Theater und Orchester Heidelberg
Harfenistin Maria Tsaytler; Foto Ludwig Olah

Konzert

Französische Klänge − 4. Kammerkonzert

Albert Roussel Serenade für Flöte, Harfe und Streichtrio op. 30
Claude Debussy Danse sacrée et danse profane für Harfe und Streicher
Albert Roussel Divertissement op. 6 für Bläserquintett und Klavier
Sergei Prokofjew Quintett g-Moll op. 39

Für eine klanglich filigrane Instrumentalbesetzung komponierte Albert Roussel 1925 ein Quintett, das er »Serenade« nannte: Flöte, Harfe und Streichtrio. Im Paris der 1920er- und 1930er-Jahre war er ein ausgesprochen populärer Komponist. Einflüsse von Charles d’Indy und Formen der französischen Cembalomusik klingen in seinen Kompositionen immer wieder auf. Das »Divertissement op. 6« für Bläserquintett und Klavier erklang zum ersten Mal am 10. April 1906 in Paris. Als Ballettmusik für den zweiten Choreografen der »Balletts russes«, Boris Romanow, entstand 1924 Sergei Prokofjews »Quintett g-Moll op. 39« für Oboe, Klarinette, Violine, Viola und Kontrabass. In kleiner Besetzung untermalte Prokofjews Musik mit dem Titel »Trapeze« sechs Episoden aus dem Zirkusleben, mit denen Romanows Truppe 1925 höchst erfolgreich in Deutschland und Italien auf Tournee ging. 1927 folgte in Moskau die Uraufführung des Quintetts als Kammermusikwerk, das auch im 4. Kammerkonzert zu hören ist. Die »Danse Sacreé et Danse Profane« von Claude Debussy ergänzen das Programm.