Theater und Orchester Heidelberg

Konzert | Phil. Konzert

1. Philharmonisches Konzert

Peter Iljitsch Tschaikowsky Klavierkonzert Nr. 1 b-Moll op. 23
Johannes Brahms Symphonie Nr. 4 e-Moll op. 98

Seinem Freund und Mentor Nikolai Rubinstein möchte Tschaikowsky sein Erstes Klavierkonzert widmen. Hatte er ihm doch viel zu verdanken: Ausbildung, Kost und Logis. Doch dann spielte er Rubinstein seine Noten vor – die Reaktion: »Nicht ein Wort, nicht eine Bemerkung!« Weiter schreibt Tschaikowsky an Nadeschda von Meck: »Ich fand die Kraft, das Konzert ganz durchzuspielen. ›Nun?‹ fragte ich. Da ergoss sich ein Strom von Worten aus Rubinsteins Mund. Mein Konzert sei wertlos, völlig unspielbar.« Tschaikowsky ändert nicht eine Note, schickt sein Werk an Pianist und Dirigent Hans von Bülow: »Die Ideen sind so originell, so edel, so kraftvoll, die Details so interessant. Die Form ist so vollendet«, urteilt von Bülow sicher, und Tschaikowsky widmet ihm das Konzert – bestehend aus ohrwurmverdächtigen Themen und virtuoser Tastenkunst. Eine Urlaubs-Komposition ist Brahmsʼ Vierte Symphonie – entstanden während zwei Sommern im steirischen Mürzzuschlag. Und wieder ist Hans von Bülow Geburtshelfer eines Meisterwerks: »Ein paar entr’actes aber liegen da – was man so zusammen gewöhnlich eine Sinfonie nennt. Ich fürchte, sie schmeckt nach dem hiesigen Clima – die Kirschen hier werden nicht süß.« Um »bittere« Kirschen handelt es sich jedoch keineswegs. Das Werk gehört heute zum Kanon klassisch-romantischer Symphonik.

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