweites Jahr, in dem knapp 30 Schulen aus Heidelberg und den umliegenden Landkreisen mit von der Partie sein werden! Besonders reizvoll wird dann natürlich – neben den Spielstätten Zwinger¹ und Zwinger³ – auch das aktive Kennenlernen des sanierten Theaters in der Altstadt werden!

Einen Kurzfilm zur Kooperation Theater und Schule von Sia Friedrich, entstanden im Auftrag der Stadt Heidelberg, können Sie in der Mediathek der Stadt Heidelberg ansehen.

Pressestimme aus der Rhein-Neckar-Zeitung

17.000 Schüler gehen ins Theater
Kooperationsprojekt mit 30 Schulen läuft seit September - Jetzt tauschten sich die Beteiligten aus

Wie lassen sich Jugendliche für das Theater begeistern? Diese Frage treibt auch Theaterintendant Holger Schultze um. Schon in Osnabrück hatte er ein Kooperationsprojekt aufgebaut, bei dem jeder Schüler mindestens ein Mal pro Schuljahr eine Vorstellung besucht. Als er nach Heidelberg wechselte,nahmer die Idee mit – mit durchschlagendem Erfolg, wie jetzt bei einem Treffen mit Vertretern der Partnerschulen deutlich wurde.
Allein die Zahlen sind beeindruckend: Seit Beginn der Spielzeit 2011/12 läuft das Projekt, und schon 30 weiterführende Schulen machen mit; alle Heidelberger sind dabei, dazu noch einige aus dem Umland. Das sind rund 17 000 Schüler, die regelmäßig ins Theater gehen – mehr als Abonnenten (die aber auf mehr Besuche kommen). Rund 50 Mal haben Klassen bisher Vorstellungen aus allen Sparten des Theaters angesehen.
„Es war ganz außergewöhnlich, wie offen sie mich hier empfangen haben“, sagte Schultze bei der Begrüßung in der Lounge des Opernzeltes. Auch Kultur- und Schulbürgermeister Joachim Gerner ist von dem Projekt überzeugt: „Das ist ein konkretes Beispiel für kulturelle Bildung.“ Vor allem durch seine Arbeit mit den Schulen in Osnabrück sei er auf Schultze aufmerksam geworden – schon lange bevor es um die Neubesetzung der Intendanz in Heidelberg gegangen sei.
Von 19 Kooperationsschulen waren Vertreter gekommen, um sich mit dem Intendanten, Theaterpädagogen und Mitarbeitern der Kasse über das erste halbe Jahr der Zusammenarbeit auszutauschen. Die Lehrkräfte schätzen neben den Theaterbesuchen zu ermäßigten Preisen vor allem die Zusatzangebote: Materialien zur Vor- und Nachbereitung im Unterricht, Probenbesuche und Workshops für die Lehrer oder ein Blick hinter die Kulissen des Theaterbetriebs. Im nächsten Schuljahr gibt es zusätzlich die Möglichkeit, Regisseure, Schauspieler oder andere Mitarbeiter in den Unterricht einzuladen. Außerdem werden Führungen im sanierten Theater angeboten.
Auch die Kunst kam an diesem Nachmittag nicht zu kurz. Die Schauspieler Olaf Weißenberg, Steffen Gangloff und Stefan Reck gaben eine „Soireé musicale“ mit Liedern zum Thema Freundschaft aus der aktuellen Produktion „Kunst“ zum Besten. (...)
Bei den Schulen kommt die Kooperation gut an, es wurde viel Lob verteilt, etwa von Marlene Bohne-Becker, der Leiterin der Albert-Schweitzer-Schule im Pfaffengrund: „Unsere Schüler freuen sich schon auf die nächsten Stücke. Sie fanden nicht alles gut, wollen aber wieder hin.“

Rhein-Neckar-Zeitung, Steffen Blatt, 04.05.2012

Unterzeichnung des 27. Kooperationsvertrags mit dem Theater und Orchester Heidelberg – Kooperationsmodell Theater und Schule zieht Kreise in die Region

Am Mittwoch, den 15.2., wurde in der Dietrich-Bonhoeffer-Schule in Weinheim im Rahmen einer kleinen Feier in Anwesenheit der Presse der 27. Schulkooperationsvertrag mit dem Theater und Orchester Heidelberg unterzeichnet.

Im Rahmen dieser Kooperation besuchen alle Schüler des Schulverbunds Dietrich-Bonhoeffer aus Gymnasium, Realschule und Werkrealschule einmal im Jahr eine Theatervorstellung und lernen dadurch im Laufe ihrer Schulzeit alle Sparten und Spielstätten ihres Theaters kennen. Darüber hinaus profitieren die Schüler von begleitenden theaterpädagogischen Angeboten wie speziellen Vor- und Nachbereitungen, Probenbesuchen oder Workshops.

