Theater und Orchester Heidelberg
Violinist Sebastian Eckoldt; Foto Ludwig Olah

Konzert

Herbstliche Serenade

1. Kammerkonzert

Robert Schumann 3 Romanzen op. 94 für Fagott und Klavier
Johannes Brahms Klarinettenquintett h-Moll op. 115
Antonín Dvořák Bläserserenade d-Moll op. 44

Das erste Kammerkonzert der aktuellen Spielzeit ist geprägt von Werken der Romantik. Robert Schumanns »Drei Romanzen für Fagott und Klavier« begegnen Johannes Brahms’ »Klarinettenquintett h-Moll« und Antonín Dvořáks »Bläserserenade d-Moll«. Schumanns »Romanzen« sind wunderbar poetisch und gleichzeitig von Oboisten, deren Kammermusikrepertoire nicht gerade üppig ist, geschätzte Stücke. Das »Klarinettenquintett« von Johannes Brahms ist ein dichtes und komplexes Alterswerk. Seit dem großartigen Erfolg bei seiner Uraufführung zählt es zu Brahms’ beliebtesten Werken. In der Satzfolge und der Instrumentalbesetzung gleicht es Mozarts »Klarinettenquintett« und ist darauf angelegt, das kompositorische Resümee eines ganzen Lebens zu ziehen. Entstanden ist es 1891, nachdem Brahms sein Testament bereits an seinen Verleger und Freund Fritz Simrock geschickt hatte. 1878 ließ sich Antonín Dvořák in Wien von einer Aufführung von Mozarts »Serenade B-Dur für Bläser« KV 361 so sehr beeindrucken, dass er unmittelbar nach seiner Rückkehr in nur zwei Wochen eine eigene Bläser-Serenade komponierte. Und kein geringerer als Johannes Brahms war besonders angetan von dem Werk, nachdem es kurz nach der Uraufführung bei Simrock im Druck erschien.