Inzwischen sind alle weiterführenden Schulen Heidelbergs, sowohl öffentliche als auch private, Kooperationsschulen des Theaters und Orchesters Heidelberg – und damit ist der erste Meilenstein nach Einführung dieses neuen Modells zu Beginn der Spielzeit 11/12 in der Neckarstadt erreicht. Initiator Holger Schultze (Intendant) und sein Team freuen sich besonders, dass das Kooperationsangebot auf ein ebenso positives Echo im Umland stößt – so haben sich neben dem Schulverbund Dietrich-Bonhoeffer in Weinheim bereits sechs Schulen aus Walldorf, Wiesloch, Schwetzingen, Mosbach und Elztal für eine Zusammenarbeit mit dem Theater und Orchester entschieden.

Bis Ende dieser Spielzeit werden voraussichtlich 30 Schulen mit von der Partie sein – weitere Interessenten sind willkommen! In Planung ist darüber hinaus ein weiteres Kooperationsmodell für die Grundschulen in Heidelberg und Umgebung, um auch den jüngsten Schülern besondere Einblicke in die Welt des Theaters zu ermöglichen.

Informationen zur Schulkooperation erhalten Sie bei Claudia Villinger, Koordination Theaterprojekte und -besuche für Kinder und Jugendliche, unter claudia.villinger@heidelberg.de.

Pressestimme aus der Rhein-Neckar-Zeitung / Weinheimer Nachrichten

DBS mach viel Theater ums Theater

In Baden-Württemberg ist die Kooperation, die das Theater Heidelberg mit Schulen schließt, die größte ihrer Art. Intendant Holger Schultze brachte das theaterpädagogische Konzept von seiner früheren Wirkungsstätte in Osnabrück mit und seit Beginn der Spielzeit 2011/2012 unterzeichneten 26 weiterführende Schulen in Heidelberg und den umliegenden Landkreisen den Vertrag. Seit gestern gehört der Dietrich-Bonhoeffer-Schulverband als 27. Einrichtung mit dazu.
In einer kleinen Feierstunde unterzeichneten Schultze und die Schulleitungen des Schulverbands, Gudrun Aisenbrey und Jascha Detig, den Vertrag. Er macht es möglich, dass alls Schüler von der fünften bis zur zehnten Klasse der DBS innerhalb der nächsten drei Jahre einmal im Jahr eine Vorstellung des Theater und Orchester Heidelberg besuchen können. "Wir beraten dabei individuell und die Schulen entscheiden dann selbst", erklärte Claudia Villinger, die das Projekt von Theaterseite her koordiniert.
Im Laufe ihrer Schulzeit lernen die Schüler durch diese Kooperation alle Sparten eines Theaters kennen, seien es Musikveranstaltungen, Schauspiel, Tanz und auch Spielstätten. Es gibt Vor- und Nachbereitungen, Workshops und Einblick hinter die Kulissen. Ziel ist, den Jugendlichen Lust auf Theater und Lust auf Fantasie zu machen und dabei Berührungsängste abzubauen. Dabei erhalten die Schüler Ermäßigungen auf ihre Eintrittskarten, die auch als Fahrkarte im Verkehrsverbund gelten. Eltern können zudem günstig Begleitkarten kaufen. Ein weiterer besonderer Aspekt der Zusammenarbeit an der Schule sei, stelle Aisenbrey heraus, die Unterstützung von Elternseite. Mindestens vier von ihnen begleiten Schüler und Lehrer ins Theater.
Aisenbrey unterstrich, dass der Kooperationsvertrag als Baustein gut ins Schulprofil aus Musik und Theater passe. "Theater ist wichtig, weil man sich als kollektives Gedächtnis mit Geschichte beschäftigt und auch Geschichten erzählt", sagte Schultze. Kurz zuvor hatten Theater-AG und Unterstufenchor die erste und letzte Szene aus der Kinderoper "Brundibár", der gefeierten Schulpremiere am Abend zuvor, noch einmal auf die Bühne gebracht. Der Intendant war beeindruckt: "Diese Schule hat ein tolles Profil." Mit weiteren drei Schulen steht die Vertragsunterzeichnung (ein weiteres koopertaionsmodell für Grundschulen ist in Planung) beovr und das Theater erreicht damit rund 20 000 Schüler. Für die Sechstklässler der DBS geht es im März los mit "Elses Geschichte", einem Stück, das an die Holocaust-Thematik von "Brundibár" anschließt.

Rhein-Neckar-Zeitung, nip, 16.02.2012

Großartige Unterzeichnung des Schulkooperationsvertrages zwischen der Albert-Schweitzer-Schule und dem Theater und Orchester Heidelberg

Noch keine sechs Wochen in Heidelberg und schon bekommt der Plan des neuen Intendanten, in drei Jahren durch die Neckarstadt zu gehen und keinen Schüler mehr zu treffen, der mit dem Begriff „Theater“ nichts anfangen kann, feste Konturen. Am 12. Oktober wurde der 10. Schulkooperationsvertrag mit dem Theater Heidelberg unterzeichnet.

Die Direktorin der Albert-Schweitzer-Schule im Pfaffengrund Frau Bohne-Becker, das Lehrerkollegium sowie alle Schülerinnen und Schüler der Schule luden den Kulturbürgermeister Dr. Gerner und Intendant Holger Schultze zu einer eindrucksvollen Veranstaltung ein. Die Jugendlichen hatten bereits Platz genommen, als die kleine Abordnung der Stadt und des Theaters durch die schuleigene Trommelgruppe begrüßt wurde. Frau Bohne-Becker hieß alle Anwesenden warmherzig willkommen und gab ihrer Freude über die bevorstehenden gemeinsamen Aktionen zwischen den beiden Einrichtungen Ausdruck. Dr. Gerner und Holger Schultze schilderten in bewegenden Worten, was sie unter einer Kooperation mit dem Theater verstehen. Kultur und Bildung beinhalten und ergänzen einander. Theater vermittelt aber nicht nur Bildungsinhalte, Theater macht Spaß und ist live. Das bewiesen die Jugendlichen prompt und mit überbordender Freude, indem sie ihren Gästen ein eindrucksvolles Programm boten. Chorisch war "The lion sleeps tonight" neu einstudiert, ein Minikrimi wurde dramatisch präsentiert, und der Intendant löste die Rätselfrage nach dem Mörder. Aber auch der selbst erstellte "Theaterknigge", den alle SchülerInnen erhalten werden, wurde mit spielerischer Brillanz und zur Freude aller Anwesenden umgesetzt.

Vor der Presse wurde der dreijährige Kooperationsvertrag unterzeichnet, in dem festgehalten wird, dass alle SchülerInnen innerhalb der nächsten drei Jahre einmal pro Schuljahr das Theater besuchen und dadurch alle Bereiche und Sparten kennenlernen. Das Ganze wird darüber hinaus auch theaterpädagogisch begleitet.
Die Schüler erhalten Ermäßigungen auf ihre Eintrittskarten, und auch für Eltern besteht die Möglichkeit, günstigere Elternbegleitkarten zu erwerben. Dieses Modell bietet weiterführenden Schulen aller Formen, von der Haupt- bis zur Berufsschule, die Möglichkeit, langfristig und kontinuierlich das Theater zu besuchen und den Spielplan sowie die Künstler kennen zu lernen. Zehn Verträge sind bereits unterzeichnet. Weitere zehn Schulen sind mit der Theaterleitung Heidelberg kurz vor dem Abschluss eines Vertrages. Ein Modell, das "Schule macht" und sicher noch viele begeistern wird! Davon sind nicht nur der Intendant und der Kulturbürgermeister überzeugt.

Pressestimme aus der Rhein-Neckar-Zeitung

Früh übt sich - das Theater lieben zu lernen

"Das Ziel ist, richtige Theaterbesucher aus ihnen zu machen." Heidelberg neuer Intendant Holger Schultze macht das zur Chefsache, bringt Erfahrungen von seiner letzten Wirkungsstätte in Osnabrück mit: Das Heidelberger Theater ist nun auch auf dem Weg, mit Schulen sogenannte "Kooperationsverträge" abzuschließen. (...)
Schüler der Jahrgangsstufen 5 bis 11 aller Schulformen haben danach die Möglichkeit, zu vergünstigten Preisen ein Mal pro Schuljahr ins Theater zu gehen (...). Zusätzlich bekommen sie ein Begleitprogramm und Einführungsveranstaltugnen und wagen gemeinsam mit Theaterpädagogen den Blick hinter die Kulissen der Bühnen. "Die Schüler werden also von uns nicht nur im 2. Rang abgesetzt", formuliert Schultze den Anspruch. (...) "Theater hat nämlich zu tun mit der Lust, Menschen zu treffen und auch Spaß zu haben". Jeder Schüler in Heidelberg solle wissen, was zum Beispiel eine Oper oder ein Operette, eine Tanzveranstaltung oder ein Schauspiel sei. Am Ende, so der Intendant, will er in enger Zusammenarbeit mit 40 Schulen stehen. (...)
"Theater ist das Tor zur Welt", benannte Rektorin Marlene Bohne-Becker bei einer Feierstunde ihre Beweggründe. Nicht nur durch schulische Lektüre, sondern viel mehr durch Theaterbesuche könne die Freude an Kultur geweckt werden. (...) Für Bürgermeister Joachim Gerner wurde mir der Unterzeichnung "eine Idee konkret": Theater, so sagte er, sei schließlich für alle Mitglieder einer Stadt da. (...)
Eingebettet in ein kleines Unterhaltungsprogramm zeigten Schüler eine prima Percussion-Einlage und unterhaltsame Theaterstückchen. Intendant Schultze hat es gefallen "Ich freue mich auf euch!", rief er den Kindern und Jugendlichen zu.

Rhein-Neckar-Zeitung, Maria Stumpf, 19.10.2011